Schweiz
Gesellschaft & Politik

Valérie Dittli will erneut für Waadtländer Regierung kandidieren

Waadtländer Staatsrätin Dittli muss Basis ihrer Partei überzeugen

16.08.2026, 08:3416.08.2026, 13:17

Valérie Dittli will trotz des hohen Drucks erneut für den Staatsrat das Kantons Waadt kandidieren, muss aber ihre Partei überzeugen. Die Delegiertenversammlung ihrer Partei, der Mitte, wird am 2. September entscheiden, ob sie ihre Staatsrätin aufstellen will oder nicht.

La conseillere d'Etat du canton de Vaud Valerie Dittli parle lors d'une conference de presse sur la presentation d'un avis de droit independant relatif au respect des garanties procedur ...
Valérie Dittli.Bild: keystone

Dittli hat ihren Willen zur Kandidatur in Interviews mit den Zeitungen «Le Matin Dimanche» und «Le Courrier Lavaux-Oron-Jorat» bekanntgegeben. Sie räumte ein, dass ihre Aufgabe schwierig werden dürfte, da sie isoliert sei und von allen Seiten kritisiert werde. Es werde ein Kampf David gegen Goliath. Aber sie trete an, um zu gewinnen.

Dittli steht aber zuerst ein Auftritt vor der Delegiertenversammlung der kantonalen Mitte bevor. Sie hoffe, gemeinsam mit der Partei in den Wahlkampf zu ziehen. Sollte die Partei die Unterstützung verweigern, bleibe alles möglich. Das heisst, dass sie nicht ausschliesse, als Unabhängige anzutreten.

Am Donnerstag wird der kantonale Parteivorstand mit Dittli zusammentreten. Er will vor der Versammlung vom 2. September eine Stellungnahme abgeben, wie der Präsident der Mitte Waadt, Giancarlo Sergi, am Sonntag zu Keystone-SDA sagte.

Der neunköpfige Präsidialausschuss hatte aber bereits empfohlen, Dittli nicht weiter zu unterstützen. Die Delegierten hätten nun aber «alle Karten in der Hand und müssten eine Entscheidung treffen», so Sergi.

Am 2. September wird der angeschlagenen Staatsrätin keine Gegenkandidatur gegenüberstehen. Sollte es Dittli gelingen, die Delegierten zu überzeugen, werde die Partei sie unterstützen, sagte Sergi. Andernfalls würde die Mitte am 16. September eine neue Versammlung einberufen, um ohne Dittli eine Strategie für die Kantonswahlen 2027 zu vereinbaren.

Bündnispartner geben sich ablehnend

Da die Mitte im Kanton Waadt derzeit kaum Gewicht hat, hofft sie auf Bündnisse. Die potentiellen Bündnispartner sind jedoch nicht zu einer Zusammenarbeit bereit, sollte Dittli erneut als Mitte-Kandidatin für den Staatsrat kandidieren.

In ihren Zeitungsinterviews erklärte Dittli, sie sei sich sehr wohl bewusst, dass es «Meinungsverschiedenheiten» mit ihren Bündnispartnern gegeben habe. Sie bleibe aber offen für jede mögliche Zusammenarbeit, um die Mitte-Rechts-Mehrheit in der Regierung zu erhalten.

Obwohl sie von vielen im Stich gelassen wurde, steht Dittli nicht ganz allein da. In den letzten Monaten hat sich auf Initiative des ehemaligen FDP-Mitglieds und ehemaligen Gemeindepräsidenten von Yvorne VD, Philippe Gex, ein Unterstützerkreis gebildet. Der Winzer, der sich mehrfach in den Medien geäussert hat, gibt an, dass der Verein mehr als 300 Mitglieder zählt. (hkl/sda)

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Patrick M.
16.08.2026 10:42registriert März 2025
Trotz führt selten zum Ziel.
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ENU
16.08.2026 10:24registriert März 2024
Ein neuer Job suchen ist angesagt.
Die Wiederwahl ist passe!!!!!!
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karl_e
16.08.2026 10:48registriert Februar 2014
Etwas steht fest: Die Dame hat Chuzpe. Man könnte es auch Selbstüberschätzung nennen.
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