Nach Apfelmus-Wirbel: Schweizer Armee bestellt Feldgerichte aus Estland
Nach der jüngsten Kritik an italienischem Apfelmus in der Schweizer Armee sorgt nun eine weitere Essensbestellung des Militärs für Aufregung. Wie der «Blick» berichtet, soll das Bundesamt für Rüstung Feldgerichte aus Estland bestellt haben – für 18.5 Millionen Franken. Für die estnische Armee hingegen soll deren Qualität zu schlecht sein.
Sieben Bewerber sollen sich um den Auftrag beworben haben, der Zuschlag ging an die estnische Kommivabrik OÜ. Der Anbieter habe das vorteilhafteste Angebot eingereicht, meint Armasuisse. Sowohl bei den qualitativen Kriterien als auch beim Preis habe die Firma die höchste Punktzahl erreicht.
In der Vergangenheit soll die Firma aus Estland im eigenen Land in die Kritik geraten sein, wie Inside Paradeplatz schreibt. Die Qualität der Gerichte sei schlecht gewesen, Lieferfristen seien nicht eingehalten worden, Kalorienzahlen hätten nicht gestimmt und auch die Soldaten sollen unzufrieden gewesen sein. Seit drei Jahren beliefere die Firma das estnische Militär deshalb nicht mehr.
Feldgerichte dienen dazu, das Armeepersonal während Einsätzen mit den nötigen Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten zu versorgen. Das gefriergetrocknete Essen wird mit heissem oder kaltem Wasser zubereitet und soll mit seiner Haltbarkeit von acht Jahren zur Versorgungssicherheit der Schweizer Armee beitragen. (nil)
