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Schweiz zahlte der USA für F-35 fast 500 Millionen Franken vorzeitig

A flight of four F-35's fly over before President Donald Trump speaks at the opening of the Great American State Fair on the National Mall, Wednesday, June 24, 2026, in Washington. (AP Photo/Jen  ...
Mit den fast 500 Millionen Franken sind sämtliche für 2026 vorgesehenen Zahlungen für den Kampfjet bereits geleistet worden.Bild: keystone

Schweiz hat USA vorzeitig 500 Millionen Franken für F-35 überwiesen

28.06.2026, 06:1728.06.2026, 08:13

Der Bund hat laut Rüstungschef Urs Loher fast 500 Millionen Franken für die Beschaffung der F-35 vorzeitig an die USA überwiesen. Damit seien sämtliche für 2026 vorgesehenen Zahlungen für den Kampfjet bereits geleistet worden, sagte er im «NZZ am Sonntag»-Interview.

Die vorgezogenen Zahlungen seien erfolgt, um sicherzustellen, dass das gemeinsame Finanzierungskonto für Schweizer Rüstungsgeschäfte in den USA ausreichend gedeckt bleibe. Laut Loher würden darüber sämtliche Schweizer Projekte in den USA finanziert, darunter die Beschaffung der F-35-Kampfjets, der Patriot-Systeme sowie Ersatzteile für die F/A-18. Ein anhaltender Zahlungsstopp hätte gemäss Loher dazu führen können, dass Lieferungen von F/A-18-Ersatzteilen eingestellt würden oder das F-35-Projekt Schaden nähme. «Das Risiko war für uns zu gross», sagte er.

Für die Patriot-Systeme hat die Schweiz bereits knapp 700 Millionen Franken bezahlt, die Auslieferung verzögert sich jedoch. Loher verwies darauf, dass die vertraglichen Vereinbarungen den USA in ausserordentlichen Situationen eine neue Priorisierung erlaubten. Die Schweiz gehe davon aus, dass die USA ihre Verpflichtungen aus dem Staatsvertrag einhalten würden.

Loher sagte zudem, die USA könnten Deutschland 2027 oder 2028 Patriot-Systeme ausliefern, die ursprünglich für die Schweiz vorgesehen gewesen seien.

Diese entsprächen jedoch nicht der Wunschkonfiguration der Bundeswehr, weshalb für die Schweiz möglicherweise Komponenten frei werden könnten. Bereits einzelne Elemente wie Werfer, Radar oder Kommandoeinheit könnten für Ausbildungszwecke genutzt werden. «Wir nehmen alles, was wir kriegen können», sagte Loher. (sda)

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39 Kommentare
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Chuchichäschtli
28.06.2026 06:23registriert März 2022
Laut Aussage Lohers «nehmen wir alles, was wir kriegen können», solange es vom Steuerzahler berappt wird?
Dieser Rüstungschef unterliegt wohl noch der Doktrin seiner ehemaligen Chefin, die ja auch sehr grosszügig mit der Kreditkarte der Schweizer Bürger umgegangen ist.
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Rethinking
28.06.2026 06:46registriert Oktober 2018
STOPP F-35!

Seit 2021 sind die Unterhaltskosten für die F-35 weiter gestiegen, doch die F-35 hat die Leistungsziele nicht erreicht, und die Leistung hat sich tendenziell verschlechtert.

Die Einsatzbereitschaftsrate sank von 67% auf 44% und die Rate der vollständigen Einsatzbereitschaft sank von 38% auf 25%.

Der F-35 sei mit Kosten von 1,6 Billionen US-Dollar bis 2024 schon jetzt das teuerste Waffensystem des Verteidigungsministeriums der USA und es werde immer schlimmer…
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Hans Jürg
28.06.2026 07:25registriert Januar 2015
Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
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