International
USA

Johnny Depp hat Berufung eingelegt – er will kein Geld an Heard zahlen

Johnny Depp will 2 Millionen Dollar Schadenersatz an Heard nicht bezahlen

04.11.2022, 09:5004.11.2022, 09:50

US-Schauspieler Johnny Depp (59) hat gegen einen Teil des Jury-Urteils im Verleumdungsprozess zwischen ihm und seiner Ex-Frau Amber Heard (36) Berufung eingelegt.

Das Anwaltsteam des «Fluch der Karibik»-Stars reichte den Antrag bei einem Berufungsgericht in Fairfax County im US-Bundesstaat Virginia ein, wie US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichteten. Die Entscheidung der Geschworenen, dass Depp zwei Millionen Dollar Schadenersatz an Heard zahlen müsse, sei fehlerhaft gewesen, machen die Anwälte in dem Dokument geltend.

FILE - Actors Amber Heard and Johnny Depp watch as the jury leaves the courtroom for a lunch break at the Fairfax County Circuit Courthouse in Fairfax, Va., Monday, May 16, 2022. Heard notified a Virg ...
Amber Heard und Johnny Depp im County Circuit, am 21. Juli 2022.Bild: keystone

Nach einem sechswöchigen Verleumdungsprozess, in dem sich die früheren Eheleute häusliche Gewalt vorgeworfen hatten, stellte sich die Jury Anfang Juni grösstenteils auf die Seite Depps – gab aber auch Heard in einigen Punkten recht.

Wegen Verleumdung muss die Schauspielerin Depp über zehn Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Depp wiederum schuldet ihr nach Entscheidung der Jury zwei Millionen Dollar für Aussagen seines Ex-Anwalts Adam Waldman, die Heards Ruf geschädigt haben sollen.

Waldman hatte 2020 in einem Zeitungsinterview von Heard geäusserte Missbrauchsvorwürfe als Schwindel bezeichnet. Die Schauspielerin sah das als Verleumdung an. Depp argumentierte, dass er für die Aussagen seines Anwalts nicht verantwortlich gewesen sei.

Auch Heard stemmt sich gegen den Schuldspruch, demzufolge sie gut zehn Millionen Dollar an Depp zahlen müsste. Im Juli war sie zunächst mit einem Antrag auf eine Aufhebung des Urteils gescheitert. Nun läuft ein Berufungsantrag. Das Gericht habe einen Fehler gemacht und damit ein faires Urteil verhindert, argumentiert Heards Team.

Im Kern der von Depp eingereichten Zivilklage ging es um einen 2018 von der «Washington Post» veröffentlichten Kommentar, in dem sich Heard als Opfer häuslicher Gewalt beschrieb. Depp sah sich als Opfer von Falschaussagen gebrandmarkt und klagte wegen Verleumdung auf 50 Millionen Dollar Schadenersatz. Heard hielt mit einer 100-Millionen-Dollar-Forderung dagegen. Sie machte geltend, Depp-Anwalt Waldman habe mit einer Schmutzkampagne ihrem Ansehen geschadet. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Bruno S.1988
04.11.2022 10:53registriert Juli 2016
Sie wird ihm die 10mio nie zahlen können, weil sie Pleite ist.
Er hingegen kann und wird ziemlich sicher dazu verdonnert, ihr die 2Mio zu überweisen, da er über genügend Mittel verfügt!

Damit wäre sie die eigendliche Gewinnerin dieses Prozesses!
3220
Melden
Zum Kommentar
17
Iran inszeniert Khameneis Beerdigung als Machtdemonstration
Vier Monate nach dem Tod von Ajatollah Ali Khamenei hat Iran mit den offiziellen Trauerfeiern für den langjährigen obersten Führer begonnen. Die Zeremonien sollen nicht nur der Trauer dienen, sondern auch ein politisches Signal senden: Das Regime will Geschlossenheit und Kontrolle demonstrieren.
In Iran haben am Freitag die mehrtägigen Trauer- und Bestattungszeremonien für Ajatollah Ali Khamenei begonnen. Der langjährige oberste Führer des Landes war am 28. Februar bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen getötet worden. Wie die «New York Times» berichtet, empfingen iranische Behörden am ersten Tag der Zeremonien zahlreiche ausländische Gäste, Geistliche, Vertreter verbündeter Milizen und iranische Funktionäre.
Zur Story