Das sind die günstigsten Ferienländer für Schweizer
Länder in Europa stellen bei Herrn und Frau Schweizer immer noch die beliebtesten Feriendestinationen dar. Die Aufwertung des Frankens in den vergangenen Jahren tut da ihr Übriges.
Europareisen sind aber nicht generell günstiger geworden, denn die Veränderungen des Wechselkurses sind nur ein Faktor, der berücksichtigt wird. Wesentlich ist auch die Teuerung. Deshalb unterscheiden Fachleute zwischen dem nominalen und dem realen Wechselkurs.
Der nominale Wechselkurs gibt lediglich an, wie eine Währung in eine andere umgerechnet wird – also etwa, wie viele Euro ein Franken wert ist. Der reale Wechselkurs zeigt dagegen, was man sich mit diesem Geld tatsächlich leisten kann. Dafür werden die Preise in beiden Ländern miteinander verglichen.
Im Vergleich zum übrigen Europa fiel der Preisanstieg in der Schweiz seit 2019 am geringsten aus. Dadurch verteuerten sich Ferien hierzulande weniger stark als in vielen anderen Ländern. Günstiger geworden seien beispielsweise Ferien in Spanien, Frankreich und Norwegen, schreibt «Cash».
Unterschiedliche Teuerung
Die Schweiz verzeichnet per Ende Juni eine Jahresteuerung von 0,5 Prozent, in der Eurozone liegt sie durchschnittlich bei 2,8 Prozent. Die höchsten Inflationsraten gibt es bei Litauen (5,5 Prozent), Bulgarien (5,3 Prozent) und Kroatien (4,2 Prozent). Die niedrigsten bei Malta (1,9 Prozent), Estland und Frankreich (beide 2,0 Prozent).
Neben der Inflation und dem Wechselkurs beeinflusst auch das allgemeine Preisniveau die Ferienkosten. Zwar sind die Preise in Ländern wie Österreich und Kroatien zuletzt deutlich gestiegen, im Vergleich zur Schweiz sind sie aber nach wie vor moderat. Für Schweizerinnen und Schweizer bleiben Ferien dort deshalb weiterhin günstig. Eine Ausnahme bildet Island: Es ist das einzige europäische Land, in dem das Preisniveau über jenem der Schweiz liegt.
Die zuletzt stark gestiegenen Energiepreise haben die Ferien in vielen Ländern ausserhalb der Schweiz verteuert. Dazu gehören Spanien, Griechenland und Kroatien.
Die günstigsten Ferienländer
Durch die hohe Teuerung und den Währungszerfall ist die Türkei teurer geworden. Für Schweizerinnen und Schweizer bleibt das Land trotzdem am günstigsten. Danach kommen Portugal und Spanien.
Wer nicht ins Ausland will, könnte aber auch hierzulande auf attraktive Angebote stossen, denn seit März reisen deutlich weniger Touristen aus dem Nahen Osten und Asien in die Schweiz. Grund ist der Iran-Konflikt.
(kek)
