Trump gegen Carlson: «Er ist nicht MAGA»
Als «absolut widerlich und böse» hatte Tucker Carlson Trumps Vorgehen im Iran bezeichnet. Schon vor dem Angriff am Samstag hatte er vor einem Krieg gewarnt, da dieser der Wirtschaft schade und Leben riskiere. Auch andere Mitglieder des rechten Lagers kritisierten die Beteiligung der USA am Konflikt.
Am Montag legte Carlson nochmals nach. «Das ist Israels Krieg, nicht jener der Vereinigten Staaten», sagte er in seinem Podcast. Der Krieg diene nicht dazu, die Sicherheit der USA zu erhöhen oder sie reicher zu machen.
Nun hat Trump auf die Kritik seines einstigen Anhängers reagiert. «Tucker ist vom Weg abgekommen», sagte er laut The Independent. «Ich weiss das schon lange. Und er ist nicht MAGA.» Denn das sei, das Land zu retten, es wieder gross zu machen und es bedeute America First. «Tucker ist nichts davon. Er ist echt nicht schlau genug, das zu verstehen», sagte Trump.
Eine toxische Beziehung
Auch die rechtsextreme Aktivistin Laura Loomer teilte gegen Carlson aus. Tucker mische sich aktiv für das iranische Regime ein und «versucht, die MAGA-Basis von innen heraus zu spalten».
Dennoch scheint Carlson noch nicht ganz mit Trump und MAGA (Make America Great Again) abgeschlossen zu haben. Vielmehr stellt er den Streit als eine Art toxische Hassliebe dar. «Es gibt Zeiten, in denen mich Trump ärgert, gerade jetzt ist definitiv eine davon. Aber ich werde ihn immer lieben, egal was er über mich sagt», sagte er gegenüber einem Journalisten.
Uneinigkeit im rechten Lager
Dennoch ist Carlson mit seinem Standpunkt nicht allein unter den Konservativen in den USA. Auch Marjorie Taylor Greene, die einst Teil der MAGA-Bewegung war und mittlerweile mit Trump gebrochen hat, kritisierte, dass die USA im Iran-Krieg mitmischen. Andere konservative Republikaner taten es ihr in den letzten Tagen gleich – und fügten der MAGA-Bewegung damit weitere Risse hinzu. (vro)
