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Bild: keystone

Mobilität in der Schweiz längst wieder auf altem Niveau – doch es gibt einen Verlierer

Seit zwei Wochen gelten in der Schweiz kaum noch Massnahmen. Verändert am Mobilitätsverhalten hat sich kaum was, denn auf den Strassen war schon seit Wochen wieder alles wie zuvor. Der ÖV hat sich allerdings (noch) nicht erholt.
03.03.2022, 16:5304.03.2022, 14:09
Lea Senn
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Am 17. Februar 2022 hat der Bundesrat praktisch alle Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aufgehoben – geblieben ist nur noch die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Strassenverkehr

Der Strassenverkehr scheint sich kaum verändert zu haben seit dem 17. Februar: Der durchschnittliche Tagesverkehr auf der Autobahn A1 beim Felsenauviadukt in Bern bewegte sich schon vor dem Schweizer «Freedom Day» auf vergleichbarem Niveau wie vor der Pandemie.

Bei der Messstation Gotthardtunnel verzeichnet das Bundesamt für Strassen in den letzten zwei Wochen sogar leicht mehr Autos, Busse und Cars als im Vergleichsjahr 2019.

Fussgänger- und Veloverkehr

Wie viele Fussgänger und Velofahrer unterwegs sind, hängt naturgemäss sehr stark vom Wetter ab. Trotzdem ist gut erkennbar: Schon seit Beginn des neuen Jahres sind ungefähr gleich viele Personen unterwegs wie vor der Pandemie. Das zeigen die Daten der Stadt Zürich.

Öffentlicher Verkehr

Etwas anders sieht das Bild im öffentlichen Verkehr aus. Die Daten der Schweizerischen Bundesbahnen zeigen, dass im Januar deutlich weniger Personenkilometer gefahren wurden als noch vor der Pandemie.

Im Laufe des vergangenen Jahres sind die Zahlen zwar wieder angestiegen – doch seit November 2021 sind sie wieder rückläufig. Die aktuellsten Zahlen vom Februar erscheinen erst Mitte März. Sie werden zeigen, ob die SBB von der Aufhebung der Home-Office-Empfehlung profitieren konnte.

Erste Anzeichen, dass in den letzten zwei Wochen wieder mehr Personen den öffentlichen Verkehr benutzten, geben die Mobilitätsdaten von Apple. Diese zeigen, dass seit Beginn des Jahres immer mehr ÖV benutzt wurde in der Schweiz. Allerdings sind sie schwierig zu interpretieren, weil sie nur die relative Veränderung gegenüber dem Referenztag 13. Januar 2020 (ein Montag) bekannt geben.

Nebst der Aufhebung der Home-Office-Empfehlung dürfte auch das Ende der Skiferien in vielen Kantonen dazu geführt haben, dass zu Stosszeiten wieder mehr Leute im ÖV unterwegs sind.

Was ist dein Eindruck? Sie die Busse und Züge schon wieder gleich gefüllt wie vor der Pandemie?

Hat es wieder so viele Menschen im ÖV wie vor der Pandemie?
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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mandalayon
03.03.2022 17:03registriert Februar 2018
Wenn ich um 17 Uhr allein im 4er-Abteil eines Intercity sitzen kann zwischen Olten und Bern - dann verstehe ich das Umfrage-Ergebnis nicht so ganz. Ja, es sind sicher wieder mehr Leute unterwegs, aber noch lange nicht so viele wie vorher.
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cheeky Badger
03.03.2022 18:04registriert Juli 2015
Es wird nie mehr wie vorher für die ÖV-Betreiber. Wenn nur jeder zweite Pendler für nur einen Tag pro Woche von zuhause aus arbeitet, sind das 10% weniger Passagiere. Vor der Pandemie hat man mit allen Mitteln versucht wenige Prozente an Kapazität zu gewinnen (Neues Rollmaterial, überhöhte Kurven, leistungsstärkere Stellwerke und Zugleittechnik). Und jetzt sind „auf einen Schlag“ zweistellige Kapazitäten frei geworden. Das ändert sehr viel für die Bahnbetreiber.
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