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Nonnamaxxing: Darum macht Gen Z Ferien wie ihre Grossmütter

Gen Z Nudelkurs Nonnamaxxing
Einen Pastakurs in den Ferien? Die Gen Z sagt: ja!Bild: Shutterstock

Nonnamaxxing: Warum die Gen Z Ferien macht wie Oma

Ob Pastakurse, Handwerk oder Stadtrundfahrten: Um Stress abzubauen, reist die Gen Z gerne wie ihre Grossmütter.
12.10.2026, 18:2612.10.2026, 18:26

Es klingt wieder wie ein kurzweiliger TikTok-Trend, ist aber schon eine kleine Bewegung: Nonnamaxxing. Der Name setzt sich aus Nonna, italienisch für Grossmutter, und -maxxing zusammen, also Maximierung. Der Trend beschreibt die Orientierung an traditionellen Gewohnheiten von Grossmüttern wie kochen, spazieren, handwerken oder Zeit mit der Familie verbringen. Dabei wichtig: so wenig Zeit mit dem Smartphone wie möglich verschwenden.

Diese Lebensweise für sich entdeckt haben die Gen Z und die Millennials. Anstelle ständig digital verfügbar zu sein und Leistung zu erbringen, setzten sie hier auf Entschleunigung und Stressabbau. Vor allem die italienischen Grossmütter sind Vorbild. Auf Social Media finden sich Hashtags wie #Grandmacore, welche Hunderte Millionen Aufrufe erzielen. Was sich zuerst im Alltag mit Stricken, Backen oder Gärtnern etabliert hat, ist nun auch aufs Reisen übergegangen, schreibt die BBC.

Reisen à la Oma

Neben dem Trend zu als altmodisch geltenden Aktivitäten buchen immer mehr Menschen auch Kurse, die von älteren Frauen geleitet werden. Den Pasta-Kochkurs gibt die italienische Nonna, die als Inbegriff der Expertin für italienische Küche gilt, den Thai-Massagekurs die thailändische Grossmutter. Auch traditionelle Handwerkskurse oder geführte Stadtrundgänge lassen sich mit Seniorinnen erleben.

Ein Beispiel sind Kochkurse bei italienischen Grossmüttern. Dabei lernen die Teilnehmenden nicht nur neue Fähigkeiten, sondern erhalten auch einen persönlichen Einblick in den Alltag einer Familie. Das macht die Erfahrung authentischer und persönlicher. Grossmütter verkörpern dabei eine besondere Mischung aus Strenge und Fürsorge: Sie geben ihr Wissen weiter, vermitteln Geborgenheit und strahlen eine beruhigende Sicherheit aus.

Dass italienische Grossmütter besonders gefragt sind, könnte auch mit der hohen Lebenserwartung in Italien zusammenhängen. Laut Statista gehört das Land zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung weltweit. Als mögliche Gründe kommen die entspannte Lebensweise, die Liebe zum Essen und der hohe Stellenwert der Familie infrage.

Mehr Suchanfragen für Oma-Reisen

Der Reiseanbieter GetYourGuide hat für seinen Trendbericht mehr als 8000 Reisende aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und den USA befragt. Dabei zeigte sich, dass 76 Prozent der befragten Gen-Zler sogenannte Oma-Reisen buchen. Beliebt sind dabei authentische Begegnungen, Traditionen und persönliche Geschichten.

Doch nicht nur die Jüngeren profitieren von diesem Austausch, sondern auch die Älteren. Die Psychologin und Autorin Terri Apter erklärt gegenüber der Zeitung, dass jüngere Menschen von der langjährigen Erfahrung der älteren Generation profitieren, während Grossmütter die Möglichkeit schätzen, sich einzubringen und ihre Fähigkeiten weiterzugeben.

Die Zeit mit jüngeren Menschen kann zudem gesundheitliche Vorteile haben. Dies bestätigt auch eine Studie im American Journal of Preventive Medicine: Menschen, die mehr als 100 Stunden pro Jahr ehrenamtlich tätig waren, waren im Durchschnitt optimistischer als Personen ohne entsprechendes Engagement.

(kek)

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