Schweiz
Armee

Martin Pfister: Fixpreis beim F-35-Jet war ein Fehler

Bundesrat Martin Pfister spricht im Nationalrat an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 21. September 2026 in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Verteidigungsminister Martin Pfister hat mit dem F-35-Deal ein schwieriges Dossier geerbt.Bild: keystone

F-35-Fixpreis war für Verteidigungsminister Pfister ein Fehler

23.09.2026, 00:27

Verteidigungsminister Martin Pfister hat es gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen als keine gute Idee bezeichnet, für die F-35-Kampfjets einen Fixpreis verhandelt zu haben. Der GPK-Bericht habe gezeigt, dass man daran geglaubt und «einiges unternommen hat, um das zu bestätigen».

Fest stehe heute allerdings: «Wir haben keinen Fixpreis, und das ist ein Problem», sagte Pfister am Dienstagabend in der Sendung «10 vor 10». Der Gesamtpreis der Beschaffung ist somit weiterhin unklar. Man gehe aber «aufgrund von Berechnungen und von Gesprächen mit den Amerikanern davon aus, dass es für 30 Flieger reichen wird», sagte der Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport.

Im Interview äusserte sich Pfister auch zur Kritik, dass nur wenige Verantwortliche den Vertrag gelesen hätten. Er könne sich das nicht erklären. Er selbst habe den Vertrag bei sich, benötige aber Unterstützung für das Verständnis einzelner Passagen. «Ein solcher amerikanischer Vertrag ist gar nicht so einfach zu verstehen, mit all den juristischen Hintergründen», sagte der Bundesrat.

Bundesraetin Viola Amherd spricht waehrend einer Medienkonferenz zum Bericht zur Weiterentwicklung des Dienstpflichtsystems, am Mittwoch, 15. Januar 2024 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Viola Amherd hat den F-35-Deal politisch zu verantworten.Bild: KEYSTONE

Pfister gab an, sich mit seiner Vorgängerin Viola Amherd ausgetauscht, dabei aber keine neuen Erkenntnisse gewonnen zu haben. Sein Fokus liege nun darauf, die richtigen Lehren zu ziehen und die Verteidigungsbereitschaft wiederherstellen zu können.

Um das Vertrauen in sein Departement wiederherzustellen, habe er bereits zu Beginn seiner Amtszeit eine neue Abteilung zur Begleitung von Grossprojekten geschaffen. Zudem setze er konsequent auf Transparenz und Offenheit.

Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK-N) hatte zuvor in einem Bericht zur Beschaffung der F-35-Kampfjets das Vorgehen des Bundesrates hart kritisiert. Während die Landesregierung von einem pauschalen Fixpreis für die Jets gesprochen habe, habe es einen solchen Fixpreis nie gegeben. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So sieht der F-35A aus
1 / 7
So sieht der F-35A aus
Der Entscheid ist gefallen: Der Bundesrat will den F-35A von Lockheed Martin.
quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
F-35 Fluglärm: Bevölkerung will Hörvergleich
Video: ch media
Das könnte dich auch noch interessieren:
Die Preise für Neuwagen und Occasionen sinken weiter
Die Preise für neue und gebrauchte Autos in der Schweiz sinken weiter. Gleichzeitig nimmt das Angebot leicht zu. Ein Grund für den Preisrückgang dürfte auch die wachsende Konkurrenz durch günstigere chinesische Automarken sein.
Zur Story