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So bringen Passagiere Flugbegleiter auf die Palme

24.03.2021, Schoenefeld, Brandenburg, GER - Flugbegleiterin geht waehrend der Coronapandemie in einer Flugzeugkabine mit Mund-Nasen-Schutz durch die Sitzreihen. Alltag, Brandenburg, Coronaepidemie, Co ...
Cola light? Mit diesen Punkten haben Flugbegleiter zu kämpfen. Bild: www.imago-images.de

So bringen wir Passagiere die Flugbegleiter auf die Palme

Das Flugzeug als Mülleimer benutzen oder sich vor Beendigung des Fluges vom Platz erheben: So bringen Passagiere Flugbegleiter auf die Palme.
08.08.2026, 17:0008.08.2026, 17:00
Sandra Simonsen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Stewards und Stewardessen sind immer freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. Doch an manchen Punkten hört auch ihre Toleranz auf. Dann nämlich, wenn sich Fluggäste daneben benehmen, während der Pandemie ihre Maske nicht oder nicht richtig tragen oder die Arbeit der Flugbegleiter unnötig schwerer machen. Zu den nervigsten Verhaltensweisen zählen folgende:

Witze über die Sicherheitsvorkehrungen machen

Nicht nur Vielflieger kennen die Gesten und Sätze zur Genüge, mit denen Flugbegleiter die Sicherheitsmassnahmen, Notausgänge sowie Rettungswesten vorstellen.

Aber auch viele Flugbegleiter selbst kommen sich ein wenig albern vor, wenn sie vier Finger heben oder vormachen, wie die Schwimmwesten aufgeblasen werden. Dass Passagiere ihre Gesten imitieren oder sich darüber lustig machen, führt dann logischerweise nicht gerade zu besserer Laune.

Kopfhörer nicht herausnehmen und das Personal ignorieren

Musik hören, Filme schauen, Podcasts verfolgen: Mittlerweile hat fast jeder ständig Kopfhörer auf oder in den Ohren und kann seine Umwelt so ganz wunderbar ausblenden. Leider auch dann, wenn es eigentlich wichtig wäre, zuzuhören oder andere Menschen zu beachten.

Es ist nicht nur unhöflich, Flugbegleiter beispielsweise beim Ein- und Aussteigen zu ignorieren und weder zu begrüssen noch zu verabschieden. Geht es um wichtige Themen wie die Sicherheitsvorschriften oder auch nur die Frage danach, was du essen oder trinken möchtest, solltest du in jedem Fall die Kopfhörer herausnehmen und dem Personal Aufmerksamkeit schenken.

Konflikte nicht selbst klären können

Dein Sitznachbar hört so laut Musik, dass du beinahe mitsingen könntest? Oder dein Hintermann ruckelt ständig an deinem Sitz? Dann suche am besten zunächst einmal selbst das Gespräch und versuche, das Problem zu lösen.

Flugbegleiter sind zwar für den Service an Bord zuständig, sie sind jedoch weder Kindergärtner noch Streitschlichter und sollten daher nicht für jeden kleinen Konflikt zu Rate gezogen werden.

Stewardessen berühren oder an der Kleidung ziehen

Der Flugbegleiter kommt an deinem Sitz vorbei und du hast einen dringenden Wunsch? Dann solltest du es auf jeden Fall vermeiden, nach dem Steward oder der Stewardess zu greifen, sie anzustupsen oder an ihrer Kleidung zu ziehen.

Eigentlich ist es ganz logisch, dass das keinem gefällt, auch Servicepersonal will so nicht behandelt werden. Eine höfliche Nachfrage «Entschuldigung/Verzeihung...» reicht in der Regel vollkommen aus, um die Aufmerksamkeit des Personals zu bekommen.

Den gesamten Gepäckraum beanspruchen

Einige Fluggäste nehmen ihr gesamtes Gepäck mit an Bord, um Kosten für die Kofferaufgabe zu sparen. Wenn sie dabei nicht bereits beim Check-in oder Boarding vom Bodenpersonal aufgehalten werden und Gebühren zahlen müssen, wartet das nächste Problem: Natürlich passt nicht alles in das Gepäckfach über dem eigenen Sitzplatz, einige Koffer passen sogar gar nicht in die Handgepäckfächer.

Dann beanspruchen viele den Platz der Sitznachbarn oder bringen ihr Gepäck gleich am Eingang des Flugzeugs unter, obwohl der eigene Sitzplatz zehn Reihen weiter hinten ist. Rund ums Gepäck gibt es sogar noch mehr Ärgernisse für das Flugpersonal: Viele weigern sich, ihre Sachen unter den Sitz des Vordermanns zu schieben, obwohl dieser Platz ebenfalls für Gepäck vorgesehen ist. Andere lassen ihr Gepäck von den Stewardessen verstauen, obwohl sie es genauso gut selbst machen könnten.

Den Durchgang versperren

Freier Platz wird in den Flugzeugen immer mehr eingeschränkt und manche Passagiere versuchen, ihren Sitzplatz zu vergrössern. Da gibt es Passagiere, die die Armlehnen für sich beanspruchen und damit ihre Nachbarn verärgern.

Oder solche, die ihre Beine in den Mittelgang strecken, so dass Stewardessen nicht mit ihrem Getränkewagen vorbeikommen. Sie entschuldigen sich nicht einmal, wenn jemand über sie stolpert, das sorgt natürlich für Ärger.

Die unerlaubte Nutzung von elektronischen Geräten

Auch wenn man heutzutage viele Geräte während des Fluges benutzen darf – Laptops, Smartphones und Tablets im Flugmodus – so gibt es doch Momente, in denen dies nicht erlaubt ist.

Immer wieder gibt es «besonders Clevere», die Vorschriften ignorieren und die den Flugbegleitern darüber hinaus Vorträge über die Funktionsweise «ihres» Gerätes halten und sich aufregen, wenn man sie auf die Vorschriften hinweist. Dass das nervt, kann sich wohl jeder gut vorstellen.

Genauso nervig ist es übrigens, wenn du nach einem stundenlangen Flug keine weiteren fünf Minuten abwarten kannst, bevor du den Flugmodus am Smartphone wieder deaktivierst. So kann in Einzelfällen die Technik des Flugzeugs sogar so gestört werden, dass es die endgültige Parkposition nicht problemlos einnehmen kann.

Sich vor Beendigung des Fluges vom Platz erheben

Eine weitere Frage der Geduld: Als müsste man nach einigen Stunden Flug plötzlich ganz dringend das Flugzeug verlassen, erheben sich die ersten Fluggäste bereits direkt nach der Landung.

Geschieht dies, solange die Motoren noch laufen, ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich, sodass die Flugbegleiter gezwungen sind, über den Lautsprecher darauf hinzuweisen, sich wieder hinzusetzen.

Übermässiger Gebrauch des Rufknopfs

In vielen Flugzeugen ist jeder Sitzplatz mit einer Taste ausgestattet, mit der du einen Flugbegleiter zu dich bitten kannst. Viele Passagiere nutzen diese allerdings in unangemessener Weise.

Sie verwechseln die Taste mit dem Lichtschalter, möchten ein Getränk bestellen, obwohl der Getränkewagen gerade erst vorbeigeschoben wurde, beschweren sich über die Temperatur, fragen, welche Region sie gerade überfliegen oder haben allerlei absurde Bitten.

Aufstehen oder auf die Toilette gehen, wenn es nicht erlaubt ist

Bei Turbulenzen, beim Start und bei der Landung ist es nicht erlaubt, sich von seinem Sitzplatz zu erheben. Aus gutem Grund.

Einige fühlen sich jedoch von diesem Verbot nicht angesprochen: Sie müssen plötzlich ganz dringend auf die Toilette, etwas aus ihrem Handgepäck heraussuchen oder sich mit einem Passagier fünf Reihen weiter hinten unterhalten. Das ist nicht nur störend, sondern kann mitunter auch gefährlich werden.

Das Flugzeug als Mülleimer benutzen

Während des Fluges kommt die Crew je nach Flugdauer ein oder mehrere Male vorbei, um Müll einzusammeln. Trotzdem gibt es immer wieder Passagiere, die Abfälle lieber in der Tasche an der Rückenlehne des Vordersitzes deponieren oder einfach auf den Boden werfen.

Wegen der kurzen Zeit zwischen zwei Flügen ist das Flugpersonal häufig auch für die Reinigung des Innenraums verantwortlich und es ist nicht besonders angenehm, Schokoriegelverpackungen, Chipstüten oder gar festgeklebte Kaugummis einzusammeln.

Softdrinks, vor allem Cola Light, bestellen

Auch, wenn dieses Ärgernis im Verhältnis eher klein und von keinem Gast beabsichtigt ist: Viele Flugbegleiter werden dich wohl innerlich verfluchen, wenn du ein Softgetränk oder etwas anderes mit Kohlensäure bestellen. Denn in einer Reisehöhe wie sie bei Flügen erreicht wird, schäumt die Kohlensäure und das Einschenken dauert deutlich länger und ist aufwendiger als üblich.

Besonders problematisch ist diese chemische Reaktion übrigens bei Cola Light. Vielleicht denkst du ja in Zukunft einmal mehr darüber nach, ob dir der Tomatensaft oder der Eistee nicht ohnehin lieber sind, zumal kohlensäurehaltige Getränke zusätzlich für Blähungen sorgen könnten, die sich in der Höhe noch verstärken.

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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Macca_the_Alpacca
08.08.2026 17:22registriert Oktober 2021
Das Ausgasen von Co2 aus dem Cola ist keine Chemische Reaktion sondern ein Physikalischer Vorgang.
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PeteZahad
08.08.2026 17:30registriert Februar 2014
Also bis auf den letzten Punkt wohl alles Sachen die man mit etwas "gesundem Menschenverstand " einhalten würde.
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code-e
08.08.2026 17:16registriert November 2018
Wenn man sie Stewart/Stewardess statt Flight Attendant nennt 🙈
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