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Verheerende Waldbrände in Kalifornien fordern 31 Tote – über 200 werden vermisst 



Bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien sind mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. 228 Personen gelten als vermisst. Die Behörden hatten die Zahl der Todesopfer am Samstagabend mit 23 angegeben. Am Sonntag wurden dann im Gebiet zwischen Los Angeles und dem Prominentenort Malibu 2 Tote in einem Fahrzeug auf einer privaten Auffahrt gefunden.

Tausende Gebäude brannten nieder, hunderttausende Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. In Paradise war die Lage besonders dramatisch. Dort gab es allein 19 Tote. Die 27'000 Einwohner zählende Kleinstadt war am Donnerstagmorgen von den sich rasend ausbreitenden Flammen des «Camp Fire» überrascht worden.

In Paradise und seiner Umgebung gingen tausende Gebäude in Flammen auf, darunter ein Spital, eine Tankstelle sowie mehrere Restaurants. Mehr als 52'000 Bewohner der malerischen Gegend erhielten Evakuierungsaufforderungen.

«Der ganze untere Teil von Paradise steht in Flammen», berichtete Kevin Winstead, ein Bewohner des Nachbarorts Magalia, dem Sender KIEM TV. «Kein Haus wird stehen bleiben. Ich bin am Boden zerstört.» Winstead bangte nach eigenen Angaben auch um sein eigenes neues Haus, in das er eigentlich am folgenden Tag einziehen wollte.

Bis zum Samstag hatte der Brand nach Angaben der Feuerwehr mehr als 40'000 Hektar vernichtet und war erst zu 20 Prozent eingedämmt. 3200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, 3 wurden verletzt.

Auch Brände in Südkalifornien

Weitere, für die späte Jahreszeit ungewöhnlich heftige Brände wüteten in Südkalifornien. Die Behörden forderten rund 250'000 Menschen nördlich von Los Angeles sowie im Bezirk Ventura zum Verlassen ihrer Häuser auf.

Von den Zwangsevakuierungen betroffen war auch der westlich von Los Angeles gelegene Badeort Malibu, in dem viele Villen von Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio, Jack Nicholson, Jennifer Aniston, Halle Berry, Charlize Theron oder Brad Pitt stehen. Die Villa von Thomas Gottschalk soll komplett ausgebrannt sein. Luftaufnahmen der kalifornischen Feuerwehr zeigten, wie die Flammen über Hügelkämme hinweg auf millionenschwere Anwesen zurasten.

Der mexikanische Regisseur und Oscar-Preisträger Guillermo del Toro teilte auf Twitter mit, dass sein Museum mit Exponaten aus Horrorfilmen genau auf dem Weg der Flammen liege. Bereits niedergebrannt war die Paramount Ranch, eine Kulisse für Cowboy-Filme und -Shows.

«Das Ausmass der Zerstörung ist unglaublich und herzzerreissend, und wir fühlen mit allen, die davon betroffen sind», sagte der Leiter des kalifornischen Rettungsdienstes, Mark Ghilarducci. Der designierte demokratische Gouverneur Gavin Newsom rief für die Brandgebiete den Notstand aus, um rasche Hilfe zu ermöglichen.

Trump kritisiert Missmanagement

US-Präsident Donald Trump kritisierte den von Demokraten regierten Bundesstaat, der sich immer wieder von seiner Politik distanziert. «Es gibt keinen Grund für diese gewaltigen, tödlichen und teuren Waldbrände ausser dem schlechten Forstmanagement», schrieb Trump am Samstag auf Twitter. «Milliarden von Dollar» würden jedes Jahr ausgegeben und trotzdem gebe es viele Todesopfer, «und das alles wegen des Missmanagements der Wälder».

Der Präsident drohte gleichzeitig mit dem Entzug von Bundeshilfen: «Bringt das jetzt in Ordnung oder es gibt keine Zahlungen des Bundes mehr», twitterte er.

Der Chef der kalifornischen Berufsfeuerwehr, Brian Rice, wies die Vorwürfe als «gefährlich falsch» zurück. Trumps Äusserungen seien «erniedrigend» für die Opfer sowie «für die Männer und Frauen, die an den Fronten kämpfen».

Trump mässigte sich später auf Twitter im Ton und schrieb: «Unsere Herzen sind bei denen, die die Flammen bekämpfen» sowie bei den Opfern. Aber am Sonntag mahnte er erneut ein besseres Forstmanagement an.

Unterdessen wuchs die Furcht vor Plünderungen. In Ventura County bei Los Angeles wurden zwei mutmassliche Plünderer festgenommen. Chiefsheriff John Benedict drohte Plünderern mit Festnahmen und Gefängnis. (sda/afp/mik)

Waldbrand in Nordkalifornien zerstört praktisch ganze Stadt

Grösste Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens

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Video: srf

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bienchen 12.11.2018 13:33
    Highlight Highlight Es wäre lobenswert, wenn Medien nicht nur den Part als Trumps Sprachrohr übernehmen würden, sondern auch die Fakten benennen könnten.
    Über 50% des Waldbestandes in Kalifornien gehört der Bundesregierung, ein wesentlicher Teil des restlichen Waldbestandes ist Privateigentum. Trump hat Anfang 2018 das Budget für bundesstaatliche Forstwirtschaft gekürzt. Die Feuer über die hier berichtet wird, sind im urbanen Raum entstanden und daher keine Waldbrände.
    Es nennt sich Recherche, liebes Watson Team und ist ein wesentlicher Bestandteil von Journalismus. Fact check, please.
  • Alter-Sack 12.11.2018 06:42
    Highlight Highlight Vielleicht ist das das Karma, für all die Flächenbrände, die die USA immer wieder auf der ganzen Welt entfacht, das zurück schlägt!
    • Toerpe Zwerg 12.11.2018 12:35
      Highlight Highlight Vielleicht ist das der idiotischste Kommentar seit es die Watson-Kommentarspalte gibt ...

      Muss aber erst Uriella fragen.
    • Max Dick 12.11.2018 13:10
      Highlight Highlight 1. WK, 2. WK. Ungarnaufstand. Pragerfrühling. Jugoslawienkriege. Ostukraine. Ja stimmt, es sind immer die USA, die Flächenbrände verursachen. Europäische Länder tun sowas einfach nicht. PS: Aufzählung könnte genausogut für afrikanische und asiatische Staaten gemacht werden.
  • banda69 11.11.2018 23:33
    Highlight Highlight Unglaublich.
    Der Wald lichterloh.
    Menschen verbrennen.
    Und Donald Trump.
    (Darling der SVP)
    Weist die Schuld den Förstern zu.
    Und den Demokraten.
    Und droht mit Budgetkürzung.
    Das nennt man Wahlkampf.
    Mit verkohlten Leichen.

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