«Vorwürfe komplett erfunden»: Spahn geht wegen Drogengerüchten gegen Ski Aggu vor
CDU-Politiker Jens Spahn wehrt sich mit juristischen Mitteln gegen Drogengerüchte, die der Rapper Ski Aggu in einem Video in sozialen Medien über Spahn und dessen Ehemann Daniel Funke verbreitet. Unter einem X-Post mit dem Video schrieb Spahns Anwalt Ralf Höcker am Donnerstag: «Die in dem Video erhobenen Vorwürfe sind komplett frei erfunden. Wir haben das gestern Abend abgemahnt.» Nach Angaben der «Bild»-Zeitung will Spahn zusätzlich Anzeige gegen den Musiker erstatten.
In dem seit Mittwoch kursierenden Video behauptet Ski Aggu, er sei am Vorabend auf einer «Chem-Party» gewesen, also einer von chemischen Drogen befeuerten Sexparty. Dort habe er auch Spahn und dessen Ehemann gesehen, behauptet der Rapper weiter: «Und die haben die schlimmsten Bretter gezogen», so Ski Aggu, der mit bürgerlichem Namen August Jean Diederich heisst. Die Aussage bezieht sich mutmasslich auf den Konsum von Drogen durch die Nase. Der Rapper bekräftigt seine Aussage mit den Worten «ich schwöre».
Jetzt rudert Ski Aggu zurück
Wann und wo die angebliche Sexparty stattgefunden haben soll, lässt Ski Aggu offen. Noch in dem Video bittet der Musiker mehrfach, die Passage mit den Aussagen über Spahn herauszuschneiden. Inzwischen schrieb Ski Aggu selbst unter dem Beitrag mit dem Video: «Die erzählte Story im Video ist ausgedacht und dient nur zu Unterhaltungszwecken.»
Spahns Anwalt Höcker sagte «Bild»: «Das Ganze scheint ein sehr schlechter Scherz zu sein, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Wir haben Herrn Diederich bereits abgemahnt. Darüber hinaus stellen wir Strafanzeige wegen Verleumdung – sowohl gegen ihn als auch gegen denjenigen, der die Behauptungen weiterverbreitet hat und damit Geld verdient.»
Der Berliner Musiker Ski Aggu zählt zu den erfolgreichsten Rappern seiner Generation. Sein Markenzeichen sind grosse Skibrillen, mit denen er bei öffentlichen Auftritten sein Gesicht verdeckt.
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