International
USA

JD Vance vergleicht Donald Trump mit Nixon: «Es gibt eine Parallele»

epa13062006 US Vice President JD Vance listens as US President Donald Trump meets with Mark Rutte, Secretary General of the North Atlantic Treaty Organization (NATO), in the Oval Office of the White H ...
JD Vance relativiert Watergate-Skandal und spricht vom «Deep State».Bild: keystone

JD Vance vergleicht Donald Trump mit Nixon: «Es gibt eine Parallele»

Für JD Vance wäre der Watergate-Skandal heute kaum mehr als eine kurze Nachricht. Der US-Vizepräsident sieht Parallelen zwischen Richard Nixon und Donald Trump.
26.06.2026, 07:1626.06.2026, 07:16
Ein Artikel von
t-online

US-Vizepräsident JD Vance hat einen Vergleich zwischen Donald Trump und dem früheren Präsidenten Richard Nixon gezogen. Bei einer Veranstaltung in der Richard Nixon Presidential Library im kalifornischen Yorba Linda sagte Vance, die Watergate-Affäre würde in der heutigen Medienlandschaft kaum noch politische Folgen haben.

«Wenn Watergate morgen passieren würde, wäre das zwölf Stunden lang eine Story», sagte Vance. Die Vorstellung aber, dass ein solcher Skandal heute eine Präsidentschaft zu Fall bringen könne, sei «verrückt».

Watergate gilt als grösster politischer Skandal der US-Geschichte bis dato und führte 1974 zum Rücktritt Nixons – als bisher einziger US-Präsident. Auslöser der Affäre war der Einbruch in die Parteizentrale der Demokraten (im Watergate-Gebäude) durch Personen mit Verbindungen zu Nixons Wiederwahlkampagne.

Vance nutzt «Deep State»-Verschwörungserzählung

Vance zog zudem Parallelen zwischen Nixon und Trump. «Wenn man sich anschaut, wie der 'Deep State' Richard Nixon zu Fall gebracht hat, dann unterscheidet sich das nicht allzu sehr von dem, was dieselben Gruppen und Institutionen während der ersten Amtszeit Donald Trumps versucht haben. Es gibt eine Parallele», sagte der Republikaner. Mit «Deep State» bezeichnen Trump und seine Anhänger einen angeblichen «Staat im Staat», der politische Entscheidungen im Verborgenen steuere. Für die Existenz eines solchen Netzwerks gibt es keine Belege, Experten ordnen es als Verschwörungserzählung ein.

Historiker bewerten Watergate überwiegend als Beleg dafür, dass die demokratischen Kontrollmechanismen in den USA auch gegenüber einem amtierenden Präsidenten funktionieren. Trump und seine Verbündeten haben diese Sicht in den vergangenen Jahren wiederholt infrage gestellt. Trump selbst hatte erklärt, Nixon sei «vielleicht» schuldig gewesen.

Vance lobt Nixons Vermächtnis

Vance sprach sich dafür aus, Nixon stärker für dessen aussenpolitische Leistungen zu würdigen. Dessen Vermächtnis erlebe zu Recht eine «kleine Renaissance», sagte er mit Verweis auf die Annäherung an China und die Bemühungen um ein Ende des Vietnamkriegs. Nixon sei ein «politisches Genie».

Dabei zog Vance auch einen Vergleich zu seiner eigenen Laufbahn. «Junger Senator. Vizepräsident. Schreibt Bestseller. Wird von den Medien gehasst», sagte er. «Klingt irgendwie nach JD Vance.» Beobachter sehen den Vizepräsidenten als möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten für die Wahl 2028.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das waren die unbeliebtesten US-Präsidenten
1 / 16
Das waren die unbeliebtesten US-Präsidenten
Waaas? Kennedy? Natürlich nicht! Wir beginnen mit dem Beliebtesten! John F. Kennedy, ausgerechnet er, der 1963 Opfer eines Attentats wurde, war der beliebteste US-Präsident aller Zeiten.
quelle: epa / abbie rowe / national park service handout
Auf Facebook teilenAuf X teilen
JD Vance kritisiert die Aussagen des Papst
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Fitzek reicht alten Bestseller ein – doch Verlage lehnen ab
Der Psychothriller-Autor Sebastian Fitzek (55) hat seinen ersten Bestseller als Experiment erneut bei mehr als einem Dutzend Verlagen eingereicht – und wieder fast nur Absagen oder gar keine Reaktionen bekommen. Er habe sein Krimi-Debüt «Die Therapie» unter anderem Namen und mit anderem Titel genau den 15 Verlagen geschickt, denen er es 2002 bereits gegeben hatte, wie er bei der «NDR-Talkshow» in Hamburg sagte.
Zur Story