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Perfekt fürs Wochenende... Sidecar Cocktails! Vom Newsdesk eures Vertrauens getestet

Bild: emily/watson
Ein neuer Tag, ein neuer Artikel zu einem Cocktail-Klassiker! Heute: Der Sidecar!
23.11.2019, 16:0629.11.2019, 11:20

Rezept und Geschichte eines Cocktail-Klassikers – einer, der unbedingt wiederbelebt werden müsste! Los geht's:

Hier erst mal das Rezept

Bild: shutterstock
4 - 5 cl Cognac
2 cl Triple Sec (Cointreau, Grand Marnier etc.)
2 cl frisch gepresster Zitronensaft
Orangenzeste zum garnieren​
Cocktailglas mit Eis vorkühlen (oder gleich im Kühlfach). Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In das vorgekühlte Cocktailglas abseihen und mit einer Orangenzeste garnieren.

Hier noch mit Video:

Video: watson

Und wenn der Baroni das am Newsdesk hinkriegt (zugegebenermassen etwas schlampig), schafft ihr's zuhause locker!

Und woher stammt der Drink?

London. Oder Paris. Wie so oft gibt es da ein paar sich widersprechende Theorien.

Da wäre etwa das schicke Pariser Hotel Ritz, das Anspruch auf die Herkunft des Sidecars anmeldet. Doch die erste schriftliche Erwähnung findet sich in Robert Vermeires «Cocktails: How to Mix Them». Darin betont Vermeire, wie «besonders beliebt in Frankreich» der Drink sei, nennt aber «Pat McGarry, den beliebten Barkeeper im Buck's Club, London» als Erfinder.

Bild: amazon

Und einmal mehr taucht auch der Name Harry's New York Bar auf, die Pariser Bar, die auch den Bloody Mary, French 75 und Monkey Gland ihr eigen nennt. Dies, weil Besitzer und Namensgeber Harry MacElhone in seinem ebenfalls 1922 erschienen Buch «ABC of Mixing Cocktails» den Sidecar erwähnt. In frühen Ausgaben des Buchs nennt er Pat MacGarry als Erfinder, in späteren Ausgaben aber sich selbst.

Sowohl MacElhone als auch Vermiere geben das Rezept mit gleichen Teilen Cognac, Cointreau und Zitronensaft an, etwas, dass fortan als «französische Schule» bekannt ist. Die spätere «englische Schule», wie sie im «Savoy Cocktail Book» (1930) zu finden ist, entspricht dann dem heutigen Standard von zwei Teilen Cognac zu je einen Teil Cointreau und Zitronensaft.

Aber woher kommt dieser Name?

Okay, das ist einfach. Alle Quellen erwähnen einen US Army Captain, der in einem Motorradgespann aufkreuzte und dem Drink seinen Namen gab. Ob jetzt nun in London oder Paris ... ach, egal.

Aber eigentlich war der Brandy Crusta zuerst

Seit Anbeginn ist das Servieren von Sidecars in Gläsern mit Zuckerrand («Sidecar Up») belegt. Dies geht auf seine Verwandtschaft mit einem sehr, sehr alten Cocktail zurück: The Brandy Crusta, entstanden in den 1850ern im Vieux Carré von New Orleans.

5 cl Cognac
1 cl Orange Curaçao
1 cl frisch gepresster Zitronensaft
1 Schuss Maraschino
2 Tropfen Angostura Bitters
Etwas Zucker und Zitronen zum garnieren​
Zucker auf einen kleinen flachen Teller geben. Den Rand eines Weinglases (o.ä.) mit einem Zitronenschnitz benetzen und dann in den Zucker tupfen, sodass ein grosszügiger Zuckerrand entsteht. Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In das Glas abseihen und mit einer Zitronenzeste garnieren.

So und hier gibt's noch eine winterliche Variante

2 cl Klementinensaft (+ ein wenig für den Gläserrand)
Etwas Zimtpulver
5 cl Cognac
3 cl Martini Bianco
Zimt auf einem kleinen Teller etwas verteilen. Den Rand des Cocktailglases mit etwas Klementinensaft befeuchten und anschliessend das Glas umdrehen und im Zimt tunken. Die übrigen Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben, energisch schütteln und ins Zimtrand-Glas abgiessen.

Cheers allerseits!

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Video: watson

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