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Odyssee: Keine Influencer-Previews bei Christopher Nolans neuem Film

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Christopher Nolans «Die Odyssee» startet am 16. Juli 2026 in den Kinos.Bild: imago

Nach Kritik: Christopher Nolans «Die Odyssee» wird keine Influencer-Previews haben

Christopher Nolan und Universal gehen für die Premiere des Epos' «Die Odyssee» einen ungewöhnlichen Schritt und verzichten auf «Mundpropaganda-Vorführungen» für Influencer.
26.06.2026, 21:2226.06.2026, 21:22
Anika Jany / watson.de

Seit Monaten wird Christopher Nolans neues Film-Meisterwerk «Die Odyssee» heiss erwartet. Mittlerweile ist der Filmstart des Epos' nicht mal mehr einen Monat hin. Es wird also auch langsam Zeit für die ersten Pressevorführungen. Doch diese fallen für Nolans neuestes Projekt etwas anders aus als üblicherweise.

Während es normalerweise erst eine Pressevorführung für Influencer und Social-Media-Critics gibt, fallen diese bei «Die Odyssee» komplett weg. Stattdessen organisieren die Universal Studios nach seiner Weltpremiere am 6. Juli in London zunächst eine Vorführung für Filmkritikerinnen und Filmkritiker.

«Die Odyssee» verzichtet auf «Mundpropaganda-Vorführungen»

Die Pressevorführungen für Influencer werden in der Filmbranche auch «Mundpropaganda-Vorführungen» genannt. Der Grund: Die Influencer teilen nach der Vorführung scharenweise ihren ersten Eindruck des Films auf Social Media und machen somit Mundpropaganda für den Streifen.

Für Filme, die den Status eines Popcorn-Blockbusters anstreben, sind die Influencer-Vorführungen mittlerweile ein gängiges Verfahren.

Universal und Christopher Nolan entscheiden sich damit gegen den Trend, professionellen Kritikern zuvorzukommen und Fanseiten-Bloggern und Influencern zu erlauben, (oft sehr enthusiastische) Mini-Rezensionen auf Social Media zu veröffentlichen.

Kritik wegen Influencer-Vorführungen bei vergangenen Blockbustern

Die Entscheidung, professionellen Kritikerinnen und Kritikern den Vortritt bei «Die Odyssee» zu lassen, kommt in einer Zeit, in welcher an vielen Filmstudios schon Kritik für die sogenannten «Mundpropganda-Vorführungen» geäussert wurde.

So stand zuletzt Disney im Rahmen des Kinostarts von «The Mandalorian and Grogu» in der Kritik. Das Studio setzte für einen viralen PR-Gang im Disneyland Influencerinnen ein, die «unerwarteterweise» auf Pedro Pascal trafen. Auf Social Media wurde es aber so ausgelegt, als würde es sich um eine Gruppe ahnungsloser, normaler Touristen im Disneyland handeln.

Auch die überaus positiven Influencer-Bewertungen von Warner Bros' «Supergirl» stiessen auf starke Skepsis in den Online-Kreisen. Die offiziellen Kritiken auf Rotten Tomatoes fielen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 58 Prozent deutlich negativer aus.

Ob Film-Influencer nun an Einfluss verlieren werden, ist schwer zu sagen. Klar ist allerdings, dass Universal mit seinem Experiment für «Die Odyssee» eine neue Richtung für andere Studios angeben könnte.

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