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Armee: Jans' Departement glaubt, die Schweiz brauche keine Panzer mehr

Bundesrat Beat Jans spricht waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 17. Juni 2026 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Das Justizdepartement von Bundesrat Beat Jans würde am liebsten in Zukunft auf Panzer verzichten.Bild: keystone

Deshalb glaubt Jans' Departement, die Schweiz brauche keine Panzer mehr

24.07.2026, 10:1024.07.2026, 10:10

Nach der Strategie des Bundesrats soll sich die Landesverteidigung stärker auf Cyberabwehr und Luftverteidigung konzentrieren. Wie der Blick berichtet, sollen interne Dokumente nun zeigen, dass gewisse Mitglieder des Gremiums die Armee noch stärker hätten verändern wollen.

20 Prozent der Mittel bleiben für die Bodentruppen übrig. Die anderen 80 Prozent sind für Cyberabwehr und Luftverteidigung vorgesehen. «Auf einen 1:1-Ersatz schwerer Wirkmittel, wie Panzer und Schützenpanzer, wird verzichtet.»

Allen voran SP-Bundesrat Beat Jans' Justizdepartement (EJPD) soll in seiner Stellungnahme klargemacht haben, dass es Kampfpanzer für veraltet hält. Schweres Gerät soll durch moderne und günstigere Drohnen und Robotik ersetzt werden. Das Wirtschaftsdepartement von SVP-Bundesrat Guy Parmelin pflichtet ihm bei. Aus Finanzierungssicht sei der Verzicht auf neue Panzer verständlich und realistisch.

Bundesrat Martin Pfister spricht an einer Medienkonferenz ueber Bodengestuetzte Luftverteidigung, BODLUV, am Mittwoch, 24. Juni 2026, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Will an Panzern festhalten – Verteidigungsminister Martin Pfister.Bild: keystone

Die Gefahr eines «umfassenden Angriffs», welche ebenfalls in der Strategie erwähnt wird, scheint das EJPD anders zu bewerten als das Verteidigungsministerium. «Denkt man hier an Russland, das bereits an der Grenze zur Schweiz stehen könnte?», schreibt es in seiner Stellungnahme. Ein solches Szenario hielte das Departement von Beat Jans für sehr «unrealistisch». In diesem Fall wären auch die umliegenden Staaten involviert, weil dabei von einem grossflächigen Krieg auszugehen sei.

Die einzige Alternative zu einem russischen Angriff sei, dass ein Nachbarstaat die Schweiz angreifen und besetzen wollen würde. Für Jans' Beamte sei dies kaum vorstellbar, schreibt die Zeitung.

Trotz des finanziellen Schwerpunkts auf Cyberabwehr und Luftverteidigung sollen die Fähigkeiten im Bodenkampf erhalten und möglichst weiterentwickelt werden, beteuert die Armee. Mit dem Ergänzen oder teilweisen Ersetzen von klassischen Waffensystemen durch moderne und günstigere Alternativen soll die Fähigkeit der Abwehr eines umfassenden militärischen Angriffs dennoch erhalten bleiben. (nil)

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Die beliebtesten Kommentare
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Philboe
24.07.2026 10:54registriert Juli 2015
Braucht es keine Kampfpanzer, Schützenpanzer oder generell gepanzerte Fahrzeuge? Auch in der Ukraine spielen Panzer nach wie vor eine Rolle und wer die neusten Entwicklungen anschaut wird sehen das moderne Kampfpanzer auch Mittel gegen Drohnen haben wie Bspw Laser oder Mikrowellensysteme. Die Diskussion um Systeme im einzelnen bringt nichts. Es muss eine gesamtheitliche Betrachtung gemacht werden wodie richtige Mittel eingesetzt werden zur grössten, wahrscheinlichsten und möglichen Bedrohung in allen Räumen wie Luft, Boden, Cyberspace oder Weltraum. Wollen wir es selbst Lösen oder mit Partner?
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Snowy
24.07.2026 11:12registriert April 2016
Wie selbstlos, dass Jans seine grosse Kompetenz und Umsetzungsstärke nun auch anderen Departementen zukommen lässt.
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bigfr0g
24.07.2026 11:06registriert Juli 2015
Hat er nicht genug zu tun in seinem Departement?
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