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epa07261770 A handout image provided by the China National Space Administration (CNSA) on 04 January 2019 shows the lunar rover Yutu-2 or Jade Rabbit 2 on the far side of the moon taken by China's Chang'e-4 lunar probe on 03 January 2019. China's Chang'e-4 lunar probe made the historic first ever soft landing on the far side of the moon on 03 January 2019 at 10.26am Beijing time (0226 GMT). It is the first spacecraft soft-landing on the moon's uncharted side that was never explored or visible from Earth.  EPA/CNSA / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Das Roboterfahrzeug «Jadehase 2» auf dem Weg zur ersten Mission auf der Rückseite des Mondes. Bild: EPA/China National Space Administrat

Analyse

China landet hinter dem Mond und der Westen (inklusive Schweiz) steht still

Shutdown in den USA, Brexit-Chaos, Blockade im Verhältnis Schweiz-EU: Der Westen gibt zu Beginn des Jahres 2019 ein bedenkliches Bild ab. Während China vollendete Tatsachen schafft.



Das neue Jahr begann mit einer Art Sternstunde: Am 3. Januar landete erstmals eine Sonde auf der «dunklen» Seite des Mondes. Es war ein Coup für das chinesische Raumfahrtprogramm. Fast genau 40 Jahre nach Beginn der Reformpolitik unterstrichen Chinas Kommunisten ihren Anspruch, in Wirtschaft und Technologie zur führenden Weltmacht aufzusteigen.

In den Medien war die Rede von einem neuen Sputnik-Moment. Gemeint ist der erste künstliche Erdsatellit, den die Sowjetunion 1957 ins All befördert hatte. Auch dies war ein Coup, der den Westen und besonders die USA in Aufregung versetzte. Und den Wettlauf zum Mond lancierte.

epa07268421 A barricade is seen on the grouds of the the US Capitol Building in Washington, DC, USA, 07 January 2019. A partial shutdown of the US federal government continues since Congress and Trump failed to strike a deal before a 22 December 2018 funding deadine due to differences regarding border security. This shutdown, which has become the second-longest in US history, has affected about 800,000 federal workers. About 380,000 federal workers have been furloughed and an additional 420,000 have been working without knowing when they will next be paid. The National Park Service has said it will take funds from entrance fees to pay for cleaning up overflowing trash, patroling of parks and other services.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Die USA sind durch den Shutdown blockiert. Bild: EPA/EPA

Und heute? Die «Mondlandung» zeigt, dass China längst nicht mehr (nur) das aufstrebende Land ist, das die Welt mit billiger Ware überschwemmt. Sondern sich zu einer ernstzunehmenden Hightech-Nation entwickelt, die besonders bei der Künstlichen Intelligenz rasante Fortschritte macht. Dies wurde durchaus zur Kenntnis genommen, mehr aber nicht.

Denn der Westen ist zu Beginn dieses Jahres mit sich selbst beschäftigt.

Die USA sind durch in einen bizarren Streit um eine «Mauer» an der Grenze zu Mexiko blockiert. Präsident Donald Trump und die Demokraten haben sich in ihren Positionen eingegraben und nehmen einen teilweisen Stillstand der Bundesverwaltung in Kauf. Der Shutdown dauert schon mehr als 20 Tage und schadet zunehmend der Wirtschaft.

In Grossbritannien bahnt sich ein noch gröberes Desaster an. Das Königreich steuert auf einen ungeregelten Austritt aus der Europäischen Union am 29. März zu. Die Wirtschaft warnt vor gravierenden Auswirkungen, doch das politische Establishment hinterlässt einen heillos überforderten Eindruck. Mit dem Brexit vor Augen wirkt das stolze Britannien wie gelähmt.

«Während die Chinesen auf der Rückseite des Mondes landen, nageln sich USA wie Grossbritannien die eigenen Füsse auf der Erde fest», heisst es in einer Analyse der Tamedia-Zeitungen. Die Schweiz allerdings macht es keinen Deut besser. Sie ist offenbar bereit, sehenden Auges in einen Konflikt mit ihrem wichtigsten Handelspartner hineinzulaufen.

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Video: watson

Die Debatte um das Rahmenabkommen mit der EU verläuft vielleicht ein wenig zivilisierter als die wüsten Streitereien in Grossbritannien und den USA. Aber sie ist nicht weniger irrational. Man schwadroniert über Nachverhandlungen und redet die Konsequenzen eines Scheiterns klein. Es werde «ein bisschen schütteln», meinte SP-Präsident Christian Levrat am Montag vor den Medien.

Rückwärtsgewandte Träume

Anderswo gibt der Westen ebenfalls Anlass zur Sorge. In Frankreich gefährden die Proteste der «Gilets Jaunes» die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron. In Italien und anderen Ländern sitzen Populisten und Nationalisten an den Schalthebeln der Macht. Und Deutschland droht vor lauter Selbstzufriedenheit über seine Exporterfolge den Anschluss an die Zukunft zu verpassen.

Im Westen herrscht derzeit eine toxische Mischung aus Überheblichkeit und Selbstbezogenheit, gepaart mit der Hoffnung, es komme schon irgendwie gut. Während hungrige Aufsteiger wie China vollendete Tatsachen schaffen, träumt man von der Rückkehr zu alter Grösse.

Zurück an die Spitze

Mit «Make America Great Again» hat Donald Trump 2016 die Wahl gewonnen. Seine Rezepte sind Handelskriege und die Förderung abgetakelter Wirtschaftszweige wie der Kohlebranche. Die Brexit-Hardliner schwelgen in imperialen Fantasien. Für sie wartet die Welt nur darauf, mit dem Königreich Handelsverträge abzuschliessen, wenn es von den «Fesseln» der EU befreit ist.

FILE - In this Oct. 21, 2016, file photo, Chinese students work on the Ares, a humanoid bipedal robot designed by them with fundings from a Shanghai investment company, displayed during the World Robot Conference in Beijing. U.S. officials have a name for their frustration with Beijing’s technology ambitions: “Made in China 2025.” Issued in 2015, it calls for China to develop its own global competitors in fields from information technology to electric cars to pharmaceuticals.(AP Photo/Ng Han Guan, File)

China will zum technologischen Weltmarktführer werden. Bild: AP/AP

Diese Selbstüberschätzung ist paradox. Indien hat auf die Avancen der einstigen Kolonialmacht bislang kühl reagiert. Auch die Chinesen haben ihre Demütigung durch das Empire nie vergessen. Es hatte sie im ersten Opiumkrieg in den 1840er Jahren besiegt und ihnen den Drogenhandel aufgezwungen. Für die stolze Weltmacht China war es der Beginn eines dunklen Zeitalters.

Nun will sie dorthin zurück, wo sie gemäss ihrem Selbstverständnis hingehört: An die Spitze. So strebt es Staatspräsident Xi Jinping mit seiner Agenda «Made in China 2025» an.

Multipolare Weltordnung

Sie ist den USA ein Dorn im Auge. Donald Trump zielt mit seinen Strafzöllen nicht nur auf die chinesischen Handelsüberschüsse, sondern auch auf die Bestrebungen im Technologiesektor. Die Chinesen sind nicht mehr nur Kopisten, sondern entwickeln im Bereich der Künstlichen Intelligenz immer mehr eigene Innovationen, womit sie die Dominanz des Silicon Valley herausfordern.

Muss man sich also mit den Niedergang des Westens abfinden? Wird das 21. Jahrhundert definitiv ein asiatisches? Müssen wir Chinesisch lernen? Nicht unbedingt. Die neue Weltordnung ist multipolar, ohne klaren Dominator. Denn die Chinesen kochen auch nur mit Wasser. Bei ihnen ist manches oft mehr Schein als Sein. So konnte der Genforscher He Jiankui bislang nicht den geringsten Beweis für seine angeblichen Manipulationen an zwei Embryos erbringen.

Demokratie hat nicht ausgedient

Ein weiteres Problem ist die Systemfrage. China hat sich der politischen Öffnung verweigert. Der Westen schaut teilweise bewundernd auf die Möglichkeit des autoritären Staates, Dinge ohne lästige Opposition sehr schnell zu realisieren. Die Kehrseite eines Systems ohne Checks and Balances aber sind Korruption und Verantwortungslosigkeit. Man kann sich fragen, ob das gut gehen wird.

ARCHIVBILD ZUR ZUSTIMMUNG DER UEBERNAHME VON SYNGENTA DURCH CHEMCHINA DURCH DIE AKTIONAERE, AM FREITAG, 5. MAI 2017 - Une enseigne Syngenta est photographie ce jeudi 7 mai 2015, sur le site chimique de la ville de Monthey. Syngenta Monthey annonce ce jeudi 7 mai 2015 l’arret de ses activites de formulation et de conditionnement a la fin 2016. A termes, ces activites seront deslocalisees vers des fournisseurs tiers. 116 postes de travail seront supprimes, delocalises ou procederont a des retraites anticipees. (KEYSTONE/Maxime Schmid)

Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta wurde von ChemChina übernommen. Bild: KEYSTONE

Der Westen hat keinen Grund, sich von China ins Bockshorn jagen zu lassen. Das demokratische System hat nicht ausgedient. Allerdings muss er zur Einsicht gelangen, dass Nostalgie nach der vermeintlich guten alten Zeit und Selbstbezogenheit keine Rezepte für die Zukunft sind. Es gilt, die Kräfte zu bündeln und mit- statt gegeneinander zu arbeiten.

Dem chinesischen Expansionsstreben darf man dabei ruhig mit mehr Selbstbewusstsein und weniger Unterwürfigkeit begegnen. Das gilt etwa für die Übernahme westlicher Firmen. Gerade die Schweiz verhält sich in dieser Hinsicht blauäugig. Xi Jinpings Bekenntnis zum Freihandel am Davoser WEF 2017 war angesichts seines eigenen Protektionismus ziemlich heuchlerisch.

Chinas Mondmission erzeugt Bewunderung. Wer hinter dem Mond lebt, verpasst jedoch den Anschluss an die Zukunft. Der Westen kann beweisen, dass es anders geht. Wenn er will.

Derweil, in der Donald-Trump-Fasnachtsmasken-Fabrik in China ...

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 13.01.2019 14:26
    Highlight Highlight China hat rund doppelt so viele Einwohner wie Europa. Es zeichnet sich durch arbeitswillige, intelligente und sehr ehrgeizige Einwohner aus. Der Erfolg des Landes ist wichtiger als der Persönliche. Interne Konflikte und Wünsche werden im Keim erstickt, das Volk wird zum Erfolg gezwungen.
  • Toerpe Zwerg 13.01.2019 00:01
    Highlight Highlight Während die Chinesen auf dem Mond landen, kurvte die NASA erstmals von 20 Jahren (!) und ununterbrochen während 14 Jahren bis letzten Sommer mit Rovern auf dem Mars herum und hat vor wenigen Wochen erneut eine Sonde auf dem Mars abgesetzt. SpaceX verwendet routinemässig Raketen mehrfach und wird ebenfalls bald zum Mars aufbrechen.

    Aber diese naheliegenden Vergleiche hätten den Spin des Artikels zerstört, gell Herr Blunschi.
    • Jättelattejaterö 13.01.2019 22:24
      Highlight Highlight Die NASA beliefert momentan alles im Weltraum mit russischen Raketen über Ex- russische Länder. Warum erwähnen Sie das nicht? Zurzeit fliegt die NASA gar nichts vom Cape in Florida. Aber Träume sind auch Schäume.
    • Toerpe Zwerg 14.01.2019 11:15
      Highlight Highlight Das ist falsch. Einzig für bemannte Flüge greift die NASA noch wenige Jahre auf Russische Dienstleistungen zurück.
  • My Senf 12.01.2019 22:10
    Highlight Highlight Solange Chinesen all das machen um dem „Westen“ etwas zu beweisen sind sie nicht wirklich ernst zu nehmen, weltpolitisch jetzt
    Denn es ist immer noch so, dass die meisten Chinesen so wie wir leben wollen. Ich persönlich kenne niemanden hier der gerne eher wie die Chinesen leben will...
    • bebby 14.01.2019 06:37
      Highlight Highlight Was nichts daran ändert, dass es bei uns immer mehr Leute gibt, die, anstatt über die Verteilung zu reden, lieber unseren ganzen Kuchen kleiner machen wollen...ganz links wie ganz rechts. Und das Verständnis für Rechtsstaat und Demokratie ist in diesen Kreisen auch sehr bedenklich.
  • Domino 12.01.2019 21:39
    Highlight Highlight China forscht mit hochdruck auch an gen4 AKW und hat diverse Testreaktoren in Betrieb (u.a. Thorium-Flüssigsalzreaktoren) . Wir sind mindestens 10 Jahre hintendrein und versuchens mit unregelmässigem und teuren Solarstrom und Windrädli. 50 Jahre verpennt wegen der alten Atomlobby und Umweltaktivisten. Wir wären schon lange von Erdöl und Gas unabhängig.
    • bebby 14.01.2019 08:22
      Highlight Highlight Die Schweiz hat jahrzehnte lang ein vielfaches in die Nuklearforschung investiert und hat bis heute keine Lösung für die Entsorgung des Abfalls ausser lagern und verbuddeln ... und in China dominiert immer noch die Kohle, wenn schon dann wird Gas und Solar in China zulegen, relativ zum Rest, aber Kohle hat es mehr als genug.
      Wenn Sie unbedingt ein akw wollen, dann nehmen Sie doch bitte noch den Abfall in ihren Garten mit:-)
    • Domino 14.01.2019 11:05
      Highlight Highlight In der Thorium-Reihe enteht anders als bei der Uran-Reihe kein Waffenfähiges Material. Darum wurde da kaum geforscht. Thorium-Flüssigsalzreaktoren können einen grossen Teil der heutigen radioaktiven Abfälle in Energie umwandeln. Informieren Sie sich bitte.
      Benutzer Bild
  • Grohenloh 12.01.2019 20:54
    Highlight Highlight Vorallem hier in der Schweiz können wir etwas machen. Alles andere ist Theorie.

    Wir werden uns bald mit der Ablehnung des Rahmenabkommens mit der EU völlig unnötigerweise in eine viel schlechtere Position bringen als es nötig wäre.

    Wir leben vom Export! Das ist doch offensichtlich. Wie können wir gefährden, dass wir ohne finanzielle und technische Hindernisse in den grössten Binnenmarkt der Welt exportieren können, ohne die Fesseln einer EU-Mitgliedschaft anlegen zu müssen? Ich kann das nicht verstehen! Bald werden wir, um nach Frankreich zu reisen, einen Pass benötigen.
  • EnnoConda 12.01.2019 20:18
    Highlight Highlight Naja die Chinesen haben immerhin 50 Jahre Verspätung mit der Mondlandung. Hoffen wir mal, dass die Europäer und die Amis sich finden und den Chinesen endlich faire Handelspraktiken aufzwingen. Ich sehe an diesem Land nichts Bewundernswertes und Imperien hatten auf den Rest immer eine mystische Anziehungskraft...Beim Thema China dürfte dieses Gefühl bei den wenigsten aufkommen.
  • paco95 12.01.2019 19:18
    Highlight Highlight Der Westen steht doch nicht still.. Nur weil die Politikerköpfe sich nicht einigen, heisst das nicht, dass die westlichen Forschungseinrichtungen, welche die Fortschritte überhaupt ermöglichen, ebenfalls auf stur stellen. Da wird rege geforscht und geprobt da haben die Politiker wenig Einfluss darauf, einen wirklichen Mehrwert bringen die eh nicht.
  • Triumvir 12.01.2019 19:10
    Highlight Highlight Ich war kürzlich in China und halte fest: dass sich Europa und die USA ziemlich warm anziehen müssen, wenn sie mit diesem riesen Reich und ihren sehr motivierten und disziplinierten Staatsbürgern/innen mithalten wollen...
    • roger.schmid 12.01.2019 20:25
      Highlight Highlight Wenn man in einem Konzentrationslager verschwindet, wenn man nicht "diszipliniert" ist, sind wohl die meisten durch die Totalüberwachung "motiviert"..

      Nein danke. Ziehen wir uns lieber warm an und verteidigen die liberale Demokratie. Anstatt wie eine Ameise der allmächtigen Partei zu dienen.
    • Güsäheini 12.01.2019 20:27
      Highlight Highlight Disziplin und Motivation ist keine Innovation!
  • vescovo 12.01.2019 19:07
    Highlight Highlight Eine Sonde auf die Rückseite des Mondes schicken ist Know-How, das die NASA, ESA, ja sogar die Russen bereits seit Jahrzehnten haben.
    Klar ist es schwerer, eine Gesellschaft weiterzubringen, in der nicht ein einziger Diktator zu sagen hat. Aber auch die Chinesen werden sich nicht ewig von ihrer Regierung unterdrücken lassen.
    • Maya Eldorado 12.01.2019 21:55
      Highlight Highlight Ja, die Chinesen sagen, dass sie auf dem Mond waren. --------- Aber waren sie da wirklich auch?
      Mit Photoshop lässt sich vieles konstruieren.....
    • Stichelei 12.01.2019 23:48
      Highlight Highlight @Maya: Aber bitte nicht auch noch behaupten, die Erde sei eh eine Scheibe 🤦‍♂️
    • MaskedGaijin 13.01.2019 02:57
      Highlight Highlight "Die Erde ist ein Reiskorn."

      Konfuzius, 1968
    Weitere Antworten anzeigen
  • zeitgeist 12.01.2019 19:02
    Highlight Highlight Die Zeiten ändern sich...
  • rodolofo 12.01.2019 18:02
    Highlight Highlight Wer will denn auf die Rückseite des Mondes?
    Von da siehst Du ja die Erde nicht!
    Aber technisch ist das sicher eine grosse Meisterleistung der Chinesischen Streber-Nerds. Glatulation!
    Und was den sogenannten "Stillstand" in den westlichen Demokratien mit ihren politisch "gespaltenen" Gesellschaften" angeht, die kein Indianer-Ehrenwort mehr geben können, weil sie "mit gespaltener Zunge" sprechen, möchte ich Allen hier Mut machen!
    Muss es denn immer vorwärts gehen?!
    Warum nicht einmal inne halten und IN DIE TIEFE gehen?
    Qualität, anstatt Quantität!
    EMOTIONALE Intelligenz, inklusive Mitgefühl.
    • Grohenloh 12.01.2019 20:49
      Highlight Highlight rodolfo:
      Es geht bei den Menschen seit ca. 10'000 Jahren vorwärts. Immer wenn es nicht vorwärts ging verhungerten und erfroren die Menschen. Was Sie sagen ist romantische Phantasiererei. Es leben immer mehr Menschen auf der Erde. Die müssen sich ernähren können. Das bedingt Effizienzsteigerung in allen Bereichen (mehr Produktivität).

      Alles andere bedeutet unendlich viel Leid.

      Nur weil es in Europa in den letzten Jahrhunderten vorwärtsgegangen ist, geht es uns so gut. Oder wollen Sie 14 Stunden am Tag mit miesem Job ums Überleben kämpfen? Wollen Sie eine Perspektive für Ihre Kinder?
    • rodolofo 13.01.2019 09:54
      Highlight Highlight @ Grohenloh
      Das ist wieder mal die typisch christlich-POSITIVE Verdrängungs-Kunst!
      Natürlich gibt es sehr viel Erfreuliches auf dieser Welt, und ich als rundum zufriedener Schweizer Wonneproppen möchte auf keinen Fall zurückgebeamt werden in das Schweizer Armenhaus des Frühkapitalismus!
      ABER es gibt eben auch die RÜCKSEITE der "Erfolgsgeschichte Industrialisierung"!
      Und die sieht KATASTROPHAL aus!!!
      Reden Sie mit MigrantInnen aus 3.Welt-Ländern!
      Alle werden Ihnen Horrorgeschichten erzählen von Krieg, Raubbau, Verwüstung, Willkür-Herrschaft und Umweltzerstörung!
      DA wird es IMMER SCHLIMMER!
  • Albert J. Katzenellenbogen 12.01.2019 17:50
    Highlight Highlight Sucht. Die. Fahne!
  • Der Tom 12.01.2019 17:21
    Highlight Highlight Die Chinesen versuchen uns zu verstehen. Dazu sind sie hinter den Mond gereist.
    • Spooky 12.01.2019 18:25
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • N. Y. P. 12.01.2019 17:18
    Highlight Highlight Die Schweiz allerdings macht es keinen Deut besser. Sie ist offenbar bereit, sehenden Auges in einen Konflikt mit ihrem wichtigsten Handelspartner hineinzulaufen.
    (text)

    Gut Ding will Weile haben.

    Das Rahmabkommen kann warten.

    Item. Zum Thema :

    Das Gebahren der Chinesen ist mir gar und gar unsympathisch. Sie taugen nicht zu Vorbildern. Alles zusammenklauen. Alles kopieren.

    Und wir Blödmänner im Westen schauen diesem Treiben noch zu. Nein, wir hofieren sogar den Machthabern.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 12.01.2019 16:25
    Highlight Highlight "Im Westen herrscht derzeit eine toxische Mischung aus Überheblichkeit und Selbstbezogenheit, gepaart mit der Hoffnung, es komme schon irgendwie gut. Während hungrige Aufsteiger wie China vollendete Tatsachen schaffen, träumt man von der Rückkehr zu alter Grösse."
    Der Westen ist dekadent und überheblich geworden.
    Alle grösseren Hochkulturen lebten in einem solchen Modus wenn sie das Zenit überschritten hatten und noch gar nicht merkten, dass es abwärts geht.
    Gemessen an der Zeit ihrer Existenz gings meistens extrem schnell bergab.
  • Bav 12.01.2019 16:18
    Highlight Highlight Wieso als erste hinter dem Mond? Da sind die Amis mit Trump schon lange.
  • Cédric Wermutstropfen 12.01.2019 16:10
    Highlight Highlight Ein sehr gelungener Artikel, nur schade, dass er nicht noch ausführlicher ist. Ich wünsche mir mehr Artikel bzgl. dieser Thematik und weniger à la Trump hat dies und das getwittert.
  • roger.schmid 12.01.2019 16:06
    Highlight Highlight "Wird das 21. Jahrhundert definitiv ein asiatisches? "

    Solange es eine Diktatur wie die chinesische ist, die religiöse Minderheiten in Lager steckt und Menschen auf Schritt und tritt überwacht und kontrolliert, hoffe ich dies nicht..
    • roger.schmid 13.01.2019 14:56
      Highlight Highlight Aha, der obligatorische Whataboutism..

      In Westeuropa werden religiöse Minderheiten nicht systematisch in Lager gesperrt wie die Uiguren in China und Buddhisten in Tibet.

      Und die Überwachung ist nicht gezielt auf Oppositionelle ausgerichtet.

      Beides ziemlich grosse Unterschiede.
  • FrancoL 12.01.2019 16:05
    Highlight Highlight Blunschi zum Schluss:
    "Chinas Mondmission erzeugt Bewunderung. Wer hinter dem Mond lebt, verpasst jedoch den Anschluss an die Zukunft. Der Westen kann beweisen, dass es anders geht. Wenn er will."

    Ich bin mir nicht so sicher, ob die beiden Schlusssätze die ich noch vor 20 Jahren unterschreiben hätte, wirklich heute auch noch so gelten.
    Ich befürchte eher, dass der Westen und vor allem auch Europa mit ihren vielen kleinen und grösseren Ideologiekämpfen viel Kraft verpufft OHNE dass die Restkraft wirklich für die unbedingt nötige Reaktion noch genügt.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 12.01.2019 16:18
      Highlight Highlight Ich denke eher das die Chinesen dem Spruch "Hinter dem Mond" neu einen Positiven Charakter verpasst haben
    • FrancoL 12.01.2019 16:48
      Highlight Highlight Das kann daraus sein.
    • Triple A 12.01.2019 18:34
      Highlight Highlight Phantasie und Kreativität gibt es nur in einer freien Gesellschaft! Die Heterogenität des Westens inkl. jenem in der Schweiz sind deshalb kein Nachteil sondern ein Joker!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 12.01.2019 16:01
    Highlight Highlight Mir ist es so egal, woher die Menschen stammen, die Weltraum-Forschung betreiben; Hauptsache ist, dass es wenigstens jemand tut und nicht die ganze Spezies sich in einer (mentalen) Starre befindet. Jede Erkenntnis, egal wie klein sie sein mag, bringt uns weiter und wird uns irgendwann einmal den Arsch retten.
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