Cassis reist nach Nordkorea
Ignazio Cassis reist vom 29. bis 31. Oktober nach Nord- und Südkorea. Am Donnerstag und Freitag hält sich der EDA-Vorsteher in Pjöngjang auf, wo er offiziell das neue Schweizer Diplomatenbüro eröffnet und politische Gespräche führt. Danach reist er weiter nach Seoul.
Im Zentrum der Gespräche stehen laut EDA die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel und die Wiederaufnahme bilateraler Konsultationen. Ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist bislang nicht angekündigt.
Erster Bundesratsbesuch seit über 20 Jahren
Das neue Büro ist bereits seit dem 19. Oktober in Betrieb und untersteht der Schweizer Botschaft in Peking. Anders als das frühere Büro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit hat es einen diplomatischen Auftrag.
Die Schweiz war bereits seit 1997 mit einem Deza-Büro in Pjöngjang vertreten. Während der Corona-Pandemie zog sie ihr Personal 2020 ab.
Der letzte Besuch eines Bundesratsmitglieds in Nordkorea liegt mehr als 20 Jahre zurück. 2003 reiste die damalige Aussenministerin Micheline Calmy-Rey nach Pjöngjang.
Die Schweiz gehört zu den wenigen westlichen Staaten, die seit Jahren einen politischen Dialog mit Nordkorea pflegen. Seit dem Ende des Koreakriegs überwachen zudem Schweizer Offiziere an der innerkoreanischen Grenze den Waffenstillstand.
Eine Lockerung der Sanktionen ist mit der Reise nicht verbunden. Die Schweiz trägt die Uno-Sanktionen gegen Nordkorea weiterhin mit. (mke)
