Rentner verurteilt – weil er Albert Rösti mit Waffengewalt bedrohte
Ein heute 78-jähriger Rentner verschickte zwischen Januar und Mai 2025 vier Briefe an Bundesrat Albert Rösti. Darin beschimpft er den SVP-Politiker aufs Übelste und wünscht ihm den Tod. Darüber berichtet Blue News. Inzwischen sei der Mann aus der Region Bern verurteilt worden.
Der Mann habe auf die Couverts unter anderem Hakenkreuze gemalt und «Heil Hitler» über ein Bild von Albert Rösti geschrieben. Im letzten Brief fantasierte der Rentner laut «Blue News» darüber, Rösti mit einem Maschinengewehr zu «bekämpfen».
Rentner druckte Falschgeld
Nicht nur der Bundesrat wurde zur Zielscheibe, heisst es weiter. Der Mann habe auch Röstis Generalsekretär Yves Bichsel zwei Briefe gesendet. Auch ihm habe er mit Waffengewalt gedroht.
Zweimal habe der 78-Jährige den Briefen Falschgeld beigelegt, um einen angeblichen «Unkostenbeitrag» zu decken. Insgesamt habe er Banknoten im Wert von 11'430 Franken kopiert, berichtet «Blue News». Die Justiz habe sie trotz schlechter Qualität als Geldfälschung taxiert. Genauso seien die Briefmarken gefälscht gewesen.
Rechtskräftiger Strafbefehl
Bundesanwalt Johannes Rinnterthaler verurteilte den Mann aus Bern wegen mehrfacher Drohung, mehrfacher Beschimpfung, Geldfälschung im besonders leichten Fall, Fälschung amtlicher Wertezeichen, Sachbeschädigung und illegaler Abfallentsorgung zu 180 Tagessätzen à 40 Franken, schreibt «Blue News».
Sollte der Rentner in den kommenden zwei Jahren noch einmal straffällig werden, muss er demnach 7200 Franken bezahlen. Eine Busse in der Höhe von 1300 Franken sowie 3000 Franken Verfahrenskosten seien schon jetzt fällig. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Zu den Motiven gibt es laut dem Onlineportal keine Angaben. (hkl)
