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Spanien-Ferien: Diese Strand-Verbote kosten bis zu 3000 Euro Strafe

epa09237509 People enjoy a sunny day at La Barceloneta beach, in Barcelona, Spain, 30 May 2021. EPA/Quique Garcia
Der Barceloneta-Strand in Barcelona, Spanien, kennt auch strenge Regeln, was das Rauchen und Trinken angeht.Bild: keystone

Spanien-Verbot: Jeder Feriengast macht es – und riskiert 3000 Euro Strafe

Was in der Schweiz selbstverständlich ist, muss in anderen Ländern nicht einmal erlaubt sein. Doch viele Touristen wissen das nicht, verstossen ungewollt gegen Verbote – und müssen Strafe zahlen. In den Spanien-Ferien etwa sollte man einige Sonderregeln kennen.
21.06.2026, 21:1021.06.2026, 21:10
Dariusch Rimkus / watson.de

Sich am Strand genüsslich eine Kippe anzünden. Den Tag geniessen und beim Sandburgbauen das Kind in sich rauslassen. Ein kühles Bier trinken, stundenlang sonnen, danach schnell ins Wasser und – ach, es schaut doch eh niemand hin und wir sind schliesslich im Meer – das Bier wieder in die Natur bringen. Später an der Stranddusche mit dem nach Sommer duftenden Duschgel waschen.

Wer all das tut, hat wahrscheinlich einen tollen Urlaubstag genossen, hat sich an manchen Orten in Spanien jedoch gleich mehrfach strafbar gemacht. Im Zweifel drohen vierstellige Strafen.

Damit man als Feriengast nicht sein blaues Wunder erlebt, haben wir die wichtigsten und überraschendsten Verbote im beliebten Ferienland am Mittelmeer aufgelistet:

Ins Meer pinkeln

Eine sowieso schon umstrittene Praktik an Stränden ist das Pinkeln im Wasser. Für die einen ist es ein ekliges No-Go, für die anderen eine praktische Möglichkeit, keinen endlosen Weg zu einer echten Toilette gehen zu müssen.

Dennoch gilt es in mehreren spanischen Küstenstädten als Ordnungswidrigkeit. Die Stadt Vigo in Galicien hat das Urinieren im Meer oder am Strand verboten. Wer erwischt wird, zahlt dort bis zu 750 Euro.

Auch in Málaga gibt es laut «HNA» ein ähnliches Verbot, in der Stadt Marbella drohen bei Wiederholung sogar bis zu 3000 Euro Strafe.

FUENGIROLA, SPAIN - OCTOBER 9, 2021: Toilets on the beach in Fuengirola, located on the Costa del Sol, Andalusia, southern Spain
An vielen spanischen Stränden stehen solche Toilettenboxen.Bild: www.imago-images.de

Mit Shampoo oder Seife an Strandduschen duschen

Die Duschen an spanischen Stränden sind ausschliesslich zum Abspülen von Sand und Salzwasser gedacht. Die Verwendung von Shampoo, Duschgel oder Seife ist landesweit verboten, weil die Chemikalien ins Meer gelangen und die marine Umwelt schädigen. Strafe: bis zu 750 Euro.

Strandliegen mit Handtüchern reservieren

Alle Handtuch-Leger aufgepasst: Die klassische Frühaufsteher-Taktik – morgens um sechs ein Handtuch ausbreiten und dann frühstücken gehen – ist in immer mehr Küstenorten illegal.

Offiziell darf man sein Handtuch in Spanien laut «Costa Nachrichten» nicht in unter sechs Metern Entfernung zum Meer platzieren. Zusätzlich gehen viele Küstenorte auch darüber hinaus mit Verboten gegen die Handtuch-Manie vor, sammeln morgens verwahrloste Liegen, Sonnenschirme und Handtücher einfach ein. Strafen können im mittleren dreistelligen Bereich liegen.

Muscheln, Sand oder Steine vom Strand mitnehmen

Eine Handvoll Sand im Glas, ein paar hübsche Muscheln für die Fensterbank – klingt harmlos, ist aber seit einer Novellierung des spanischen Küstengesetzes 2017 verboten.

Kleinere Mengen dürften nicht überall geahndet werden, empfindlich wird es jedoch in manchen Regionen, besonders in Nationalparks. In den allerschlimmsten Fällen drohen Strafen von bis zu 60'000 Euro.

Der Strand von Ses Covetes mit dem Nationalpark Cabrera im Hintergrund, Gemeinde Campos, Mallorca, Balearen, Spanien Ses Covetes beach with the Cabrera National Park in the background, municipality of ...
In solchen Nationalparks wie dem Cabrera auf Mallorca drohen hohe Strafen.Bild: www.imago-images.de

Alkohol und Rauchen am Strand

Der «Botellón» – das gesellige Trinken auf öffentlichen Plätzen – ist in vielen Regionen Spaniens verboten, in Hochburgen wie Mallorca, Ibiza und Barcelona sind die Verbote besonders streng. Dort drohen Strafen im vierstelligen Bereich.

Parallel dazu gelten Rauchverbote an über 115 spanischen Stränden. Strafen: 30 Euro (Rauchen in Barcelona) bis zu 2000 Euro (Rauchen auf Mallorca).

Immer mehr Orte an Nord- und Ostsee verbieten das Rauchen am Strand mit messbarem Erfolg. Ein Rauchverbot an den Str�nden von Sylt gibt es nicht, stattdessen wird der Schwerpunkt auf die Strandreinigu ...
Falls man auf Mallorca den Strand so hinterlässt, kann es schnell sehr teuer werden.Bild: www.imago-images.de

Tauben (oder andere Tiere) in Innenstädten füttern

Was auf dem Markusplatz in Venedig längst bekannt ist, gilt auch in Spanien: In vielen Grossstädten ist das Füttern von Tauben in öffentlichen Räumen per Stadtverordnung verboten.

In Santa Cruz de Tenerife musste eine tierliebe Frau 2024 laut «Euro Weekly News» 1500 Euro Strafe zahlen, nachdem sie mehrfach gegen das Fütterverbot verstossen hatte.

Am Strand schlafen oder übernachten

Nach einem langen Abend einfach am Strand einzuschlafen und vom Sonnenaufgang geweckt zu werden, ist für viele zwar eine Traumvorstellung.

Dennoch ist es quasi in ganz Spanien verboten, weil es als Wildcampen gewertet wird – und das ist in Spanien verboten, egal ob mit Zelt, Schlafsack oder bloss auf dem Badetuch.

In Andalusien drohen laut «Costa del Sol Online» dafür etwa bis zu 1500 Euro Strafe. Das Verbot wird demnach nachts aktiv kontrolliert.

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Idealisst, Fabulisst, Alchemisst
21.06.2026 21:58registriert Januar 2014
Wie das Ins-Meer-pinkeln-Verbot kontrolliert wird, würde mich jetzt schon noch interessieren. Hat sich da der Verfasser dieses Gesetztes auch Gedanken dazu gemacht?
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G. Samsa
21.06.2026 23:33registriert März 2017
An die Zigarettenstummel im Sand erinnere ich mich noch sehr gut. Schön, dass das Rauchen am Strand mittlerweile verboten ist.
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Kolleg_Essig
22.06.2026 06:23registriert Mai 2016
(Fast) alles Dinge, die man schon aus Anstand nicht macht.
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