Schweiz
Bundesrat

Rentner verurteilt – weil er Albert Rösti «bekämpfen» wollte

Bundesrat Albert Roesti an einer Medienkonferenz ueber die Botschaft zum Bundesgesetz ueber die Foerderung des Ausbaus von Breitbandinfrastrukturen, am Mittwoch, 9. September 2026, im Medienzentrum Bu ...
Albert Rösti hat 2025 mehrere Hassbriefe eines Rentners erhalten.Bild: keystone

Rentner verurteilt – weil er Albert Rösti mit Waffengewalt bedrohte

14.09.2026, 10:2114.09.2026, 10:21

Ein heute 78-jähriger Rentner verschickte zwischen Januar und Mai 2025 vier Briefe an Bundesrat Albert Rösti. Darin beschimpft er den SVP-Politiker aufs Übelste und wünscht ihm den Tod. Darüber berichtet Blue News. Inzwischen sei der Mann aus der Region Bern verurteilt worden.

Der Mann habe auf die Couverts unter anderem Hakenkreuze gemalt und «Heil Hitler» über ein Bild von Albert Rösti geschrieben. Im letzten Brief fantasierte der Rentner laut «Blue News» darüber, Rösti mit einem Maschinengewehr zu «bekämpfen».

Rentner druckte Falschgeld

Nicht nur der Bundesrat wurde zur Zielscheibe, heisst es weiter. Der Mann habe auch Röstis Generalsekretär Yves Bichsel zwei Briefe gesendet. Auch ihm habe er mit Waffengewalt gedroht.

Yves Bichsel, Generalsekretaer UVEK verfolgt ein Votum seines Chefs, Bundesrat Albert Roesti, an der Fruehjahrssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 8. Maerz 2023 im Nationalrat in Bern. (K ...
Yves Bichsel gilt als Röstis rechte Hand.Bild: KEYSTONE

Zweimal habe der 78-Jährige den Briefen Falschgeld beigelegt, um einen angeblichen «Unkostenbeitrag» zu decken. Insgesamt habe er Banknoten im Wert von 11'430 Franken kopiert, berichtet «Blue News». Die Justiz habe sie trotz schlechter Qualität als Geldfälschung taxiert. Genauso seien die Briefmarken gefälscht gewesen.

Rechtskräftiger Strafbefehl

Bundesanwalt Johannes Rinnterthaler verurteilte den Mann aus Bern wegen mehrfacher Drohung, mehrfacher Beschimpfung, Geldfälschung im besonders leichten Fall, Fälschung amtlicher Wertezeichen, Sachbeschädigung und illegaler Abfallentsorgung zu 180 Tagessätzen à 40 Franken, schreibt «Blue News».

Sollte der Rentner in den kommenden zwei Jahren noch einmal straffällig werden, muss er demnach 7200 Franken bezahlen. Eine Busse in der Höhe von 1300 Franken sowie 3000 Franken Verfahrenskosten seien schon jetzt fällig. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Zu den Motiven gibt es laut dem Onlineportal keine Angaben. (hkl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Just Eat will nur noch pro Lieferung zahlen – und könnte über Sexspielzeug stolpern
Der Lieferdienst Just Eat will Hunderte Mitarbeiter entlassen und Lieferaufträge künftig auch an Selbstständige vergeben. Doch die Ausweitung des Sortiments könnte die Umstrukturierung erschweren.
Die Essens-Kuriere haben den Schriftzug «Just Eat» auf ihrem orangenen Rucksack mit einer Spraydose übermalt. «Just starve», einfach hungern, steht nun dort. Vor dem Hauptsitz der Firma, die nach eigenen Angaben  1,5 Millionen Kunden mit Essen versorgt, demonstrierten am Donnerstagabend Personal und Gewerkschaften. Just Eat hat angekündigt, einen grossen Teil seiner rund 700 Essenskuriere zu entlassen.
Zur Story