Schweiz
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IM HINBLICK AUF DEN SCHULJAHRESBEGINN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL VOM UNTERRICHT AN GYMNASIALEN MATURITAETSCHULEN ZUR VERFUEGUNG --- Class 2A pictured taking an exam during natural science project work with teacher Thomas Ortega (not in the picture) at the gymnasium of the Cantonal School Glarus, Switzerland, on May 8, 2018. The Cantonal School Glarus was founded in 1956 and consists of a gymnasium and a specialized upper secondary school (Fachmittelschule FMS). (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Werden die Maturanden ihre Prüfungen schreiben können oder nicht? Darüber herrscht noch immer Unklarheit. Bild: KEYSTONE

Maturaprüfungen oder nicht? Das sagen die Kantone

Wie soll der Präsenzunterricht ab dem 11. Mai aussehen? An der Umsetzung wird auf Hochtouren gearbeitet. Besonders Maturanden wollen Klarheit darüber, ob die Abschlussprüfungen Ende Mai stattfinden oder nicht. Nun preschen Kantone mit eigenen Vorschlägen vor.



Unter Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern rumort es. Der Bundesrat will ab 11. Mai bzw. 8. Juni den Unterrichtsbetrieb nach und nach wieder hochfahren. Weitere Details nannte er nicht. Fragen zu den Abschlussprüfungen oder zum Infektionsschutz der Kinder bleiben offen.

Die Ungewissheit wurde nicht kleiner, als klar wurde, dass Bildungsminister Guy Parmelin an der gestrigen Pressekonferenz nicht teilnimmt. Der Zürcher Gymi-Schüler und Klimajugend-Frontmann Jonas Kampus spricht von einer «speziellen Situation»: «Eigentlich würde unsere Prüfungsphase am 29. Mai beginnen. Heute Morgen war ich noch am Lernen und fragte mich ständig, ob sich das überhaupt noch lohnt.»

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Was helfen könnte, wäre Klarheit. Das ist auch, was Baselbieter Wirtschaftsmittelschüler Philip Fiechter fodert: «Einfach ins Blaue hinaus zu lernen, ist anstrengend und nagt an unserer Motivation.» Aktuell würde er noch ganz normal für die Prüfungen lernen, so als würden sie Ende Mai stattfinden. «Ich bin aber der Meinung, dass es unfair wäre, wenn unsere Prüfungen stattfinden würden und andere, wie beispielsweise die schriftlichen Lehrabschlussprüfungen, nicht», sagt Fiechter.

Bild

Der 18-jährige Wirtschaftsmittelschüler Philip Fiechter will Klarheit. Ins Blaue hinaus zu lernen nage an der Motivation. bild: zvg

Kantone wollen selber entscheiden

Was die beiden Maturanden «unfair» finden, könnte jedoch bald Realität werden, wie Recherchen von watson zeigen. Die Arbeiten hinter den Kulissen laufen auf Hochtouren, mehrere Kantone haben eigene «Task Forces» eingerichtet, um Fragen zu Hygienemassnahmen, Prüfungen oder Unterrichtsmodalitäten zu klären.

Der Hintergrund dieser Arbeit vor Ort: Mehrere kantonale Bildungsdirektoren gehen davon aus, dass der Bundesrat in seinem Beschluss inhaltlich nur den «Präsenzunterricht an der Volksschule» wieder zulassen wird. Weitere Auflagen soll es «von Bern» aus nicht geben, so die Stimmung bei mehreren Regierungsräten. Sie verweisen darauf, dass die Bildung «traditionell in der Zuständigkeit und Kompetenz der Kantone» liege und diese besser auf die örtlichen Unterschiede auf dem Land und in der Stadt reagieren könnten.

In den Kantonen prüfe man deshalb individuell, wie welche Schutzmassnahmen in den Schulhäusern gelten sollen, wenn das Social Distancing für Kinder und Jugendliche quasi aufgehoben wird. Bei den Unterrichtsmodalitäten werde diskutiert, ob man die Klassen «halb oder voll» ins Zimmer lassen werde und ob ein «Split» für Vormittags- bzw. Nachmittagsunterricht möglich sei. Möglich sei auch, dass ähnlich wie in Deutschland jeder Kanton selber entscheidet, wann welche Klasse wieder zum Präsenzunterricht ins Schulhaus muss.

Maturaprüfungen trotz Corona?

Diese Haltung widerspiegelt sich im Brief, den die Erziehungsdirektorinnenkonferenz (EDK) diese Woche an den Bundesrat verschickte. Darin forderte man, dass den Kantonen per Notrecht erlaubt werden soll, individuell über Durchführung oder Absage der schriftlichen Matura-Prüfungen entscheiden zu können. Auch «Erfahrungsnoten» sollten möglich sein, heisst es im Brief weiter.

«Ich kann nur sagen, dass wir davon ausgehen, dass die Maturaprüfungen im Juni wie geplant stattfinden werden.»

St.Galler Bildungsdirektor und EDK-Vorstandsmitglied Stefan Kölliker (SVP)

Stand heute liegt diese Frage in der Kompetenz des Bundes. Deshalb sorgte auch die Ankündigung des Kantons Zürich, Maturaprüfungen ausfallen lassen zu wollen (falls es der Bundesrat erlaube), für gemischte Gefühle. Vorfreude gab es verständlicherweise bei den Schülerinnen und Schülern. Verwundert reagierten die anderen Kantone, die nun unter Zugzwang stehen.

So berichtet der St.Galler Bildungsdirektor und EDK-Vorstandsmitglied Stefan Kölliker (SVP), dass wegen der Meldung aus Zürich bei ihm das Telefon ständig klingle, weil man wissen wolle, wie das nun in seinem Kanton aussehe. «Ich kann nur sagen, dass wir davon ausgehen, dass die Maturaprüfungen im Juni wie geplant stattfinden werden», sagt Kölliker zu watson.

Maturanden machen Druck

Bei St.Galler Maturandinnen und Maturanden mag das zwar eine klare Aussage sein. Viele dürften aber ähnliche Kritik haben, wie es der Zürcher Gymi-Schüler Jonas Kampus formuliert:

«Es ist für uns eine psychische Belastung, wenn wir besorgt sein müssen, ob die Hygienemassnahmen eingehalten werden können.»

Gymi-Schüler Jonas Kampus

Bild

Der 18-jährige Jonas Kampus. bild: zvg

Beispiele aus Deutschland hätten gezeigt, dass es schwierig sei, diese einzuhalten. Auch sei es anspruchsvoll, sich von der Quarantäne direkt auf die Prüfungssituation umzustellen. «Ich unterstütze deshalb den Antrag der EDK», sagt Kampus.

Andere Gleichaltrige gehen einen anderen Weg: In einer Onlinepetition, die bereits über 40'000 unterzeichnet haben, fordern die Maturanden, dass auf die Abschlussprüfungen verzichtet wird. Sie fordern, dass der Durchschnitt der letzten fünf oder sieben Semester errechnet und als Abschlussnote festgelegt wird. Wer die Note verbessern will, soll eine mündliche Leistung in einzelnen Prüfungsfächern erbringen können.

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Carlo Meyer 24.04.2020 14:18
    Highlight Highlight Nennt sich eidgenössische Matura, aber die Voraussetzungen sind in jedem Kanton anders.
    Einfach nur lächerlich unser Bildungssystem. Von Chancengerechtigkeit keine Spur.
  • R. Schmid 23.04.2020 13:05
    Highlight Highlight In den Ausgang will ich jetzt!!! Aber keinen Arsch eine Prüfung zu schreiben... Hatten ja genug Zeit zum lernen! Kann man doch organisieren.
  • Milkyway77 23.04.2020 12:42
    Highlight Highlight Man sollte auch an die Lehrlinge im Handwerk denken, nicht nur an die Studenten....
    • Samon B. 23.04.2020 17:06
      Highlight Highlight Also an diese Lehrlinge für die es schon fast ausnahmslos einen Entscheid gibt? (Und das schon bevor Matura überhaupt zum ersten Mal erwähnt wurde)
  • Jere 23.04.2020 12:20
    Highlight Highlight Die Erziehungsdireketion des Kanton Bern hat die Maturprüfungen offiziell abgesagt! Der Entscheid liegt jetzt einzig und allein beim Bundesrat. Da kann der Kanton St.Gallen sagen was er will!
  • debs_knows_all 23.04.2020 12:01
    Highlight Highlight sorry musste ein wenig lachen.,,eine psychische belastung“, aber jetzt in dieser zeit, als keine schule stattfand und alle teenies unter der woche bis 02:00 uhr auf öffentliche , teils abgesperrten wiesen herumtollen,kuscheln whatever und dies in einer zweistelligen anzahl personen,dies belastet die Teenies dann nicht psychisch😂
    • TheMainMan 23.04.2020 16:05
      Highlight Highlight Ich glaube nicht alle "Teenies" sind draussen bis morgen am 2. Wieder alle Jugendliche unter einen Hut zu kehren ist einfach nur eine Frechheit. Haben sie zum Beispiel auch schon mal von "Teenies" mit einer Berufslehre gehört..?
    • Petersilien 24.04.2020 08:54
      Highlight Highlight Immer diese Verallgemeinerung. Ich kenne wohl kaum jemand, der sich überhaupt in großen Gruppen aufhält! Natürlich genießen wir momentan die "Freie Zeit" welche eigentlich zum lernen gedacht wäre, aber das würde wohl in dieser Situation jeder machen, nicht? ;)
    • Carlo Meyer 24.04.2020 14:20
      Highlight Highlight Gibt auch Berufsmaturitätsschüler, die nebenbei noch voll arbeiten.
  • De-Saint-Ex 23.04.2020 09:46
    Highlight Highlight Da platzt mir endgültig der Kragen. Seien wir doch ehrlich: der BR kriegt „gute Noten“ weil er ein Lockdown Light gefahren ist. Die Alten wollen wir nicht ausgrenzen (was richtig ist), die Zukunft unserer Kinder aber schon? Kommt es jetzt auch noch drauf an, in welchem Kanton sie zur Schule gehen?! Da soll Kantönligeist zählen. Als es darum ging, von Beginn weg TI unter Quarantäne zu stellen (was bitter nötig gewesen wäre), wollte der BR nichts davon wissen. À propos Schulen. Allen BR ein Zwischenzeugnis ausstellen. Wer ungenügend erhält, fliegt raus. Kommen mir mindestens 2 in den Sinn!
    • Dr Barista 23.04.2020 10:55
      Highlight Highlight Leider war, ist und wird es immer darauf ankommen in welchem Kanton die Kinder in die Schule gehen! In einigen Kantonen beginnt das Gymnasium in der 9. Klasse, in anderen in der 10. Weiter gibt es individuelle Lehrpläne, unterschiedliche Anzahl Stunden pro Woche, andere Gewichtung der Fächer etc. Von einer schweizweiten Lösung sind wir noch weit entfernt!
  • Antichrist 23.04.2020 09:20
    Highlight Highlight Die höchste Priorität hat für die Schulkommissionen immer der imaginäre arme Schüler aus bildungsfernem Elternhaus, der nur mit dem tollen Staatsnudging und Betreuerinnen, Vernetzerinnen, Kulturblablabals zu Höchstleistung auflaufen kann. Daran wird die gesamte Schule ausgerichtet. Wenn jemand kurz vor der Matura noch auf das Elternhaus angewiesen ist, damit er die Matura besteht, dann ist er wohl fehl am Platz und die Matura auf die falsche Zielgruppe ausgerichtet.
  • Matthiah Süppi 23.04.2020 09:15
    Highlight Highlight Es braucht eine schweizweite Lösung!
  • Benjamin Goodreign 23.04.2020 09:07
    Highlight Highlight Die “vorpreschenden” Kantone haben recht. Der Bund hat keine Hoheit über die Volksschule und wird daher auch nicht mehr sagen als: “Verbot des Präsenzunterrichts aufgehoben - es sind geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.” Die Erziehungsdirektoren der Kantone müssten sich JETZT über die Grundlagen der Öffnung einigen, damit die kantonalen Schulämter und vor allem die Schulen genügend Zeit für die Umsetzung bleibt. Meine Erkenntnis: Föderalismus im Bildungswesen ist nicht krisentauglich.
  • beautyq 23.04.2020 08:48
    Highlight Highlight Grundsätzlich könnten die Prüfungen absolut problemlos von Zuhause aus geschrieben werden. Es existieren ausreichende technische Möglichkeiten, die es möglich machen, zu überprüfen, ob die richtige Person am PC sitzt (z.B. Skypemeeting) und Online-Tools, die nur einen zeitbeschränkten Zugang ermöglichen - z.B. analog des SIZ.

    Da die Lerninhalte aktuell kaum gleich intensiv gelehrt wurden, könnten die Prüfungen "open book" statt finden, durch die zeitliche Begrenzung jedoch das Nachblättern der gesmaten Prüfung verunmöglichen.

    Wer immer noch spicken will, kann dies auch beim physischen Test.
    • The Destiny // Team Telegram 23.04.2020 09:49
      Highlight Highlight @beauty, nicht alle haben in diesen Zeiten eine stabile Internetverbindung, was willst du machen wenn du dann die Verbindung verlierst oder dein PC abstürzt (ist mir jetzt schon mehrfach mit Teams passiert), an einer Prüfung habe ich nicht die Zeit und Nerven um auf sowas achtzugeben oder it support zu spielen.
    • Madison Pierce 23.04.2020 12:15
      Highlight Highlight Da gibt es keinen Grund für Blitze. Zertifizierungsprüfungen in der IT werden schon länger online durchgeführt.

      Man zeigt per Webcam den Raum (dass keine Lösungen an den Wänden hängen), dass man keine Ohrhörer trägt und dass die einzige Tür verschlossen ist. Während dem Test wird man per Webcam und Bildschirmaufzeichnung überwacht.

      Technisch sind solche Prüfungen also problemlos möglich. Ob es für die Matura sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
    • Okabe Rintarou 23.04.2020 16:00
      Highlight Highlight @madison, tja ich bin Maturastudent in der Abschlussklasse aber keine Webcam und der "Raum" wo mein PC steht ist das offene Wohnzimmer. Viel Spass damit...
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerBörner 23.04.2020 08:41
    Highlight Highlight Wieso werden an den Gymnasien die Prüfungen nicht wie an Universitäten zumindest teilweise durch online Lösungen ersetzt? Für den Deutsch Aufsatz beispielsweise problemlos möglich: Jeder Schüler bekommt die Aufgabenstellung per Mail und hat statt 4 Stunden einfach 5 Stunden Zeit.
    • Lienat 23.04.2020 09:24
      Highlight Highlight Weil dann bei vielen Schülern das Mami, der Papi oder sonst jemant mit vor dem Bildschirm sitzt und fleissig mithilft, den Aufsatz zu schreiben.
  • Seb97 23.04.2020 08:31
    Highlight Highlight Weshalb nicht einfach auf die schriftliche Prüfung verzichten und wenigstens die mündliche Prüfung online durchführen? Wird offenbar an vielen Universitäten momentan auch diskutiert.
    • Mario Dietrich 23.04.2020 09:41
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob du den Inhalt der jeweiligen Prüfungen kennst, aber mündlich werden in den Sprachen nur die gelesenen Bücher getestet, was mMn überhaupt nicht aussagekräftig über die wirklichen Fähigkeiten ist... Man muss einfach Bücher, mit Autoren, Personenkonstellationen auswendig lernen....
  • frohwanda 23.04.2020 08:23
    Highlight Highlight Die Aussagen der beiden Maturanden zeigen, was unser Notensystem mit den Schülern macht. Sie lernen nur, wenn es sich lohnt... und der Lohn soll eine äusserst fragwürdige Zahl sein.
    Intrisische Motivation war einmal.... vor der Schule 🤨.
    • The Destiny // Team Telegram 23.04.2020 08:55
      Highlight Highlight @frohwanda, würdest du arbeiten gehen wenn du nur möglicherweise den Lohn bekommst?

    • Lienat 23.04.2020 09:36
      Highlight Highlight Das ist eben genau das Problem: Weil viele Lernende nur lernen, wenn es eine Note gibt, braucht es Noten, damit sie überhaupt lernen. Wenn wir die Noten abschaffen würden, gäbe garantiert viele Lernende, welche kaum mehr lernen würden.

      Intrinsische Motivation funktioniert nur, wenn die Lernenden Interesse und Freude am Lernstoff haben. Es gibt aber viele Lerninhalte, welche jetzt nicht so der Renner sind, aber trotzdem gemeistert werden müssen (oder hast Du etwa aus Freude das 1 x 1 gelernt?). Da braucht es eben manchmal auch das sprichwörtliche Messer am Hals.
    • ands 23.04.2020 09:37
      Highlight Highlight @ frohwanda: Die Maturprüfungen sind die letzten Prüfungen, welche ein breites Spektrum an Schulfächern beinhalten. Wozu soll ich französische Literatur büffeln, wenn ich danach Mathematik studiere? Wer behauptet, er sei bei allen Maturprüfungen intrinsisch motiviert gewesen, dafür zu lernen, ist schlicht ein Lügner.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Architects_ms 23.04.2020 08:18
    Highlight Highlight Für uns Lernende, welche die Berufsmatur absolvieren, ist die Situation auch sehr kompliziert (wir erhalten ein EFZ und eine Berufsmatur). Wir schreiben 4 schulische Prüfungen. Diese zählen dann zum einen für das EFZ, aber auch gleichermassen für die BM. Das EFZ, welches bundesweit geregelt wird, wurde vom Bundesrat abgesagt. Die BM jedoch findet, stand heute, statt. Es kann also sein, dass wir trotz Bundesratentscheid LAP Prüfungen haben...
    • Upsassa 23.04.2020 22:31
      Highlight Highlight Theoretisch dürften die Prüfungen dann einfach nur ins BM-Zeugnis zählen und ins EFZ zählt nur die Erfahrungsnote des Faches. Wird dann hoffentlich alles noch kommuniziert..
  • Frau Langstrumpf 23.04.2020 07:56
    Highlight Highlight Und was ist mit den Passerellen? Es gibt auch Studierende, die sich dort bewusst gegen das Selbststudium entschieden haben, die sind auch im Nachteil. Eine 100% faire Lösung gibt es nicht.
    • Frau Langstrumpf 23.04.2020 15:06
      Highlight Highlight Ich habe mich vielleicht ein wenig ungeschickt ausgedrückt, ich meine nicht, dass ich komplett gegen das Selbststudium bin, sondern mehr, dass ich den Frontalunterricht, bzw. Vorlesungen sehr hilfreich finde, wenn das alles komplett weg fällt, hätte ich mir das Geld für die Schule sparen können. Weiter wäre es nicht ganz fair gegenüber den Gymnasiasten wenn wir Prüfungen haben, sie aber nicht. Es wäre aber auch nicht fair, wenn wir ohne Prüfungen die Zulassung bekämen. Ich bin auf die Lösung des Bundes gespannt.
    • The Destiny // Team Telegram 23.04.2020 18:11
      Highlight Highlight @Smiley, ja die Pasarelle braucht da eine spezielle Lösung da sie ja glaub ich keine Tests während des Jahres haben.
  • tr3 23.04.2020 07:50
    Highlight Highlight Erfahrungsnoten sind eh fairer und auch aussagekräftiger als eine einzelne Prüfung.
  • who cares? 23.04.2020 07:47
    Highlight Highlight Also bei uns waren die Prüfungen mehr pro forma. Wer bereits 4 Jahre durchschnittliche Noten hatte, konnte sich bei der Prüfung einiges erlauben, zählen die Vornoten schliesslich 50%. Kaum einer ist je durchgefallen, wer nicht für eine Matura gemacht war, ist bereits während der Unterrichtszeit raus. Zudem interessieren die Maturanoten niemanden, ausser man will an eine Eliteuni ins Ausland.
    Lange Rede, kurzer Sinn, keine Maturprüfungen zu machen dieses Jahr wird die Maturzeugnisse wohl kaum signifikant verändern.
  • Lausbub 23.04.2020 07:44
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, wie ihr recherchiert, aber für die meisten grösseren Kantone ist bereits entschieden, dass keine Prüfungen stattfinden, Bern, Zürich u d die besonders betroffenen Kantone Waadt, Genf und Tessin haben in der Edk Druck gemacht, während die Ostschweiz sich querstellte. Der Br-Entscheid ist nur noch Formsache.
  • Scaros_2 23.04.2020 07:38
    Highlight Highlight Der gute Rezo hat dazu gestern auch ein Video veröffentlicht.
    Play Icon
  • Laesse 23.04.2020 07:37
    Highlight Highlight Und wie sieht es für die Berufsmaturitätsprüfungen aus? Dort wurde in Zürich zum Beispiel schon der schriftliche Teil der Deutschprüfung abgesagt. Die Berichterstattung dazu mal wieder nicht so toll.
  • MikeT 23.04.2020 07:30
    Highlight Highlight Nur mündliche Matura. Die ist einige Wochen später und erlaubt eher das Social Distancing. Lässt sich auch per Home Schooling etwas üben.
  • 75 Caprice 23.04.2020 07:16
    Highlight Highlight Ich verstehe de Maturanden ja, wir wünschen uns doch alle mehr (Planungs-)Sicherheit bzgl Corona. Aber so schnell gibts die vermutlich nicht...
    Bleibt wohl nur zu lernen und parat zu sein falls die Prüfungen stattfinden. Nicht lernen und dann nicht parat sein ist vermutlich dann eine schlechte Alternative...

    Die Entscheidung liegt natürlich bei einem selber und ist vermutlich eine Frage der Maturität. 😉
  • f.xrf 23.04.2020 07:03
    Highlight Highlight Ich bin davon direkt betroffen, da dieses Jahr für mich die Abschlussprüfungen bevorstehen.

    Ich kann nur sagen, dass es ein Witz wäre die Prüfungen so wie jedes Jahr durchzuführen. Der Unterrichtsstoff ist in den meisten Fächern noch nicht vollständig vermittelt und einige Lehrer, die bereits im März davon ausgegangen sind, dass keine Prüfungen stattfinden haben den Online-Unterricht und die Prüfungsvorbereitung nicht entsprechend gut geplant.

    Eine Anpassung des Prüfungsumfangs wäre absolut angebracht doch dafür reicht die Zeit offensichtlich nicht mehr.
    Klarheit schaffen und zwar jetzt!
    • DerElch 23.04.2020 10:30
      Highlight Highlight @f.xrf
      Du willst Matur? Dann hoffe ich, dass du einen Monat "fehlender" Stoff auch im Home Schooling erlernen kannst. Matur heisst, 3 oder 4 Jahre Schulstoff beherrschen. Wenn die da 4-5 Wochen "fehlen" (Lehrer können – mit etwas Willen – Skripts abgeben und vertiefte Erläuterungen per Video festhalten und vermitteln), dann wirst du die Matur nicht deswegen nicht bestehen, sondern weil du auch den Stoff der vorherigen Jahre nicht beherrschst.

      Wenn du nicht bestehst, weil du 5 Wochen lang nicht 1:1 unterrichtet worden bist, dann ist ein Studium wohl sowieso nicht das Optimale für dich.
    • f.xrf 23.04.2020 16:06
      Highlight Highlight Lieber Elch
      Ich schliesse dieses Jahr die Berufsmatura nach der Lehre ab (BM 2) Das heisst ich habe letzten Sommer begonnen und habe von März bis Juni 4 von 11 Monaten Schulstoff im Online-Unterricht vermittelt bekommen.
      Du hast recht. Wer nicht auch im Selbststudium für die Abschlussprüfungen lernen kann ist für ein späteres Studium nicht geeignet.
      Doch leider höre ich auch von anderen Klassen, dass die Unterlagen zur Vorbereitung ungenügend bis gar nicht bereitgestellt werden.
      Wie sollen die Prüfungen gerecht sein wenn nicht alle die gleichen Voraussetzungen haben?
    • DerElch 24.04.2020 08:22
      Highlight Highlight @f.xrf
      Einverstanden. Dass die Lehrer nun nicht den einfachen Weg wählen und das Motto "hier eine Aufgabe, ihr könnt ja anrufen" wählen, ist Grundvoraussetzung. Und, ganz klar, der Unterrichtsstoff MUSS zu 100% bereitgestellt werden. Klar, das heisst Aufwand für den Lehrer aber sollte selbstverständlich sein.
      Leider aber machen das nur wenige. Ich darf das sagen, ich unterrichte selbst.

      Dir alles Gute für die BM, ob mit oder ohne Prüfung!
  • Einstürzende_Altbauten * 23.04.2020 07:02
    Highlight Highlight Ich finde es viel unfairer, dass Schülerinnen und Schüler, die ein ungüstigen Umfeld zuhause haben(zu viele Menschen, keine Unterstützung, kaum Ruhe etc.), und solche, die Mühe haben mit homeschooling, berechtigte Angst haben müssen, durch die Prüfung zu fallen.

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