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Armee: Kosten für Schweizer Luftverteidigung könnten explodieren

epa13020155 A Patriot anti-aircraft missile system is on display during the German Armed Forces Day at the Laage Air Base, located within the Rostock-Laage Airport area, Germany, 06 June 2026. EPA/FIL ...
Das Patriot-System dürfte zudem teurer als bisher bekannt werden.Bild: keystone

Bis zu 9 Milliarden mehr: Kosten für Schweizer Luftverteidigung könnten explodieren

02.07.2026, 07:4002.07.2026, 07:40

Die Kosten für die Schweizer Luftverteidigung auf grössere Distanz könnten laut dem SRF bis zu 11 Milliarden Franken betragen. Damit könnten deutlich höhere Kosten anfallen als zunächst geplant: Zunächst ging man von einer Ausgabe von 2 Milliarden Franken aus, welche man für das US-Luftabwehrsystem Patriot bezahlen wollte.

Grund seien Mehrkosten durch die verzögerte Lieferung von Patriot sowie das vom Bundesrat anvisierte zusätzliche Abwehrsystem, so SRF. Das zweite System dürfte laut einer Schätzung rund 5 Milliarden Franken kosten. Dieser Betrag basiere auf einer ersten Planungs- und Kostenschätzung und nicht auf einer Offerte, zitierte SRF das Verteidigungsdepartement (VBS). Darin fliessen auch Kosten für Munition, Logistik, Ausbildung sowie weitere systembezogene Aufwendungen ein.

Das Patriot-System dürfte zudem teurer als bisher bekannt werden: Im schlechtesten Fall könnte es 6 Milliarden Franken, im besten Fall 4 Milliarden Franken kosten, wie laut SRF mehrere Quellen sagten. Eine entscheidende Rolle dürfte dabei Deutschland spielen, das wie die Schweiz Patriot-Systeme aus den USA kaufen will.

So wollen die USA den Deutschen beim Kauf Vorrang geben. Macht die deutsche Regierung davon Gebrauch, würde der Schweiz eine neuere, aber auch teurere Version geliefert werden. Verzichtet Deutschland hingegen, könnte die Schweiz die Systeme doch schon 2027 erhalten. Dies scheint nicht unmöglich: Die Deutschland versprochenen Systeme waren ursprünglich für die Schweiz geplant und haben deswegen einen Haken, wie die deutsche Bundeswehr bemerkte: Die «Schweizer» Patriot-Systeme sind auch für die Schweiz konfiguriert. Es wird derzeit nach einer Lösung gesucht.

Das VBS wollte diese Zahlen nicht kommentieren. So hänge alles davon ab, für welches weitere Vorgehen sich der Bundesrat entscheiden werde. Noch gebe es diverse Fragen zu klären, etwa bezüglich Systemversion, Liefertermine, technischer Anpassungen und Risiken. (dab/ome/sda)

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