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Wer sich als Schweizer in Deutschland boostern lassen will, kriegt mit etwas Glück einen Piks.
Wer sich als Schweizer in Deutschland boostern lassen will, kriegt mit etwas Glück einen Piks. Bild: keystone

Zum Booster-Piks nach Deutschland? Für Schweizer könnte das schwierig werden

Während die Schweiz zuwartet, boostern die Deutschen auch jüngere Bürgerinnen und Bürger. Die Behörden rufen dazu auf, auch Schweizer Impfwillige für Auffrischimpfungen zu berücksichtigen.
17.11.2021, 08:5517.11.2021, 10:27

Unter 65-jährige Personen müssen in der Schweiz weiter auf die Booster-Impfung warten. Frühestens Ende November werde der dritte Piks für jüngere Personen freigegeben, sagte Impf-Chef Christoph Berger am Point de Presse des BAG am Dienstag. «Wir wollen den Booster zuerst den älteren Leuten anbieten, die ihn am nötigsten haben», so der Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif).

Unsere Nachbarländer Österreich und Deutschland boostern derweil schon alle Leute, die über 18 respektive 12 Jahre alt sind. Am Samstag finden etwa in Lörrach oder Konstanz unmittelbar an der Schweizer Grenze Impftage statt, an denen sich die Menschen ohne Anmeldung den dritten Piks verpassen lassen können.

Sind auch «Impf-Touristen» aus der Schweiz willkommen? Grundsätzlich nicht. Ein Schweizer, der in Deutschland nicht versichert sei und sich nicht dort aufhalte, habe keinen Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung. Doch für alle Schweizer Impf-Enthusiasten gibt es Hoffnung. Florian Mader, Pressesprecher des Gesundheitsministeriums Baden-Württemberg, sagt zu watson:

«Wir appellieren vor dem Hintergrund der Gefahrenabwehr aber dennoch an die vor Ort Verantwortlichen, im Einzelfall eine Impfung durchzuführen, um so viele Menschen wie möglich zu schützen.»

Eine Garantie für Schweizerinnen und Schweizer gebe es aber nicht.

Impfteam will keine Schweizer

Das mobile Impfteam in der Bodensee-Region betreibt das Klinikum Konstanz. Dort geben sich die Verantwortlichen zurückhaltender punkto Impf-Interessenten aus der Schweiz. Es gebe zwar ab und an Anfragen von Bürgern ennet der Grenze, ob sie beim mobilen Impfteam den Booster erhalten könnten. Diese seien aber jenen Leuten vorbehalten, die in Deutschland krankenversichert oder deutsche Staatsbürger sind.

Ansturm wegen 2G-Verschärfung

Klar ist: Die deutschen Behörden müssen erstmal den Booster-Ansturm der eigenen Leute bewältigen können. Wegen der 2G-Verschärfungen in Baden-Württemberg wollen sich mehr Leute denn je impfen lassen. In praktisch allen online einsehbaren Impfzentren sind sämtliche Termine vergeben. Auch bei diversen Arztpraxen ist dies der Fall.

Mehr Glück hatte kürzlich ein Redaktor von Tamedia, der sich in Konstanz boostern lassen konnte. Er hatte sich per Mail bei einer Praxis angemeldet – und erhielt die Impfung sogar gratis.

(amü)

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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