Armee beseitigte im vergangenen Jahr 227 Blindgänger – und warnt Wanderer
Die Schweizer Armee hat im vergangenen Jahr 227 Blindgänger gefunden und unschädlich gemacht. Insgesamt gingen 855 Meldungen aus der Bevölkerung zu Munitionsfunden ein.
Im Vergleich zum Vorjahr (1037) ging die Zahl der Meldungen damit leicht zurück, wie das Verteidigungsdepartement VBS am Mittwoch mitteilte. Neben Blindgängern seien auch zahlreiche alte Munitionsteile (1556) sowie Fundmunition (1263) fachgerecht entsorgt worden.
Wo die meisten Blindgänger gefunden wurden
Wie schon in den letzten Jahren gingen besonders aus den Kantonen Bern, Graubünden und Wallis viele Hinweise ein. Diese Regionen sind nicht nur beliebte Wander- und Freizeitgebiete, sondern dort lagen in der Vergangenheit und liegen auch heute noch militärische Übungsgebiete.
Die Armee teilte weiter mit, dass angesichts der Popularität von Outdoor-Aktivitäten die Möglichkeit bestehe, in der Natur auf Blindgänger oder Munitionsreste zu stossen. Diese könnten auch nach Jahren weiterhin gefährlich sein und dürften unter keinen Umständen berührt oder mitgenommen werden.
Prämie für Blindgänger-Meldung
Verdächtige Objekte sollten umgehend bei der Polizei unter der Nummer 117 gemeldet werden. Damit Meldungen schnell und unkompliziert erfasst werden, sollte die «Blindgänger»-App genutzt werden.
Um die Meldung von gefährlichen Funden weiter zu fördern, zahlt die Armee eine Prämie von bis zu 100 Franken pro gemeldetem und bestätigtem potenziell besonders gefährlichem Munitionsobjekt. 2025 wurden so insgesamt 7320 Franken ausbezahlt.
Neben dem Entschärfen von Blindgängern führen die Spezialistinnen und Spezialisten des Kommandos für Kampfmittel- und Minenräumung (KAMIR) laut Mitteilung regelmässig systematische Räumaktionen in ehemaligen Ziel- und Übungsgebieten durch. (sda)
