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Bundesrat will zweite Landessprache an Primarschulen durchsetzen

Frühfranzösisch soll bleiben: Bundesrat will 2. Landessprache an Primarschulen durchsetzen

12.06.2026, 13:3012.06.2026, 13:57

Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen eine zweite Landessprache lernen. Das will der Bundesrat mit Gesetzesanpassungen durchsetzen. Er reagiert damit auf Bestrebungen in der Deutschschweiz, Frühfranzösisch aus den Stundenplänen zu streichen.

Kinder sitzen in der 1. und 2. Klasse von Lehrer Micha Kohler und Studentin Lisa Siegenthaler, am Montag, 15. August 2022, an der Primarschule in Lauperswil im Emmental. Wie in der ganzen Schweiz herr ...
An Primarschulen soll früh eine zweite Landessprache gelernt werden.Bild: keystone

Am Freitag eröffnete der Bundesrat die Vernehmlassung zu Änderungen im Sprachengesetz, mit denen der Unterricht in einer zweiten Landessprache durchgesetzt werden kann, falls das nötig wird. «Die Stellung der Landessprachen im obligatorischen Unterricht ist eine Frage von nationaler Bedeutung», schrieb er.

Er stellt zwei Varianten zur Diskussion: Die erste will, dass in der Primarschule zwei Fremdsprachen unterrichtet müssen, eine zweite Landessprache und Englisch. So steht es im Harmos-Konkordat, zu dem 15 der 26 Kantone gehören.

Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum. Demnach soll eine zweite Landessprache ab der Primarschule und bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet werden.

Die Vernehmlassung dauert bis zum 5. Oktober 2026. (dab/sda)

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