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In der Nacht auf Sonntag sind am Aarauer Rave bei der Pferderennbahn Aarau Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Frau starb, 5 weitere Menschen wurden verletzt. Die Täterschaft konnte flüchten. Die Polizei informierte am Nachmittag über den aktuellen Stand.
30.08.2026, 13:4630.08.2026, 16:03
Über 12 Stunden sind vergangen, seit im Aarauer Schachen an einem Rave auf der Pferderennbahn Schüsse gefallen sind. Eine junge Frau kam dabei ums Leben, fünf weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Täterschaft konnte flüchten, seit den frühen Morgenstunden fahndet die Polizei nach ihr – bisher ohne Erfolg, wie Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, am Nachmittag vor den Medien erklärte. «Wir haben keine Kenntnisse darüber, wo sich die Täterschaft befinden könnte.»
Mittlerweile dürfte sie aber nicht mehr im Raum Aarau sein. Die Polizei geht nicht davon aus, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort wieder zur Gefahr werden könnte, sagt Graser.

Polizeisprecher Bernhard Graser am Sonntagnachmittag vor den Medien.Bild: keystone
Auch das Motiv ist noch unklar. Einen Terroranschlag hält die Polizei eher für unwahrscheinlich, wie Graser erklärt. Schliesslich sei der Rave zum Tatzeitpunkt eigentlich schon vorbei gewesen. Es sei alles möglich, auch eine Abrechnung zwischen Personen, bei der es zu Zufallsopfern gekommen sei. Das sei jedoch reine Spekulation.
Die Polizei hatte gegen 2.30 Uhr einen Notruf erhalten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe man sich erst einen Überblick verschaffen müssen, ob die Täterschaft noch vor Ort sei. Als klar wurde, dass es Verletzte gab, habe man der jungen Frau, die gestorben war, nicht mehr helfen können. Die Polizei geht laut Graser von einer grösseren Anzahl Schüsse aus, die gefallen ist.
Die Fahndung in Zusammenarbeit mit Bund, anderen Kantonspolizeien und der deutschen Polizei läuft auf Hochtouren. Im Aarauer Schachen werden derweil Spuren gesichert und Anwohnende befragt. Die Polizei bittet noch immer um Videoaufnahmen rund um die Tatzeit, etwa Material von Überwachungskameras oder Handys.
Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen, will die Polizei erneut informieren. Um 18.30 Uhr findet erneut eine Medienkonferenz statt. Dort wenden sich Regierungsrat Dieter Egli, Polizeikommandant Oberst Michael Leupold, der leitende Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht und Hauptmann Matthias Schildknecht, Abteilungschef Stationierte Polizei, an die Öffentlichkeit. Sie informieren über die bisherigen Erkenntnisse und weitere Massnahmen. Die Medienkonferenz kannst du hier live mitverfolgen.
Die Medienkonferenz vom Nachmittag zum Nachlesen:
Damit ist die Medienkonferenz beendet.
Die Polizei hatte im Vorfeld angekündigt, dass es um 17.30 Uhr eine weitere Medienkonferenz gibt. Laut Graser ist das allerdings noch nicht sicher. Das hänge davon ab, ob man neue Erkenntnisse präsentieren könne. Auch die Uhrzeit ist noch nicht sicher. Sollte es eine weitere Medienkonferenz geben, kannst du sie auf watson live mitverfolgen.
Nahe des Tatorts befindet sich ein Stellplatz von Fahrenden. Gegenüber Tele M1 berichtete einer von ihnen, dass er Schüsse gehört und kurz darauf von einem Mann, der aus einem Auto gestiegen war, mit einer Waffe bedroht worden war. Die Polizei sammelt nun Zeugenaussagen und Spuren, erklärt Graser. Dazu gehöre auch die Befragung der Fahrenden. Derzeit würden weiter Spuren gesammelt, das dürfte sich bis in die Nacht hinein ziehen.
Laut Graser ist praktisch das ganze Korps der Kantonspolizei Aargau am Fall beteiligt. Teilweise leisteten die Beamten Doppelschichten.
Die Polizei musste sich beim Eintreffen erst einen Überblick verschaffen. Es hätte schliesslich sein können, dass sich die Täterschaft noch vor Ort befindet, sagt Graser. Als klar wurde, dass Menschen verletzt wurden, sei jedoch für das Opfer jede Hilfe zu spät gekommen. Alle Opfer seien jedoch identifiziert.
Laut Graser droht in der unmittelbaren Umgebung wohl keine Gefahr mehr. Schliesslich seien mittlerweile fast 12 Stunden vergangen. «Wir haben keine Kenntnisse darüber, wo sich die Täterschaft befindet», sagt Graser. «Aufgrund der ganzen Situation schliessen wir aber aus, dass die Täterschaft irgendwo wieder aktiv und zur Gefahr werden könnte.» Es ist unklar, ob sie mit einem oder mehreren Fahrzeugen geflüchtet sind. Auch Social Media habe keine neuen Erkenntnisse geliefert.
Nicht nur die deutsche Polizei hilft bei der Fahndung. Auch andere Polizeien hätten ihre Hilfe angeboten, sagt Graser. Diese habe man soweit wie nötig auch angenommen. «Wir stehen wir auch in Kontakt mit den Stellen des Bundes», sagt Graser.
Laut Graser kann ein Anschlag noch nicht ausgeschlossen werden. Die Tatzeit spreche jedoch dagegen, da der Rave zum Tatzeitpunkt eigentlich schon vorbei war.
Graser sagt: «Die Fahndung läuft weiterhin auf Hochtouren über die Grenzen hinaus.»
«Wir müssen davon ausgehen, dass eine grössere Anzahl Schüsse gefallen ist», sagt Graser. Die Polizei bittet weiterhin um Videomaterial, damit die Situation ausgewertet werden kann. Auch Aufnahmen von Überwachungskameras könnten dabei hilfreich sein.
Graser kann noch keine Angaben zur Täterschaft machen. Ob es um eine Abrechnung ging oder etwas anderes, könne nicht gesagt werden. Das seien Spekulationen.
Noch ist das Gebiet rund um den Tatort im Aarauer Schachen abgesperrt. Dies auch wegen der Spurensicherung.
Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, stellt sich den Medien. Er wird mit Fragen überhäuft. Ob es mehrere Tatorte und wohin die Täterschaft geflüchtet ist, kann er noch nicht sagen. «Viele Informationen haben wir nicht», sagt Graser.
Die Kantonspolizei Aargau informiert um 14 Uhr über den aktuellen Stand der Ermittlungen nach den Schüssen am Aarauer Rave in der Nacht auf Sonntag. Dabei war eine 22-jährige Frau getötet worden. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren wurden teils schwer verletzt. Die Täterschaft konnte zunächst flüchten, die Polizei leitete sofort eine Grossfahndung ein.

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