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Das Universitätsspital Zürich behandelt wieder vermehrt Covid-Patienten.
Das Universitätsspital Zürich behandelt wieder vermehrt Covid-Patienten.
Bild: keystone

Unispital Zürich verschiebt wieder Operationen: «Wir sind sehr, sehr voll»

25.08.2021, 13:4425.08.2021, 14:35

Am Dienstag machte Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch einmal klar: «Natürlich waren die Spitäler überbelastet», sagte der Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG am Point de Presse. 30'000 Operationen hätten verschoben werden müssen, führte Mathys aus. «Überlastung heisst nicht, dass Leute vor dem Spital sterben müssen.»

Nun zeigt sich immer deutlicher, dass die Spitäler erneut ans Limit kommen. Die Zahl der Covid-Patienten, die hospitalisiert werden müssen, hat sich seit Anfang Juli verdreissigfacht. In den Intensivstationen verfünffacht. Was das für die Spitäler bedeutet, erklärte am Mittwoch Peter Steiger gegenüber SRF.

«Platzmässig ist es sehr, sehr eng. Ich habe gestern den ganzen Tag und auch die Nacht damit verbracht, Betten zu schaffen», sagte der stellvertretende Leiter der Intensivmedizin am Universitätsspital Zürich. Man bekomme sehr viele Überweisungen von anderen Spitälern und sei bereits «sehr, sehr voll». Wie schon während den ersten beiden Wellen müssen Patienten auf ihre Behandlung warten. «Wir mussten viele Operationen verschieben», so Steiger.

Bereits jetzt sei ein Viertel der Patienten auf der Intensivstation an Covid-19 erkrankt, erklärt der Intensivmediziner. Die Patienten seien jetzt jünger und ungeimpft. Für das behandelnde Personal sei dies schwierig und unverständlich.

Intensivmediziner Peter Steiger.
Intensivmediziner Peter Steiger.
Bild: KEYSTONE

Sorgen bereitet Steiger auch die aktuelle Personal-Situation. «Es sind nicht die Geräteinfrastruktur oder die Räumlichkeiten, die uns an den Anschlag bringen, sondern das fehlende, gut ausgebildete Personal», sagte er. Einige Pflegende hätten gekündigt und den Job gewechselt. Es sei sehr schwierig, Personal zu finden, da andere Spitäler mit demselben Problem kämpften. «Und Personal auszubilden dauert zwei bis drei Jahre.»

Steiger hofft, dass es nicht mehr so schlimm wird wie in den ersten Wellen. «Gleichzeitig befürchten wir natürlich das Schlimmste und erwarten eigentlich, dass wir wieder in die gleiche Situation kommen wie vor einem Jahr», so der Intensivmediziner.

Die Lage auf den Intensivstationen dürfte sich vorerst aber nicht so schnell entspannen. Am Mittwoch meldete das BAG 131 Hospitalisationen und 3212 neue Corona-Fälle. (cma)

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