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BAG-Mann Daniel Koch äusserte sich zur Covid-Gefahr von Jugendlichen – eine Stellungnahme, die Matura-Prüfungskritiker als «Bestätigung» sehen. bild: keystone, collage: watson

Wer für und wer gegen Maturaprüfungen ist – und was Mr. Corona Daniel Koch dazu sagt

Sollen die Matura-Prüfungen diesen Sommer stattfinden oder nicht? Jugendliche in der ganzen Schweiz warten auf den Entscheid.



Die Uhr tickt. In wenigen Wochen sollen nach aktuellem Plan die Maturaprüfungen stattfinden. Für Gymi-Schülerinnen und Schüler bedeutet das in diesen Tagen Stress. Sie müssen Lernpläne entwickeln, einen Berg von Büchern lesen und den Stoff der vergangenen Jahre repetieren.

Wegen der Coronavirus-Krise herrscht aber grosse Unsicherheit. Finden die Prüfungen statt? Wie wird die Gesundheit der Jugendlichen gewährleistet? Kommt es zu Verschiebungen oder Änderungen? Es sind Fragen, die sich die Maturanden zu normalen Zeiten nicht hätten stellen müssen. Die Abschlussgeneration 2020 hat mit Sorgen zu kämpfen, eine Klärung steht aus.

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Das ist die Ausgangslage

Der Grund für die Unklarheit liegt im nicht ganz einfachen Maturitätssystem der Schweiz: Kantonsschulen und Gymnasien organisieren die Prüfungen zwar einzeln. Sie müssen sich aber an eine Bundesverordnung halten. Dort steht unter anderem, was schriftlich und was mündlich geprüft wird.

Das ist auch der Hauptgrund, wieso Kantone – obwohl einige es wollen – nicht frei darüber entscheiden können, ob Prüfungen abgesagt und etwa durch «Erfahrungsnoten» ersetzt werden. Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) fordert deshalb: Der Bundesrat soll den Kantonen erlauben, selbst über Matura-Verzicht entscheiden zu können.

Ein Teil der Verantwortlichen bei den Kantonen will regionale Unterschiede bewusst in Kauf nehmen. Bildung sei einerseits «traditionell Kompetenz der Kantone», andererseits könne man Schutzkonzepte besser auf die lokalen Gegebenheiten anpassen. Erwartet wird, dass der Bundesrat am kommenden Mittwoch, 29. April, einen Entscheid fällt.

Das sagt Daniel Koch zur Ansteckungsgefahr

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Video: extern / rest

Maturanden fordern seit Tagen Klarheit vom Bundesrat, wie zahlreiche Mails von Schülerorganisationen aus allen Teilen der Schweiz aufzeigen. watson wollte am Montag von Daniel Koch, dem Covid-Delegierten des Bundesamtes für Gesundheit, wissen: Warum dauert es so lange? Gibt es epidemiologische Unklarheiten?

«Es ist klar, dass Jugendliche das Virus bekommen können, dass sie daran erkranken und es weitergeben können.»

Daniel Koch Point de Presse am 27. April 2020

Seine Antwort dürfte nicht zu Beruhigung führen. «Es gibt keine epidemiologische Unklarheiten.» Gerade im Alter nach der offiziellen Schulpflicht werden die Jugendlichen immer mehr zu Vektoren des Virus. «Es ist klar, dass Jugendliche das Virus bekommen können, dass sie daran erkranken und es weitergeben können.» Deshalb sei man bei Schulen nach dem obligatorischen Schulunterricht sehr vorsichtig.

Wer Maturaprüfungen durchführen will und wer nicht

«Sehr vorsichtig»: Diese Strategie verfolgen mehrere Kantone. Einige von ihnen wollen auf den Entscheid des Bundesrates warten, andere haben bereits «Wünsche» geäussert.

Die Matura-Präferenzen der Kantone

Diese Kantone wollen die (schriftlichen) Prüfungen durchführen: Thurgau, Glarus, Luzern, Zug, Aargau, Freiburg, St. Gallen, Uri

Diese Kantone wollen verzichten: Zürich, Solothurn, beide Basel, Bern, Wallis, Waadt

Diese Kantone warten oder haben noch nicht entschieden: Genf, Tessin, Jura, Schwyz, Neuenburg, Ob- und Nidwalden, Graubünden, beide Appenzell, Schaffhausen

In der Diskussion rund um die Maturaprüfungen haben sich auch namhafte Expertinnen und Experten eingeschaltet.

ETH-Ratspräsident Michael Hengartner kritisierte etwa in einem Interview den möglichen «Wildwuchs» zwischen den Kantonen. Einen Prüfungsverzicht will er hingegen nicht: «Das Bestehen der Maturaprüfung ist zudem ein persönliches Erfolgserlebnis, das man nicht unterschätzen sollte. Ich würde es begrüssen, wenn die Prüfungen durchgeführt würden, wenn das vertretbar ist.»

Eine Stellungnahme gibt es auch von den Gymnasial-Lehrpersonen. Ihr Verband schreibt, dass eine klare Mehrheit die Durchführung von Prüfungen bevorzugt hätte, sofern die Vorgaben des BAG eingehalten und Maturanden sich «optimal» für die Prüfung vorbereiten können.

Das sagen die Maturanden

Die Reaktionen unterscheiden sich in zwei Fragen:

  1. Sollen die Matura-Prüfungen überhaupt stattfinden?
  2. Wer soll über Verzicht oder Durchführung entscheiden?

watson berichtete bereits über Schülerinnen und Schüler, die wegen den Matura-Prüfungen komplett auf die Barrikaden gehen. In Whatsapp-Gruppenchats, über Online-Umfragen oder mit dem Zusammentragen von Unterschriften wehren sich mehrere Abschlussklassen gegen die unterschiedliche Handhabung der Kantone. Sie wollen, dass die Prüfungen überall abgesagt werden und dies national entschieden wird.

Andere, so etwa der Zürcher Klimajugend-Frontmann und Gymnasiast Jonas Kampus, wollen die Kantone entscheiden lassen. Sein Kanton strebt die Absage der Prüfungen an. Kochs Aussage von Montag wertet Kampus als «Bestätigung»: «Die Gefahr vor Infektionen ist da – das ist die wissenschaftliche Einschätzung eines Epidemiologen. Kantone sollten darauf hören.»

MLaw Laetitia Block
Präsidentin JSVP BS
Vorstand SVP BS

Die Baslerin Laetitia Block ist Juristin und Chefin der basel-städtischen JSVP. Bild: zvg

Gegnerinnen und Gegner eines Prüfungsverzichts findet man bei den bürgerlichen Jungparteien im Kanton Basel-Stadt. Laetitia Block, Präsidentin der kantonalen Jungen SVP, betont auf Anfrage, dass man Maturanden nicht gefährden wolle.

«Ohne Prüfungen wird die Matura als ‹Corona-Abschluss› abgewertet.»

Laetitia Block, Präsidentin JSVP Basel-Stadt

«Wir denken aber, dass es etwa mit Distanzregeln oder mehr Räumen eigentlich möglich sein soll, die Prüfungen durchzuführen», sagt Block. Ihre Befürchtung ist, dass die Maturität 2020 als «Corona-Abschluss» abgewertet werde. «Die Matura-Prüfung ist eine wertvolle Erfahrung. Fehlt ein vergleichbarer Abschluss, könnte dies zu Schwierigkeiten bei der Job-Suche oder in der Bewältigung des Studiums führen.»

Sollen Matura-Prüfungen durchgeführt werden?

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106Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Neutralier 28.04.2020 12:51
    Highlight Highlight "Das Bestehen der Maturaprüfung ist zudem ein persönliches Erfolgserlebnis, das man nicht unterschätzen sollte."

    Genau! - ein Blatt Papier, welches man braucht, um endlich richtige Bildung in einem spezifischen Bereich zu bekommen...
  • M.A.S.H2020 28.04.2020 12:30
    Highlight Highlight Ganz klar, durchführen. Es gibt keine "Unsicherheit" ob sie lernen müssen, ja es wird gelernt und sich vorbereitet, es sind nämlich keine Ferien.

    Die Prüfungen können unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln durchgeführt werden und sollte sich tatsächlich mal einer anstecken ist das Risiko in dieser Altersklasse sehr gering.
  • Sämii00 28.04.2020 11:40
    Highlight Highlight Es gäbe sicherlich eine Lösung zwischen regulären Maturaprüfungen und keinen Prüfungen.
    Ohne Prüfungen fehlt einfach etwas. Man bereitet sich Monate auf die Maturaprüfungen vor und auf einmal folgt ein Schnitt. Der "emotionale" Abschluss fehlt. Ich denke aber auch die Erfahrung eine Prüfung mit einer grossen Stoffmenge zu bewältigen fehlt und wird sich in einem nachfolgenden Studium als grosser Nachteil entpuppen.
    Momentan können wir aber alle nur abwarten...
  • Carlo Meyer 28.04.2020 11:32
    Highlight Highlight Gerade die Kantone mit den tiefsten Maturaquoten bestehen auf Abschlussprüfungen.
    Die Fachleute holen sie dann aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland.
    So erspart man sich Bildungsausgaben.
  • Woichbinistvorne 28.04.2020 09:53
    Highlight Highlight Gerade jetzt, nach fast 2 Monaten Fernunterricht oder Halbferien, sollten Maturanden geprüft werden. Dabei würden bestimmt rund 80% durchfallen, weil sie in den vergangenen Wochen nichts oder zu wenig gelernt haben.

    Um genau das zu verhindern, wird es am Ende dann wohl keine Prüfungen geben.
    • Gubbe 29.04.2020 11:03
      Highlight Highlight Was ja auch heissen würde, nach bestandener Prüfung ist der ganze Stoff nach 3 Monaten vergessen.
  • Petersilien 28.04.2020 09:44
    Highlight Highlight Einfach peinlich wie lange dieser Wahnsinn schon dauert!! Wir warten Woche für Woche und niemand weiss was Sache ist, das kann es doch nicht sein?!
  • fidget 28.04.2020 09:43
    Highlight Highlight Das Einhalten der Distanzregeln erscheint mir nicht einmal so problematisch zu sein. Mit etwas organisatorischem Aufwand lässt sich das machen. Vielmehr ist die optimale Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen nicht gewährleistet. Seit Wochen sind die Maturanden zuhause und müssen für sich lernen. Keine fachliche Unterstützung (Videochat ist nicht immer das Wahre), Bibliotheken sind geschlossen etc. Der Austausch in Lerngruppen fehlt auch.
    2020 ist ein sehr herausforderndes Jahr, das kreative und unkonventionelle Lösungen verlangt.
  • Gubbe 28.04.2020 09:42
    Highlight Highlight Die jungen Menschen fühlen sich von der Wirtschaft vor den Kopf gestossen, wenn Prüfungen stattfinden. Überlegt mal, was habt ihr den bisher für uns Steuerzahler geleistet? Ihr macht die Matur für euch, nicht für die Wirtschaft. Theoretisches Wissen, auch nach Abschluss, ist für den Rundordner. Es muss schon ein weiterer Abschluss her, damit ihr vielleicht mal etwas zum Allgemeinwohl beitragen könnt. Wer gerne demonstriert und durch ein Megaphon seine kruden Sprüche aufsagt, und nicht bereit für eine Prüfung ist, hat verloren.
  • iudex 28.04.2020 09:34
    Highlight Highlight Ha genau, als ob sich jemals irgendjemand für das Maturitätszeugnis interessiert hätte. Wie weltfremd.
  • Butch Cassidy & Sundance Kid 28.04.2020 08:14
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt, dass die Matura keinerlei Bedeutung hat und eigentlich nur als Eintrittskarte für die Unis und FHs dient... verstehe ich die ganze Diskussion hier nicht..

    Niemand, aber auch wirklich niemand interessiert sich für die Matura Noten..
  • So oder so 28.04.2020 08:12
    Highlight Highlight Spielt doch keine Rolle ob Prüfungen stattfinden oder nicht. Lernen müssen sie es, oder Lernen die zwei Wochen vor der Prüfung schnell noch was ?
  • Badummtsss 28.04.2020 08:05
    Highlight Highlight Ja gopf, sind den die Matura die einzigen Prüfungen der Schweiz? X Studienabschlüsse oder Modulprüfungen stehen bald an, aber nur von den armen Maturanden wird geschrieben.
    In meinem Studium wird im Home Office gearbeitet und die Prüfungen auch zuhause durchgeführt. Kamera und Mikro an.
    Ich verstehe den ganzen Hype um diesem Thema überhaupt nicht.
    • So oder so 28.04.2020 11:56
      Highlight Highlight Hat ziemlich wahrscheinlich nicht selten einen Spross von Wichtigkeit der ja eine Gute Prüfung ablegen sollte.
    • _Qwertzuiop_ 28.04.2020 12:21
      Highlight Highlight Geht mir genauso. Die sind teilweise gleich alt wie die Studenten im ersten/2. Jahr und jetzt gibts so ein Theater wegen ein paar Prüfungen, welche einfacher nicht sein könnten. Ist ja alles Wiederholung und Vornoten zählen dazu? Platz sollte auch kein Problem sein: 4-5 Gymi dürfen bis um den 8. Juni nicht in die Schule, das bedeutet ganz viele zusätzliche leere Klassenzimmer & es gibt Turnhallen, Mehrzweckhallen und sonstige Lokalitäten, die man für eine Woche sicher nutzen könnte. Abstand ist das geringste Problem.
  • sowhat 28.04.2020 07:06
    Highlight Highlight Warum fordern die Kantone einen Entscheid des BR, wo doch klar ist, dass die Entscheidung bei ihnen liegt? Sie sollen ihre Gremien nutzen und gemeinsam eine Entscheidung herbeiführen. Ich dachte es gibt Bildungsexperten in jedem Kanton? Der Bund hat genug Entscheidungsgrundlagen geboten.
    Meiner Meinung nach liefern die Kantone grad den Beweis, dass sie die Bildung genau so wenig im Griff haben wie ihre Aufgaben im Gesundheitsbereich.

    ...und Danke für die klare Frage an Herrn Koch, Petar.

    • curdZ 28.04.2020 07:46
      Highlight Highlight Es ist in der alleinigen Kompetenz des Bundes den Kantonen zu gewähren die Maturaprüfungen abzusagen. Dies aufgrund des eidgenössischen Maturreglements.
    • fidget 28.04.2020 09:47
      Highlight Highlight Die Kantone haben in Bildungsfragen schon hoheitliche Entscheidungskraft, jedoch wird im Artikel auch die Bundesverordnung erwähnt, die vorschreibt was schriftlich und mündlich geprüft werden muss. Und an diese Verordnung müssen sich alle Kantone halten. Bundesrecht steht über kantonalem Recht. Daher braucht es einen BR-Entscheid.
    • sowhat 28.04.2020 12:49
      Highlight Highlight Ah, danke. Dh den Grundsatzentscheid fällt der Bund und die Kantine machen danach was sie wollen?
      Sie können also den Bund am? Ende beschuldigen, was auch immer sie selbst danach umsetzten?

      🤦‍♀️🤦‍♂️schräg
  • Mike78 27.04.2020 23:45
    Highlight Highlight Rein für den Abschluss ist es egal ob die Prüfung durchgeführt wird oder nicht. Wer es ins Abschlussjahr schafft und entsprechende Erfahrungsnoten hat schafft auch den Abschluss. Kaum einer schafft es nicht. Daher ist der Abschluss auch nicht geschenkt.

    Was aber den Maturanden ohne Prüfung fehlen wird ist den ganzen Stoff nochmal aufgearbeitet und gefestigt zu haben.

    Meiner Meinung sind diejenigen die die Prüfung machen gegenüber den anderen dadurch im folgenden Studium im Vorteil. Vermutlich werden ohne Prüfung im nächsten Jahr auch mehr im Studium die Prüfungen nicht schaffen.
    • Florodelfia 28.04.2020 08:46
      Highlight Highlight Aber die Prüfungen sind wichtig für die die mit den Erfahrungsnoten knapp sind und dann noch eine Chance haben.
  • YvesM 27.04.2020 23:20
    Highlight Highlight Die Frage wäre dann eigentlich, warum nicht gleich abschafen?
    • #veganseatmeat 28.04.2020 08:23
      Highlight Highlight Ganz einfach, damit solche Deutschfäler nicht mer passiern. ;)
  • Trooper87 27.04.2020 23:12
    Highlight Highlight Jetzt wird nur über die Abschlussklassen geredet, aber was ist mit denn anderen Klassen im Gymi oder Lehre. Die werden teilweise nur 2 Wochen haben und da wollen alle Lehrer noch Noten sammeln. Kantischüler 2 Wochen Schule bis zu Noten Abgage und in jedem Fach wollen sie eine Prüfung machen, 10-12 Prüfungen... Oder Lehre wo jemand noch 2 Tage Schule hat vor Notenabgabe, und hier wollen sie auch in jedem Fach eine Prüfung machen... Man sollte einfach Schweizweit keine Noten in diesem Semester verteilen.
    • MyErdbeere 27.04.2020 23:31
      Highlight Highlight Gut, dass du die Frage stellst. Meine BM-Lehrer machen die Noten bereits jetzt (oder schon vor dem Lockdown) online. Ich bin zwar in einer Abschlussklasse, aber von den Anderen höre ich Ähnliches.
    • _Qwertzuiop_ 28.04.2020 14:52
      Highlight Highlight Bei meiner Schwester werden die Prüfungen einfach im nächsten SJ geschrieben. Auch nicht so toll aber es immerhin nicht 2 Wochen voller Prüfungen.
    • Trooper87 28.04.2020 19:29
      Highlight Highlight Kommt ein bisschen auf den Kanton darauf an. Ich weiss von Kantischülern die momentan zweistellige Prüfungen angekündet haben...und in einem anderen Kanton werden auf Prüfungen verzichtet.
  • Queen C 27.04.2020 22:57
    Highlight Highlight Wenn die Noten eh niemanden interessieren, müssten ja auch ausserhalb von Corona keine Maturaprüfungen geschrieben werden.

    Mir scheint es, die momentane Situation kommt einfach den Faulenzern gelegen, die die Chance wittern, billig und ohne Anstrengung zu ihrer Matura zu kommen.
    • sowhat 28.04.2020 07:10
      Highlight Highlight Ich würde nicht soweit gehen, stelle mir aber schon die Frage, warum der letzte Monat nicht zu repetieren genutzt wurde.
    • Petersilien 28.04.2020 09:46
      Highlight Highlight Wer es bis kurz vor die AP geschafft hat, kommt auch durch die AP. Natürlich ist es ein Zückerli.
  • Apokalyptus 27.04.2020 22:44
    Highlight Highlight Interessant ist auch, dass wirklich niemand auf die Idee kommt, mündliche Prüfungen wie auch eine abgeänderte Form der schriftlichen einfach online zu machen. Es ist so borniert immer an diesen Strukturen festzuhalten, selbst dann, wenn es einfach keinen Sinn bzw. in diesem Fall fahrlässig wäre. Der Unterricht findet so oder so inzwischen online statt. Ich verstehe nicht, wie man der aktuellen Situation bei all der Tragik nicht auch einfach mal etwas Positives abgewinnen kann und sich kurz überlegt, dass wohl in naher Zukunft die Schule sukzessive ins Netz gehen wird.
    • sowhat 28.04.2020 07:15
      Highlight Highlight Einverstanden.
      Ich fürchte allerdings, dass unsere Entscheidungsträger in den Kantonen zu langsam denken, zu wenig Bescheid wissen und viel zu viel Angst vor Kontrollverlust haben.
    • Petersiliengewächs 28.04.2020 08:34
      Highlight Highlight Das ist ein Problem des Systems. Seit 10 Jahren arbeitet unser Kanton (Baselland) eine Möglichkeit aus, die Aufsätze auf Computern zu schreiben. Sie sind noch mit keiner Lösung aufgekommen, da man angeblich noch zu viel spicken könne.
      Und in so einem System werden nie und nimmer plötzlich Online-Prüfungen zugelassen. Leider.
    • jean07 28.04.2020 11:03
      Highlight Highlight Online-Prüfungen sind aber nicht ganz so einfach. Es ist nicht möglich zu kontrollieren, ob die Lernenden nicht untereinander kommunizieren oder an einem anderen Gerät googeln und für jeden eine eigene Prüfung mit Zufallsabfolge der Aufgaben ergibt Fairness Probleme. Deutschaufsatz ist nicht so ein Problem, Mathe nicht ganz einfach..
  • _Qwertzuiop_ 27.04.2020 22:40
    Highlight Highlight - Matura ist in jedem Kanton unterschiedlich
    - das lernen ist eine gute Repetition & somit Vorbereitung aufs Studium sowohl da man dann alles wieder etwas präsenter hat, wie auch um den Umgang mit grossem Stoffumfang zu erlernen, welche die erste Prüfungsphase an Uni/FH erleichtern wird
    - der Stoff umfasst 3-4 Jahre & muss von jedem im Selbststudium repetiert werden
    - Keine klare Kommunikation ist keine Ausrede nicht bereits mit dem lernen anzufangen
    - es wird an dee Uni/FH nicht plötzlich einfacher, ganz im Gegenteil. Ausserdem: je mehr Anmeldungen desto mehr wird sortiert.
  • Clank 27.04.2020 22:39
    Highlight Highlight Die Noten der Matura interessieren auch niemand. So funktioniert das Schweizer Bildungssystem. Selbst mit einer 2 in Mathe, darfst du Mathematik studieren. Nach dem Studium fragt auch niemand mehr nach deiner Matura.
    Selbst wenn die Maturprüfungen nicht stattfinden, haben die Maturanden immer noch Fernunterricht, ist nicht so, als würden sie dann Party feiern.

    Ich denke Prüfungen sind durchaus machbar mit Einhaltung der Abstände. Problematisch ist eher die Vorbereitungszeit. Da herrschen nicht die gleiche Bedingungen zum lernen.
    [2/2]
    • _Qwertzuiop_ 27.04.2020 22:51
      Highlight Highlight Was verstehst du unter „nicht die gleichen Bedingungen zum lernen“? MMn könnten die nicht gleicher sein: alle sind zuhause. Normal gibt es bei gewissen Kantonen ab April Lernferien, bei anderen wird bis zur schriftlichen Unterricht gemacht & dann gibts 2-3 Wochen pause bis zu mündlichen Prüfungen, wieder andere ziehen es ohne Lernferien an einem Stück durch. Die Bedingungen waren noch nie so gleich für die gesamte Schweiz wie jetzt.
    • Omniszienz 28.04.2020 08:10
      Highlight Highlight Ja, man darf auch mit einer 2 in Mathe Mathematik studieren. Ich bezweifle jedoch stark, dass man dieses Studium abschliessen wird, wenn man schon im gymer mühe hatte. Falls man es schaffen sollte hat man sowieso 100mal mehr Ahnung in Mathematik als jeder Maturant deshalb sehe ich das Problem nicht ganz
    • So oder so 28.04.2020 08:15
      Highlight Highlight Wie lange man mit einer 2 in Mathe im Studium bleibt ist eine andere Frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clank 27.04.2020 22:31
    Highlight Highlight Paar Kommentare schreien nur so von Ignoranz, Missgunst und Neid. Was ist aus watson geworden?
    Also nur mal zum klarstellen: Gymnasiale Matura ist nicht gleich Maturaprüfung. Die Maturaprüfung bestehen jeweils 99% der Schüler. Das ist keine Selektionsprüfung oder sonst schwierige Prüfung, wie die Aufnahmeprüfung oder Passarelle. Das schwierigste im Gymi ist es, überhaupt erst bis ins Maturjahr zu schaffen, ohne rauszufliegen.
    In Zürich zählen zb. sowieso 50% der Vornoten. Die Abschlussprüfungen sind mehr symbolisch als von schulischer Bedeutung. [1/2]
  • Sir Lanzelot 27.04.2020 22:13
    Highlight Highlight Warum genau können die Schulen auftun, aber Prüfungen sind ein Problem?
  • Alteresel 27.04.2020 22:03
    Highlight Highlight Diese Kantönligeister sollten sich nun einfach mal merken, dass das Corona kein föderalistisches Virus ist!
  • Luviora 27.04.2020 21:49
    Highlight Highlight Fakt ist: 1) Die Maturprüfungen können SOWIESO nicht im regulären Rahmen durchgeführt werden - sind also niemals gleichwertig. So kann man es auch gleich ganz lassen...
    2) Das Infektionsrisiko kann niemals ganz ausgeschlossen werden; wer anderer Meinung ist, denkt idealistisch, aber sicher nicht praxisbezogen.
    3) Die Matura-Note zählt in vielen Kantonen nur einen Fünftel. Einen grossen Unterschied macht es also nicht!
    4) Die Erfahrungsnoten sind allgemein aussagekräftiger, die Matura unter normalen Umständen eine sinnvolle ERGÄNZUNG.
    5) Kein gemeinsamer Abschluss, mangelnde Vorbereitung etc.
  • Gurgelhals 27.04.2020 21:47
    Highlight Highlight Kurz zur Aussage von Hengartner: Der auch in normalen Zeiten grassierende "Wildwuchs" bei den Maturitätsprüfungen ist den Unirektoren generell ein Dorn im Auge, da die Matura in der CH einem halt blanko die allg. Studierfähigkeit bescheinigt (= man darf an jeder CH Uni ohne extra Bewerbung studieren was man will, ausser Medizin). Das sorgt in den unteren Semestern für viel Leerlauf. Auch wenn sie's nicht laut sagen, weil es polit. eine viel zu heisse Forderung ist und es letztlich auch nur um Geld geht, hätten die Unileiter hier liebend gerne viel mehr u. viel strengere Selektionsmechanismen.
    • sowhat 28.04.2020 07:21
      Highlight Highlight Vor allem müsste diese Regelung national einheitlich sein. Solange jeder Kanton seine eigenen Verfahren durchzieht, sind die Voraussetzungen nicht für alle Studierenden gleich.
    • Gurgelhals 28.04.2020 13:39
      Highlight Highlight Die Mittelschulen interkantonal zu harmonisieren ist politisch nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Die Harmonisierung der Volksschulen mit dem Harmos-Konkordat war ja schon eine Zangengeburt. Und bei den Mittelschulen ist die Ausgangslage noch einiges komplizierter: Wegen der geltenden Maturitätsverordnung hat dort auch der Bund ein Wort mitzureden, zugleich ist die kantonale Bildungshoheit natürlich absolut heilig. Und dann sind die Mittelschulen ja auch noch diese komplizierte Zwitterwesen, weil sie teilweise noch die obligatorische Schulzeit abdecken und teilweise nicht mehr...
  • Rumpelstilzchen 27.04.2020 21:36
    Highlight Highlight Ohne Prüfung keine Matura... Dann halt im nächsten Jahr nachholen. Oder analog zum Sportwesen: ohne Ligaquali kein Aufsteiger :-)
    • Rumpelstilzchen 27.04.2020 22:14
      Highlight Highlight Die Blitzer wollen also eine Hochschulzulassung ohne Leistungsausweis... Na gratuliere.
    • Bächli 27.04.2020 23:44
      Highlight Highlight @Rumpelstilzchen, als ob Prüfungen etwas über die Qualität einer Ausbildung aussagen würden. Diejenigen mit einen starken Kurzzeitgedächnis profitieren besonders. Die Gewichtung von Erfahrungsnoten wäre viel aussagekräftiger.
    • Rumpelstilzchen 28.04.2020 00:14
      Highlight Highlight Also der Aufwand für die Maturaprüfung eine Folklore zu nennen ist doch ein Hohn und würdigt den jährlichen Einsatz der Schüler bei weitem nicht. Im Gegensatz zu den teilweise lächerlichen Zwischenprüfungen benötigt es eben mehr als das Kurzzeitgedächtnis.
      Und ja... Es ist keine Selektion... Ist das ärztliche Staatsexamen auch nicht, wenn man die Durchfallquote anschaut. Dennoch würde niemand Ärztinnen ohne Prüfung diplomieren. Es ist ein Leistungsausweis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 27.04.2020 21:33
    Highlight Highlight Ohne Maturaprüfung kein Studium!

    Nur wer die Anforderungen erfüllt darf studieren, wo kämen wir da sonst hin! Lernt für euer Leben!
    • Pascal Bauer 27.04.2020 22:29
      Highlight Highlight Naja, gerade das "lernt für euer leben" spricht doch dafür, die Prüfung abzusagen... Die Maturaprüfung ist keine Selektionsprüfung. Die findet vorher statt...
  • lilie 27.04.2020 21:30
    Highlight Highlight Ich sehe zwar, dass etwa gleich viel für eine schweizweite Absage und für eine schweizweite Durchführung sind.

    Ich fände es jedoch am besten, wenn die Kantone entscheiden würden. Die Gymnasien sind ja in ihrer Verantwortung.

    In schwer betroffenen Kantonen macht es vielleicht wirklich Sinn, die Prüfungen abzusagen.

    In weniger stark betroffenen macht es umgekehrt keinen Sinn, sie nicht durchzuführen.

    Bei solchen Prüfungen ist zudem ja schon allein aus prüfungstechnischen Gründen der geforderte Abstand gegeben.
    • sowhat 28.04.2020 07:25
      Highlight Highlight @lilie,ich bin? Zwar grundsätzlich eher dafür, dass das Bildungswesen besser auf nationaler als auf kantonaler Ebene organisiert werden sollte.
      Hier kann ich deiner Argumentation jedoch folgen. Die Coronabetroffenheit der Kantone sollte mitberücksichtigt werden.
    • lilie 28.04.2020 08:35
      Highlight Highlight @idrisi: Ich nehme an, das ist ein Scherz. Ob etwas durchgeführt wird oder nicht, sollte sich daran orientieren, ob dabei eine Ansteckungsgefahr besteht.

      Und da gibts ja wohl einen deutlichen Unterschied zwischen Fasnacht und Matura.

      @sowhat: Danke. 🙂

      Unser förderalistuscher Bildungspatchwork hat zwar Charme, aber ich finde es auch nicht ideal, gerade beim Gymi. Immerhin machen die meisten eine eidgenössische Matura.

      Aber wie auch immer, darum gehts ja im Moment nicht. Es sollte einfach bald ein Entscheid her, damit sich alle einrichten können.
  • El-D 27.04.2020 21:28
    Highlight Highlight Zwei Dinge sind meiner Meinung nach -nebst der Gesundheit der Maturanden - jetzt wichtig:
    1) eine (obwohl wir ein riiieeesiges Land sind) schweizweit gleiche Handhabung

    2) keine Gratismatura - es sitzen alle Maturanden bezüglich Vorbereitung und Distanzunterricht im selben Boot, dies kann man allenfalls noch in den Prüfungsaufgaben bzw. deren Schwierigkeitsgrad berücksichtigen. Zudem: die Coronakrise betrifft nur die letzten 2 Monate ihrer Gymnasialzeit. Die Zeit, in der man grösstenteils (oder jedenfalls ich damals) eh alleine zu Hause Stoff repetieren muss.
    • Pascal Bauer 27.04.2020 22:33
      Highlight Highlight Die vier Jahre Unterricht mit Promotion sind nicht "gratis". Darum ist eine Matura ohne Maturaprüfung auch nicht gratis...
    • Asmodeus 28.04.2020 10:11
      Highlight Highlight Gratismatura wäre wenn ich jetzt mit 38 nachträglich eine Matura kriegen würde ohne die Schulbank zu drücken.
  • Sälüzäme 27.04.2020 21:23
    Highlight Highlight Was geht Herrn Koch die Matura an?
    Er sagt nur unter welchen Bedingungen sich Leute treffen dürfen, der Rest sollen die dafür Zuständigen lösen. Wofür soll dieser Mann den noch die Verantwortung übernehmen? Für alles wo die Politiker unfähig sind? Dann können wir ihm das Regieren gleich ganz überlassen.
    • yesss 28.04.2020 00:15
      Highlight Highlight Bin ziemlich froh, dass wir hier in der Schweiz noch auf unsere Experten hören in Krisensituationen. Wenn wir das nicht mehr tun, haben wir bald Zustände wie in den Vereinigten Staaten, wo nicht mehr auf Fakten basierend entschieden wird, sondern nur noch aus politischem Interesse Entscheide gefällt werden.
    • sowhat 28.04.2020 07:29
      Highlight Highlight Ich verstehe deinen Ärger grad nicht. Die Frage zielte auf die Voraussetzungen und genau die hat er beantwortet. Entscheiden muss er nicht. Seine Aufgabe ist, entscheidungsgrundlagen zu liefern. Genau das ist hier passiert.
    • Sälüzäme 28.04.2020 09:59
      Highlight Highlight @sowhat: nur sehen es viele Kommentarschreiber nicht so wie du, sie verlangen eine übergeordnete Entscheidung, was aber rechtlich nicht möglich ist, diese liegt bei den Kantonen. Da hilft kein jammern, kein wenn und aber, man muss es akzeptieren wie vieles andere im Leben auch. Ein bischen mehr Pragmatismus dürfte von der zukünftigen Elite verlangt werden.
  • simiimi 27.04.2020 21:19
    Highlight Highlight Was aus dem Artikel nicht klar wird, sind die Konsequenzen der Absage der Maturaprüfungen. Haben diejenigen Kantone, welche die Prüfung absagen wollen im Sinn, alle bestehen zu lassen oder müssen alle die Prüfung am nächstmöglichen Termin nachholen? Denke ohne diese Info kann man auch die Umfrage im Artikel nicht ausfüllen. Danke für die Klarstellung.
    • Asmodeus 28.04.2020 00:08
      Highlight Highlight Im Text steht es doch. Erfahrungsnoten.

      Die Schüler hatten ja trotzdem Prüfungen in diversen Fächern. Zur Not müssen die als Matur-Ersatz herhalten.

      Finde ich persönlich eh praktischer als wie es teilweise in der Berufsschule gehandhabt wurde, wo man 4 Jahre lang Prüfungen schreibt aber schlussendlich kommts nur auf die LAP an ob man besteht oder nicht.
  • Schreimschrum 27.04.2020 21:18
    Highlight Highlight Das ist ja schön und gut. Aber die Maturanden sind nicht die einzigen die Klarheit wollen. Ich bin gerade an einem Vorkurs für eine Aufnahmeprüfung an eine Hochschule. Da es hier keine Vornoten gab, war es schon länger klar ja es gibt eine Prüfung, diese jedoch gekürzt. Leider haben wir einen Monat vor der Prüfung noch immer kein Datum, geschweige den Informationen was erlassen werden soll...

    An alle Verantwortlichen, wir hätten gerne Klarheit!
    • M.A.S.H2020 28.04.2020 12:31
      Highlight Highlight Dann bereite Dich so vor, als ob die Prüfung ganz normal stattfinden würde.
  • Asmodeus 27.04.2020 21:09
    Highlight Highlight Auffällig dass die eher rechteren Kantone auf Durchführung der Matura beharren.

    Nicht verwunderlich.
    • murrayB 27.04.2020 21:36
      Highlight Highlight Willst du damit sagen, dass eher linke Kantone hier laissez fair walten lassen und Rechte Leistung einfordern?

      Damit kannst du recht haben...
    • Rumpelstilzchen 27.04.2020 21:37
      Highlight Highlight Wieso? Weil rechts gegen Bildung ist?
    • Plan B 27.04.2020 21:44
      Highlight Highlight Eine Prüfung kann man locker mit dem nötigen Abstand durchführen. Wie man auch weiter arbeiten kann mit dem nötigen Abstand.
      Da unterstütz ich die rechten Kantone voll und ganz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ar2mq 27.04.2020 21:07
    Highlight Highlight Wie viele Schüler gibt es an einem Gymnasium pro Fachrichtung? Nehmen wir einmal an, es seien 80. Wie viele davon fallen durch? Vielleicht 1-2 Gymnasiasten... (bei uns war es niemand...). Warum sollte diese unwesentliche Anzahl die Leistung aller anderen schmälern. Das spielt doch absolut keine Rolle, wenn einmal alle durchkommen!!!
    • Rumpelstilzchen 27.04.2020 21:38
      Highlight Highlight Weil mit der Prüfungen das Gelernte geprüft wird... Ohne Prüfung nichts Gelerntes
    • yesss 27.04.2020 21:55
      Highlight Highlight @Rumpelstilzchen Bei den Maturaprüfungen werden ausschliesslich Themen abgefragt, die im Unterricht mit einer Prüfung abgeschlossen wurden. Bedeutet also sehr wohl, dass es schon einmal gelernt wurde.
    • who cares? 27.04.2020 22:09
      Highlight Highlight @Rumpelstilzchen zumindest im Kontext der Matura ist dies falsch. Es wird praktisch nichts an den Maturaprüfungen geprüft, das nicht schon einmal während der Schuljahre geprüft wurde, also es wurde schon mal gelernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Junge Schnuufer 27.04.2020 21:01
    Highlight Highlight «Ohne Prüfungen wird die Matura als ‹Corona-Abschluss› abgewertet.»

    Was ein Seich. Die Hochschulen/Unis wollen einfach den Fötzel sehen auf dem draufsteht, dass man bestanden hat. Wie ist dabei ziemlich egal.
    • murrayB 27.04.2020 21:44
      Highlight Highlight Das stimmt, ein Fötzel der genau das gleiche Niveau bestätigt hat wie die Abschlüsse der Vorjahre!
    • MyErdbeere 27.04.2020 23:41
      Highlight Highlight @murrayB

      Das Niveau kann gar nicht aufgeholt werden, da man bis zu den Prüfungen hin nicht mehr die Schule betritt. Zudem spickts die Allermeisten nicht an der Prüfung, sondern schon vorher.

      Ich bin ein BMler, der sich für eine Absage ausspricht. Jedoch bin ich mir die Konsequenzen bewusst, was mich jedoch dazu beflügelt, in der FH noch mehr Gas zu geben. Hoffe, es geht jedem ein bisschen so... ;)
    • murrayB 28.04.2020 10:40
      Highlight Highlight @MyErdbeere

      Ich bin nicht gegen das Absagen der Prüfungen - resp. wenn es abgesagt wird, dann gibt es auch kein Diplom/Zeugnis, so einfach ist es...

      Wieso der Widerstand so gross ist, wo bei Prüfungen so oder so Abstand herrscht weiss ich nicht...

      Ich rate mal: Das Momentum ausnützen?
  • michiOW 27.04.2020 20:42
    Highlight Highlight Es war ja auch nicht das Thema, dass sich Jugendliche nicht anstecken können?
  • Grashüpfer22 27.04.2020 20:35
    Highlight Highlight Ich selbst befinde mich zurzeit in der Berufsmaturitätsschule (vollzeit). Kann mir jemand erklären warum nicht endlich klar kommuniziert werden kann ?
    Aus meiner Sicht sollten keine Abschlussprüfungen stattfinden, oder ist es gerecht Abschlussprüfungen zu haben, obwohl man ca. 1/3 des gesamten Stoffes zuhause irgendwie durchbringen muss ? Auch verstehe ich nicht, warum dieser Titel als so wichtig gilt. Denn der "geschenkte" Matura-Abschluss bringt dir im Berufsleben sowieso nichts. Alle die so abschliessen würden, müssten sich ohnehin an den FH's oder Unis bewähren.
    • Stinkstiefel 27.04.2020 22:39
      Highlight Highlight Falls du mit der Berufsmaturität an eine Hochschule gehen willst, solltest du dich mit den Gedanken anfreunden, eher mehr als 1/3 zu Hause alleine zu erarbeiten.
    • Grashüpfer22 27.04.2020 23:12
      Highlight Highlight @Leon1 Dies ist mir sehr wohl bewusst. Ich wollte damit auf die Chancengleichheit vergangener Jahre anspielen und wenn es ggf. Kantone geben sollte, die keine Prüfungen durchführen werden.
    • MyErdbeere 27.04.2020 23:43
      Highlight Highlight @Leon1

      Stimmt. Aber im vergleich zur BM ist die FH ja eben dafür ausgelegt, viel Zuhause zu lernen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 27.04.2020 20:32
    Highlight Highlight Grundsätzlich braucht es eine schweizweite Lösung, etwas anderes kommt überhaupt nicht in Frage!

    Aus Gründen der Chancengleichheit müssen die Prüfungen abgesagt werden. Nicht alle können von zu Hause aus auf dieselbe Unterstützung zählen. Manche haben gutgebildete Home-office Eltern zu Hause, die einem gut helfen können. Andere wiederum sind auf sich gestellt, da ihre Eltern gerade dafür sorgen müssen, dass unser Land noch funktioniert. Kommen wir letzteren doch aus Solidarität entgegen!
    • El-D 27.04.2020 21:31
      Highlight Highlight Nicht dass ich deiner Kernaussage grundsätzlich widerspreche...
      Aber diese ChanchenUNgleichheit existiert in normalen Jahren doch auch?
    • lilie 27.04.2020 21:39
      Highlight Highlight @Platon: Dasselbe kannst du aber auch für ein Nicht-Corona-Jahr sagen. Das ist kein Argument. Zumal die Schüler ja schon mehrere Jahre Gymi mot Prüfungen hinter sich haben. Die Matura bestehen fast alle.
    • _Qwertzuiop_ 27.04.2020 21:49
      Highlight Highlight Lehrer sind per Mail zu erreichen, viele bieten an, dass man anrufen kann etc, es gibt youtube und Lernplatformen. Man kann sich dumm stellen und dann ist man selber schuld oder man macht das, was von einem Maturanden erwartet werden kann: man denkt selbstständig nach und nutzt die Mittel. Glaub mir, die meisten nutzen Simpleclub bei Unklarheiten beim lernen für die Matura und fragen nicht die Lehrer.
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  • blueberry muffin 27.04.2020 20:28
    Highlight Highlight Als ob sich irgendwer, jemals, für deine Matura Noten interessiert. Was für ein Quatsch.
    • MyErdbeere 27.04.2020 23:46
      Highlight Highlight Wie beim EFZ. Und bevor man einen akademischen Grad in der Tasche hat, ist der Titel (leider) sowieso nicht wirklich relevant.

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