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epa07883422 US President Donald J. Trump speaks to the media after participating in the Ceremonial Swearing-in of Gene Scalia as the Secretary of Labor at the White House, Washington, DC, USA, 30 September 2019.  EPA/Chris Kleponis / POOL

Donald Trump hat wegen der Ukraine-Affäre derzeit wenig zu lachen. Bild: EPA

Trump und die Ukraine-Affäre – das sind die 7 neuesten Entwicklungen

Milan Marquard
Milan Marquard



Anfang letzter Woche wurde von einem Whistleblower publik gemacht, dass Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert haben soll, dass dieser ihm belastende Informationen zu Präsidentschaftskandidat Joe Biden und dessen Sohn liefert. Doch nicht nur das: Es besteht der Verdacht, dass Trump Selenskyj im Gegenzug ein Versprechen gemacht haben soll.

Die Demokraten unter der Führung von Nancy Pelosi sehen in dieser Handlung ein impeachbares Vergehen und haben entsprechende Untersuchungen eingeleitet. Ein vom Weissen Haus veröffentlichtes Transkript des Telefongesprächs und die Veröffentlichung der Beschwerde des Whistleblowers verstärkten den Verdacht, dass Trump sich Wahlhilfe von einer fremden Nation beschaffen wollte.

Neben einem Grossteil der Demokraten sprechen sich mittlerweile auch einige Republikaner und unabhängige Abgeordnete für ein Impeachment-Verfahren aus. Trump und die meisten Republikaner sehen keine Grundlage für ein Impeachment und sprechen erneut von einer Hexenjagd.

In den vergangenen Tagen gab es weitere Entwicklungen und es kamen neue Informationen ans Tageslicht. Hier ein Überblick:

Transkripte auf geheimem Computer gespeichert

Nachdem das Transkript eines der Telefongespräche zwischen Trump und Selenskyj veröffentlicht wurde, gab das Weisse Haus zu, dass die Mitschrift auf einer streng geheimen Datenbank abgesichert wurde. Diese Datenbank ist jedoch für sicherheitspolitisch heikle Informationen gedacht. Der Whistleblower äusserte in seiner Beschwerde den Verdacht, dass das Weisse Haus versucht hatte, den heiklen Inhalt des Gesprächs zu vertuschen. Es sollen noch mehr Gesprächs-Mitschriften auf dem Server gespeichert sein. So auch das Protokoll eines Treffens von Trump und dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow. Trump soll während dieses Gesprächs geäussert haben, dass ihm die Einmischung Russlands in die 2016-Wahlen egal sei.

Trump möchte Whistleblower treffen

Bisher konnte die Identität des Informanten geheimgehalten werden. Laut der «New York Times» soll es sich um einen Mitarbeiter der CIA handeln. Während der Anwalt des Whistleblowers und der Koordinator der amerikanischen Geheimdienste, Joseph Maguire, dessen Identität schützen wollen, will Präsident Trump ihr auf den Grund gehen.

Trump drohte dem Informanten bereits mehrfach, unter anderem via Twitter. Auf dem Kurznachrichtendienst äusserte Trump auch die Meinung, dass er es «verdient» habe, den Whistleblower persönlich zu treffen. Er bezeichnete den Informanten zudem als «Spion» und sprach in diesem Zusammenhang von «grossen Konsequenzen».

Trump spricht von Entlassung Adam Schiffs

Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses – Adam Schiff – äusserte sich zum Transkript des Telefonats, das vergangenen Mittwoch veröffentlicht wurde. Er gab den Inhalt sinngemäss wieder – dies sagte er sogar zu Beginn seines Statements. Trump ist jedoch der Ansicht, dass er den Inhalt des Gesprächs komplett falsch wiedergegeben habe. Er spricht auf Twitter von «Landesverrat» und stellt die Frage, ob Adam Schiff dafür verhaftet werden solle.

Aussenminister Pompeo beim Telefongespräch anwesend

Eine geheime Quelle sagte gegenüber «CNN», dass Aussenminister Mike Pompeo beim Gespräch zwischen Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten beteiligt gewesen sein soll.

Rudy Giuliani vom Repräsentantenhaus vorgeladen

Der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses hat Rudy Giuliani, den persönlichen Anwalt von Trump, vorgeladen. Sein Name fiel im brisanten Telefongespräch und Trump gab ihn sogar als Kontaktperson an. Der Ausschuss ist überzeugt, dass Giuliani wichtige Informationen zu den Untersuchungen liefern kann. Bleibt die Frage, ob er die Informationen auch liefern wird: Giuliani ist bekannt als harter Hund und enorm loyal gegenüber Trump.

Trump drängte australischen Premier

Ein amerikanischer Regierungsbeamter belastet den Präsidenten zusätzlich: So soll Trump den australischen Premierminister Scott Morrison in einem Telefongespräch gedrängt haben, den Generalstaatsanwalt William Barr bei der Untersuchung der Ursprünge der Russland-Untersuchung von Robert Mueller zu unterstützen. Trump soll die Hoffnung gehabt haben, dass die Mueller-Untersuchung diskreditiert wird. Die Idee für den Anruf soll von William Barr persönlich stammen. Einige Demokraten aus dem Senat verlangen, dass Barr zur Whistleblower-Beschwerde aussagt.

US-Präsident Donald Trump (rechts) hat den australischen Premierminister Scott Morrison (links) um Informationen zur Untersuchung des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller gebeten. (Archivbild)

Trump mit dem australischen Premier Morrison. Bild: EPA

Circa 50 Prozent für Trump-Impeachment

Gemäss Umfragen von «CBS News» und «CNN» will die Hälfte der Amerikaner Trumps Impeachment. In beiden Umfragen stiegen die Werte der Impeachment-Befürworter und sanken die Werte der Impeachment-Gegner im Vergleich zu früheren Umfragen. Die Ukraine-Affäre scheint seinem Ansehen tatsächlich zu schaden. Trump selbst verlässt sich jedoch lieber auf die Umfragen von «Breitbart», die ein ganz anderes Bild malen: Rund 98 Prozent sind demnach gegen ein Impeachment. Dafür gibt es von Donald Trump ein «DANKESCHÖN».

Bonus: Trevor Noah fasst nochmals alles zusammen

Trump: Die Beschwerde des Whistleblowers

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • GhustlaBich 01.10.2019 13:30
    Highlight Highlight Also ein anonymer Whistleblower, der Informationen aus 2. Hand hat, spricht von einem Quid pro quo in einem Telefongespräch. Der fackel- und heugabeltragende Mob stürzt sich fanatisch auf die Neuigkeiten. Dann wird mit Einverständnis des ukrainischen Präsidenten und der US Administration ein Transkript veröffentlicht, in dem es kein Quid pro quo gibt. Also die Anschuldigung wurde widerlegt. Jetzt als Medium so zu tun als ob ein Impeachment höchstwahrscheinlich sei (bräuchte ohnehin eine 2/3 Mehrheit im Senat, repl. Mehrheit), finde ich peinlich.
  • Bruuslii 01.10.2019 12:35
    Highlight Highlight hey leute, der trump hat imfall ein perfektes telefonat geführt. glaubt ihm das doch endlich, schliesslich ist er der könig äh exgüse der präsident.

    glaubt ihr wirklich der trump müsse wie das fussvolk echte argumente bringen?

    wenn der trump was sagt dann ist es so. schliesslich sind das fakten und zwar mega alternative fakten. alternative fakten sind viel besser als echte fakten, imfall, gopfnomol!

    EIN PERFEKTES TELEFONAT 😠
  • Basti Spiesser 01.10.2019 10:09
    Highlight Highlight Die Frage von Trump ist berechtigt, warum gerade erst kürzlich die Richtlinien für Whistleblower geändert wurden und nun auch Infos aus zweiter und dritter Hand erlaubt sind.. es macht die Sache auch nicht wirklich glaubwürdiger, dass der Whistleblower das Gespräch selber gar nicht gehört hat.
    • Schlumpfinchen 01.10.2019 12:09
      Highlight Highlight Trump ist also glaubwürdiger, wenn er auf jede erdenkliche Art versucht, Gespräche mit ausländischen Regierungsmitgliedern zu vertuschen?
      Kein amerikanischer Übersetzer bei Gesprächen mit Russland, Dokumente von Gesprächen auf einen fast unzugänglichen Server verschieben...
      Eher nicht.
      Schon witzig, wie manche mit Verschwörungstheorien um sich schlagen und gleichzeitig Whistleblower verurteilen, obwohl einer von denen vielleicht sogar mal eine der VTs bestätigen könnte.
  • Gubbe 01.10.2019 09:57
    Highlight Highlight Diesen, auf andere herabschauende Typ, kann ich nur noch schlecht sehen. Und ganz gleich was er sagt, es gehört in den Rundordner. Seine sehr, sehr grossartigen Geistesblitze schmecken schon verfault, bevor sie im Teller landen.
  • Magnum44 01.10.2019 09:47
    Highlight Highlight Super Doni, 98% der Nazis unterstützen dich noch immer, oder was willst du mit der Breitbart Umfrage zeigen?
    • Schlumpfinchen 01.10.2019 12:10
      Highlight Highlight Dass ihn nicht einmal 100% der Nazis noch unterstützen? 😜
  • TheBase 01.10.2019 09:41
    Highlight Highlight Breitbart? 😂 Was für eine Witzfigur 🤦🏻‍♂️

    Naja, wir „dürfen“ im Gegenzug „Politiker“ geniessen, die „Umfragen“ der „Schweizerzeit“ ernst nehmen 🤷🏿‍♂️
  • Sandro Lightwood 01.10.2019 09:38
    Highlight Highlight Zusammenfassend: Trump will von einer ausländischen Regierung belastende Informationen zu einem direkten Konkurrenzen.
    Trump und die Reps und die Bastis dieser Welt: alles kein Problem. Ist doch ganz normal.

    Ein Whistleblower informiert intern die dafür vorgesehene Stelle über Unregelmässigkeiten bei der Amtsführung des Präsidenten.
    Dieselben Leute so: so etwas darf nicht sein. Wir wollen den Namen. Er ist ein Spion (und das auch ganz ohne quid pro quo).

    Aha. Wenigstens konsequent inkonsequent.
    • Schlumpfinchen 01.10.2019 12:13
      Highlight Highlight Stell dir auch mal vor, wenn die Theorien der Bastis plötzlich noch bestätigt würden, dann müssten sie noch merken, wie wenig Sinn sie in ihrem Leben sonst noch haben. Das müssen sie mit aller Kraft verhindern.
    • Basti Spiesser 01.10.2019 12:59
      Highlight Highlight So viel Ehre und Ruhm, Narzisten wie Trump und ich, danken herzlich.
    • Sandro Lightwood 01.10.2019 13:09
      Highlight Highlight Büdde 🍪

      Insgeheim mag ich dich ja irgendwie. ☺️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 01.10.2019 08:52
    Highlight Highlight Trump hat sein geliebtes Wrestling in die Politik übertragen. Mit dem Unterschied, dass der Kampf im Wrestling eine Show ist. Trump fordert echte Opfer. Je mehr er in die Enge getrieben wird, desto wilder schlägt er um sich.
  • De Flip 01.10.2019 08:31
    Highlight Highlight Jedes mal, wenn man denkt es geht nicht mehr tiefer, spielt DT Niveau-Limbo.
  • zeromaster80 01.10.2019 07:26
    Highlight Highlight Sorry, wer jede Aussage und jeden Witz von Donald auf die Goldwaage legt, darf einen Schiff nicht verteidigen. Es ist echt unglaublich, wie viele die aus dem Kontext gerissenen Lügen der linken Medien glauben über POTUS, ICE, der wahlweise mal geleugneten und dann dramatisierten Krise an der Grenze, das ignorieren des Mauerbaus, ignorieren der trotz "Krise" rufen guten US-Wirtschaft, ignorieren jeglicher linker Gewalt, Aufforderung zu Gewalt, ignorieren von Fehlverhalten der Dems, usw. Watson ist eine der schlechtesten Quellen zum Geschehen in den USA, geschrieben mit blindem Hass auf Trump.
    • Schlumpfinchen 01.10.2019 12:27
      Highlight Highlight Schreibt er mit blindem Hass auf die Demokraten...

      Klar sind auch Schiff und Pelosi nicht gerade die fähigsten Leute, aber die sind alles andere als Links. Schau dir doch mal das Ganze etwas differenzierter an, anstatt rumzubashen ohne wirklichen Inhalt zu liefern.
  • Noblesse 01.10.2019 07:19
    Highlight Highlight So sieht es aus, wenn ein Möchte-Gern-Mafia-Boss an die Macht kommt. Es braucht eine 2/3 Mehrheit, sonst kann der weitermachen! BLOCHER wurde bei uns auch mit einer Mehrheit abgewählt. Es wird hier de facto auf das Gleiche hinauslaufen. PUNKT!
  • Tavares 01.10.2019 07:11
    Highlight Highlight Umfrage von Breitbart als Grundlage nehmen 😂
    Das schlimme daran ist, dass Trump das noch echt glaubt, dass 98% hinter ihm stehen...
    • BöserOnkel 01.10.2019 10:14
      Highlight Highlight Das schlimme ist, dass der Präsident der Vereinigten Staaten solchen Müll überhaupt liest!
  • m.e. 01.10.2019 07:02
    Highlight Highlight dass trump den rechtsstaat als president nicht versteht ist erschreckend und beschämend zugleich. der whistleblower ist doch nicht der kläger, sondern lediglich ein zeuge. und zeugen müssen teilweise geschützt werden. ein trauerspiel.
    • Gonzolino_2017 01.10.2019 09:04
      Highlight Highlight Da kennen wohl noch andere den Rechtsstaat nicht!? „Ein Whistleblower ist eine Person, die für die Allgemeinheit wichtige Informationen aus einem geheimen oder geschützten Zusammenhang an die Öffentlichkeit bringt“. Ein „Zeuge vom Hörensagen ist, wer dasjenige berichtet, was ein anderer ihm aufgrund seiner Wahrnehmung kundtat“ Wenn man an einer vertraulichen Staatsstelle Arbeitet und sensible Daten veröffentlicht, ist das in höchstem Masse strafbar, bis zu Landesverrat und wird auch gerichtlich verfolgt! Damit geniesst der Whistleblower wenig Schutz und muss deshalb oft ins Ausland flüchten!
    • Nevermind 01.10.2019 12:43
      Highlight Highlight Dumm das der Whistleblower anscheinend den im Rechtsstaat vorgesehene Amtsweg eingehalten hat und die entsprechende Amtsstelle informiert hat.
    • Gonzolino_2017 01.10.2019 20:47
      Highlight Highlight @Input/Nevermind: Es geht nicht darum, auf welcher Seite man steht und welche Meinung man teilt! Es wurde die Aussage gemacht, dass Trump den Rechtsstaat nicht kenne und dass ist so falsch! Whistleblower haben noch keine rechtliche Legitimation und auf aktueller Flughöhe ist es äusserst heikel - Staatsinteressen! Es gibt genügend verfolgte Whistleblower! Der Hintergrund dafür ist auch von klar politischer Natur und nicht aufgrund der Info und das ist genauso verwerflich! Und ja, Präsidenten telefonieren miteinander und ja, es ist wohl nicht immer alles in Ordnung - wie im richtigen Leben!
  • bcZcity 01.10.2019 07:00
    Highlight Highlight Donald twittert Breitbart Umfragen? Wusste gar nicht dass man noch tiefer fallen kann. Hat der echt langsam Schiss? 👍
    • Basti Spiesser 01.10.2019 07:23
      Highlight Highlight Tiefer Fallen? Auf Breitbart Nivea war er doch schon vor seiner Wahl...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 01.10.2019 07:45
      Highlight Highlight Natürlich.
      Wieso sollte er auch sonst zu dieser Selbstberuhigung greifen?

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