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Der Caravan steht 2000 km vor der US-Grenze – jetzt will Trump Soldaten schicken



Kurz vor der wichtigen Kongresswahl in den Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump seine harte Haltung zur sogenannten Migranten-Karawane unterstrichen. «Angesichts dieses Nationalen Notstandes setze ich das Militär ein. Sie werden gestoppt werden.»

Central American migrants rest on the steps of the church as a thousands-strong caravan slowly making its way toward the U.S. border stops for the night in Pijijiapan, Mexico, Thursday, Oct. 25, 2018. Little by little, sickness, fear, and police harassment are whittling down the migrant caravan making its way to the U.S. border, with many of the 4,000 to 5,000 migrants camped overnight in the southern town of Mapastepec complaining of exhaustion.(AP Photo/Rebecca Blackwell)

Der Caravan macht Halt in Pijijiapan, im Süden Mexikos. Bild: AP/AP

Dies schrieb er am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter. Die Flüchtlingsgruppe Tausender Menschen aus Mittelamerika setzte unterdessen ihren Marsch durch Mexiko Richtung USA fort.

«An jene in der Karawane: Dreht um. Wir lassen keine Leute illegal in die Vereinigten Staaten», schrieb Trump weiter. «Geht zurück in euer Land und wenn ihr wollt: Bewerbt euch um die Staatsbürgerschaft wie Millionen andere auch.» Die Migranten aus Honduras, El Salvador und Guatemala fliehen meist vor der grassierenden Gewaltkriminalität und schlechten wirtschaftlichen Lage in ihren Heimatländern.

Erlass in Arbeit

US-Medienberichten zufolge bereitete sich das Pentagon bereits darauf vor, weitere 800 bis 1000 Soldaten an die südliche Grenze zu Mexiko zu schicken. Es werde erwartet, dass Verteidigungsminister James Mattis demnächst einen entsprechenden Erlass unterzeichnen könnte, berichteten der Sender CNN und die «Washington Post» am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte auf Anfrage, man gehe davon aus, dass das Heimatschutzministerium einen Antrag auf Unterstützung an das Pentagon stellen werde und sei dabei, die Details der Unterstützung für den Grenzschutz zu klären.

Das US-Militär darf ohne Genehmigung des Kongresses auf US-Territorium keine polizeilichen Aufgaben übernehmen. Obwohl Trumps Formulierungen ein direktes Eingreifen des Militärs nahelegen, sollen die Soldaten nur bei der Logistik oder etwa der Errichtung von Zelten eingesetzt werden. CNN berichtete denn auch, die Militärkräfte sollten nur logistische Unterstützung für die Grenzschützer leisten und etwa an wichtigen Punkten entlang der Grenze Zäune bereitstellen.

Tatsächlich nur Logistik?

Derzeit befinden sich bereits 2100 Nationalgardisten an der Grenze, die wegen einer anderen Anweisung aus dem April entsandt worden waren. Auch sie leisten logistische Unterstützung.

Trump hat die Migranten immer wieder zum Thema im Wahlkampf vor den Kongresswahlen gemacht und die Lage stark überzeichnet. Er sprach von einem «Angriff auf unser Land» und einem «nationalen Notstand». Zuletzt behauptete er ausserdem, unter den Migranten seien auch Menschen aus dem Nahen Osten.

Ohnehin ist unklar, ob und wann die Migranten an die US-Grenze gelangen könnten. Vom Süden Mexikos bis dorthin sind es je nach Route zwischen 2000 und 4000 Kilometer. Am Donnerstag kehrten 100 Personen von ihnen freiwillig nach Honduras zurück.

Hoffnung auf Besserung der Lage

Die meisten zogen aber weiter nach Pijijiapan im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. An verschiedenen Stellen auf dem Weg versorgten Mexikaner die Migranten mit Wasser, Lebensmittel und Decken. «Diese Leute sind in einer schwierigen Situation», sagte Alberto Bermúdez, der Wasser verteilte. «Ich habe entschieden, mit meiner Familie zu kommen, um zu helfen. Wir können nur wenig für sie tun. Hoffentlich kommen wir nie in so eine Lage.»

Während die Gruppe, zu der unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen 3600 und 5400 Menschen gehören, weiter Richtung Norden marschierte, wurde an der Südgrenze Mexikos bereits eine zweite Gruppe erwartet.

«Es kommt eine Karawane mit 2000 Personen», sagte der Honduraner Misael Guevara in Ciudad Hidalgo an der Grenze zu Guatemala. Mit Hunderten anderen wartete er in einem Park auf die Ankunft der neuen Gruppe. «Wir sind Brüder und wir gehen zusammen», sagte er. (sda/dpa/reu)

8 Rohrbomben an Obama & Co: Trump rügt Medien

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Video: srf

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alex_Steiner 26.10.2018 09:57
    Highlight Highlight In Amerika muss man an der Grenze bzw. im Land selbst nach Asyl fragen. So funktioniert das und ist nicht illegal.
  • JoJodeli 26.10.2018 08:56
    Highlight Highlight 2000km vor der Grenze... also wie wenn die Flüchtlinge bei Moskau sind und in die Schweiz wollen.... hatte es so weit von der US Grenze nicht schon immer so viele Flüchtlinge gehabt die ins Land wollten 🤷‍♀️
  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 26.10.2018 08:14
    Highlight Highlight Es ist Wahlkampf in den USA und der „Caravan“ absolut nützlich für die Reps. Aber jubeln die Amis wirklich, wenn die Armee im eigenen Land eingesetzt wird?
  • Pachyderm 26.10.2018 07:37
    Highlight Highlight Trump: «Geht zurück in euer Land und wenn ihr wollt: Bewerbt euch um die Staatsbürgerschaft wie Millionen andere auch.»

    Nicht dass ich das möchte, aber heisst das, dass man die Staatsbürgerschaft der USA neu beantragen kann, ohne je dort gelebt zu haben? 🤪
    • Hierundjetzt 26.10.2018 08:00
      Highlight Highlight Ja. Green Card Lotterie.
    • Juliet Bravo 26.10.2018 08:12
      Highlight Highlight Greencard ist aber nicht die Staatsbürgerschaft. Oder?
    • Herr Ole 26.10.2018 09:42
      Highlight Highlight Ja, green card ist keine staatsbürgerschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sweeneytodd 26.10.2018 07:32
    Highlight Highlight Ich mag Trump nicht und klar ist Trumps Aktion kontrovers, jedoch wenn die USA nichts machen würde und den Strom einfach so ins Land lassen würde, würde sie ein Falsches Signal in diese Länder schicken und es würden nur noch mehr kommen. Dies ist problematisch, weil die Auswanderung den sonst schon armen Staaten in Mittelamerika noch mehr schadet und es den Migranten in den USA nicht wirklich besser geht, da sie nur ausgebeutet werden.
  • Howard271 26.10.2018 07:16
    Highlight Highlight „Der Caravan“? 🤨
    • Baba 26.10.2018 07:30
      Highlight Highlight Das passiert, wenn eine sda zu Tode gespart wird. Dann kommen eben solche Titel/Sätze heraus 😡. Absolut jenseitig!
    • Normal 26.10.2018 08:08
      Highlight Highlight Ist ein anderes Wort für ein Van/Kombi. Wie man auf die Idee kommt, das für Karawane zu nutzen ist mir auch ein Rätsel. Auch duden scheint das Wort in dem Gebrauch nicht zu kennen....
  • yanoi 26.10.2018 06:44
    Highlight Highlight freies bewegungs- und aufenthaltsrecht für alle!... und zwar bedingungslos!...
    würde auch die wirtschaftlichen missstände und tauschungerechtigkeiten ziemlich effektiv beseitigen...
    zudem baut es auf gemeinsamkeiten und auf das miteinander, anstatt strukturell die differenzen zu festigen und auf vereinzelung zu bauen...
    • Leckerbissen 26.10.2018 11:17
      Highlight Highlight Ja genau, tolle Idee! Die Schweiz würde bereichert mit eritreeischen Fachkräften und deren Know-How.
  • Philboe 26.10.2018 06:01
    Highlight Highlight Hier hat Trump recht. Er tut das was Europa schon lange hätte tun sollen. Googelt doch einmal Videos von Mexiko über dieses Thema oder Ceuta in Nordafrika. Gestürmt mit Bomben, Flammenwerfern. Die Gewalt dieser Staaten schwappt auf uns über.
    • Wilhelm Dingo 26.10.2018 06:19
      Highlight Highlight Das gibt halt unschöne Schlagzeilen und das mag die Politik nicht.
    • yanoi 26.10.2018 06:51
      Highlight Highlight naja, das ist die eine sichtweise... wobei du ja selbst schreibst, dass ceuta nordafrika ist... warum verwaltet es denn spanien?... man stelle sich das umgekehrte vor!...
      und europa, der westen, agieren alles andere als gewaltfrei!... gerade auch strukturell tragen wir eine grosse mitverantwortung am elend!
      stichwort kolonialisierung, schulden mit zinsen, korruption, etc...
      gewalt ist relativ und hat viele gesichter!...
    • The Destiny // Team Telegram 26.10.2018 07:03
      Highlight Highlight Gab es schon in Spanien!
    Weitere Antworten anzeigen
  • CaptainLonestarr 26.10.2018 05:53
    Highlight Highlight Ich kann es verstehen dass man die Leute nicht rein lassen will. Hunger mussten sie nicht leiden. Ein grosser Teil der Leute auf den Bildern ist übergewichtig.
    Und was Kriminalität und Korruption betrifft, die bekämpft man nicht mit davonlaufen. Die wären besser Richtung Regierungsitz marschiert um Änderungen zu erwirken.

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