Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08639399 A health worker takes a swab sample from a man for a coronavirus PCR test in a health center in Murcia, Spain, 01 September 2020.  EPA/Marcial Guillén

Ein Nasen-Rachen-Abstrich-Test kann wehtun, wie dieses Symbolbild zeigt. Bild: keystone

Immer mehr Covid-Tests: Wie lange kann der Bund noch dafür bezahlen?

Das Parlament hat gesprochen: Der Bund soll die Corona-Tests von Herr und Frau Schweizer bezahlen. Das Budget beträgt dafür 288,5 Millionen Franken. Unklar ist, ob das auch ausreicht, wo sich nun täglich tausende Leute testen.



Der Bund bezahlt seit bald drei Monaten die Kosten für die Corona-Tests. Das Parlament hat vergangene Woche dafür den Betrag von 288'500'000 Franken gesprochen – eine grosse Menge Geld, die aber angesichts des Wiederanstiegs der Corona-Fallzahlen notwendig erscheint.

Doch reicht das aus? Diese Frage stellt sich, weil der dreistellige Millionenbetrag für durchschnittlich 8000 Tests pro Tag gesprochen wurde. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vermeldet jedoch seit Wochen deutlich mehr Tests, in den vergangenen Tagen wurden vereinzelt gar 16'000 oder mehr Corona-Tests an einem einzigen Tag durchgeführt.

Bleiben die Testzahlen hoch, könnten die 288 Millionen Franken knapp werden. Ernsthafte negative Auswirkungen auf die Pandemie dürfte das zwar nicht haben: Aus dem Bundeshaus heisst es von informierten Personen, dass man den Fehlbetrag unkompliziert umlagern könnte.

Bund bezahlt viele, aber nicht alle Tests

Beim BAG behält man aber diese Situation im Auge, wie Mediensprecher Jonas Montani sagt: «Wir beobachten die Entwicklung der Testzahlen, später auch die Kosten sehr engmaschig.» Das Bundesamt werde zu «gegebenem Zeitpunkt die nötigen weiteren Schritte vorschlagen», heisst es in seiner Stellungnahme weiter.

Entwicklung der Corona-Test-Zahlen mit der Positivitätsrate (logarithmisch).

Nur ist das derzeit keine einfache Sache. Für eine weitsichtige Planung der Finanzen müsste das BAG wissen, wie viel die bisher durchgeführten rund 665'000 Tests gekostet haben. Die Zahlen dazu sind aber auch bald drei Monate nach der Einführung der kostenlosen Corona-Tests noch unklar. Der Bund bezahlt nämlich seit dem 25. Juni die meisten Corona-Tests, aber eben nicht alle.

«Das BAG wird zu gegebenem Zeitpunkt die nötigen weiteren Schritte vorschlagen.»

BAG-Sprecher Jonas Montani

Die Kosten werden – vereinfacht gesagt – dann übernommen, wenn es Gründe für einen Corona-Test gibt. So reichen etwa Symptome einer Atemwegserkrankung wie Husten oder ein enger Kontakt zu einer positiv getesteten Person aus, um sich via Rachenabstrich oder Blutprobe auf Sars-Cov-2 testen zu lassen. Will man sich aber nach dem Motto «lieber Vorsicht als Nachsicht» testen lassen, so bezahlt man selbst.

Wie viel die vom Bund bezahlten Tests ausmachen, wird aber erst Anfang Oktober bekannt. «Da die Abrechnung quartalsweise erfolgt, ist bis dato noch keine Rechnung beim BAG eingetroffen», sagt Mediensprecher Montani. Aktuell könne man die Anzahl nur anhand aktueller Testzahlen schätzen.

Bundesrat senkt am Freitag Test-Tarif

Sprich: Kommt im Oktober heraus, dass das gesprochene Geld für die bundesfinanzierten Corona-Tests knapp werden könnte, muss beim Bund schnell gehandelt werden, damit die Kosten für die Tests noch bis Ende Jahr durch die Staatskasse gedeckt werden können. Bezahlt werden sie derzeit durch die Krankenkassen, sie können quartalsweise ihre Kostenübernahmen dem Bund in Rechnung stellen.

Helfen könnten günstigere Tests. Die Republik zeigte Anfang August auf, dass es bei Bund und Kantonen zunächst ein Wirrwarr um die Corona-Test-Tarife gab. Dieser «Tarif» besagt, welchen Betrag eine Krankenkasse höchstens für einen Corona-Test übernehmen darf. Nach anfänglicher Kritik, der Bund übernehme zu viel für solche Tests, senkte er den Tarif zunächst auf 119 Franken, ab kommendem Freitag gar auf 106 Franken pro Analyse des Nasen-Rachen-Abstrich-Tests (PCR).

Das ist im Vergleich immer noch deutlich mehr, als Nachbarländer wie Deutschland für eine Corona-Analyse bezahlen. Die neuste Tarifsenkung führt aber laut BAG-Angaben immerhin dazu, dass «rund 1200 zusätzliche PCR-Tests pro Tag zur Verfügung» stehen.

Fallen die Tarife für Corona-Tests noch mehr und nähern sie sich dem Ausland an, dann könnten die gesprochenen 288 Millionen Franken für noch mehr Tests ausreichen. Im Frühling klappte die Tarifsenkung, nachdem der Preisüberwacher, die Krankenkassen und die wissenschaftliche Corona-Taskforce beim Bund intervenierten. Was aktuell zu tieferen Tarifen geführt hat, sagte der Bundesrat an seiner Pressekonferenz letzte Woche nicht.

Hast du dich schon auf Corona testen lassen?

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Bilder der Corona-Demo in Berlin

SwissCovid-App noch nicht installiert? Wir helfen dir

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

71
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
71Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 17.09.2020 12:13
    Highlight Highlight Zu den Preisen der Pharma kann ich euch nur die Erstausstrahlung der Doku "Big Pharma" empfehlen. Lief am Dienstag auf arte und ist auch in deren Mediathek.
    Da kann einem übel werden ...
    Es geht auch um Corona, sowie Novartis und Roche.
  • Pisti 17.09.2020 11:24
    Highlight Highlight Solange 2 Mrd Entwicklungshilfe jährlich ins Ausland abwandern, das Asylwesen Milliarden verschlingt, muss es uns finanziell prächtig gehen. Dann soll der Bund auch für alles bezahlen was mit der Plandemie zu tun hat. Tests, Kurzarbeit usw...
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 17.09.2020 05:55
    Highlight Highlight Husten reicht? Dann waren wohl 98% der Getesteten einfach nur Raucher. Anders kann ich mir weit über 10'000 Tests pro Tag nicht erklären. Es sollen einfach alle, die negativ getestet werden, den Test selbst bezahlen.
  • Max Demian 16.09.2020 22:01
    Highlight Highlight Schon lustig:
    ein paar Wochen Lockdown (Kosten pro Woche ein paar Milliarden), hunderte Millionen Unterstützung für die Airlines, Milliarden Gratiskredite a fonds perdu, Kurzarbeitunterstützung für Milliarden... niemand motzt.

    Ein paar hundert Millionen, um die Pandemie im Griff zu halten, zu testen, um all das Obige zu vermeiden... und die Leute motzen...

    Das soll noch einer verstehen.... 🤔
  • Hadock22 16.09.2020 21:04
    Highlight Highlight Vermutlich wird genau DANN, wenn ich dann irgend einmal den Corona-Test machen müsste, es wieder kostenpflichtig sein 🤔👌😉
  • teXI 16.09.2020 20:02
    Highlight Highlight Ich musste den im Mai machen (negativ), also vor 4 Monaten. Da hiess es meines Wissens auch nicht, dass es so sei. Den habe ich selbst bezahlt. (ja hat mich auch umgehauen, wie teuer der ist...) Kann ich das irgendwo zurückfordern (mit Rechnungsbeleg natürlich) oder hätte ich positiver darauf reagieren sollen?
  • LeChef 16.09.2020 17:47
    Highlight Highlight Eine technische Bemerkung zu den Grafiken: Ich glaube es wäre sinnvoll, bei den stark schwankenden Zeitreihen entweder zusätzlich einen gleitenden Durchschnitt reinzulegen oder gleich mit wöchentlichen Zahlen zu arbeiten. Die visuelle Interpretierbarkeit wäre bedeutend besser.

    Ausserdem erschliesst sich mir nicht ganz, warum bei der oberen Grafik eine logarithmische Skala verwendet wird. Und die Zeitachse ist auch etwas unklar beschriftet.
  • Katzenseekatze 16.09.2020 17:29
    Highlight Highlight Ich kann mir einen Grund vorstellen weshalb der BUND den Test bezahlt. Ich persönlich würde es vorziehen wenn der Bund mir 3 Viertel meiner KK Prämie zahlen würde. Bei mir 30 % von der mageren lausigen Rente.
  • blueberry muffin 16.09.2020 17:28
    Highlight Highlight Braucht ja 20 Milliarden für neue Kampfjets, keine Zeit für Corona-Tests.
  • Katzenseekatze 16.09.2020 17:26
    Highlight Highlight Mal noch eine Frage. Wieviele Leute würden sich testen lassen wenn sie diesen selbst bezahlen müssten? Eine gute Frage?
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 16.09.2020 16:56
    Highlight Highlight Die Tests kosten ein Bruchteil was ein zweiter Lockdown kosten würde.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 16.09.2020 15:50
    Highlight Highlight Es scheinen also täglich über 10'000 Leute Symptome zu haben... 🙄 Da kann etwas nicht stimmen. Die Hypochondrie ist doch die wahre Pandemie.
  • madu 16.09.2020 15:44
    Highlight Highlight Es sollte möglichst rasch primär auf Schnelltests gewechselt werden. Diese sind kostengünstiger. Deren geringere Sensivität führt zu weniger falsch positiven Resultaten und das rasche Ergebnis hilft mehr Übertragungen zu verhindern, als die Labortests.
  • Rethinking 16.09.2020 15:37
    Highlight Highlight „Im Frühling klappte die Tarifsenkung, nachdem der Preisüberwacher, die Krankenkassen und die wissenschaftliche Corona-Taskforce beim Bund intervenierten.“

    Der Bund macht seinen Job nicht, wenn erst der Preisüberwacher und die Krankenkassen intervenieren müssen, damit die Preise sinken...

    Kein Wunder sind die Gesundheitskosten zu hoch...
  • metall 16.09.2020 15:35
    Highlight Highlight Am Schluss bezahlen wir esja eh!
  • Stefan Morgenthaler-Müller 16.09.2020 15:27
    Highlight Highlight Die Schweiz ist ein sehr armes Land und kann sich das nicht leisten.
  • Oberon 16.09.2020 15:17
    Highlight Highlight Warum kostet in der Schweiz der PCR Test mehr als das doppelte gegenüber Deutschland?
    • [Nickname] 16.09.2020 15:25
      Highlight Highlight Weil wir in der Schweiz ausgenommen werden, wo es nur geht. Als Argument wird dann die Kaufkraft verwendet, welche mit Statistiken ins unermessliche verfälscht wird.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 16.09.2020 15:57
      Highlight Highlight Weil die Schweiz bekanntermassen andere Länder ausnimmt. Dazu bietet sie extra Unternehmen wie Nestlé oder Glencore eine besonders steuergünstige Heimat. Dafür springen immer noch einige Milliarden heraus. Damit noch mehr schmutzige Milliarden ins Ländle fliessen, will die Schweiz auch den Rüstungskonzern RUAG privatisieren. Damit können Waffen ins Ausland verkauft und Konflikte geschürt werden. So können dann Nestlé und Glencore die anderen Länder noch besser ausbeuten.
    • Herr Ole 16.09.2020 17:23
      Highlight Highlight Vermutlich weil die Leute, die den Test durchführen/auswerten, in der Schweiz das 2.5-fache verdienen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notabik 16.09.2020 15:13
    Highlight Highlight Die Schweiz ist eine fette Milchkuh, an deren finanziellem Euter die Wirtschaft und der Bürger kräftig nuckelt, damit wir alle, träge ob der vielen Milch, Abends unsere Wohlstandsbäuche reiben können. Milch ist in diesem Kontext bloss eine Metapher.
    • glointhegreat 16.09.2020 16:43
      Highlight Highlight Komm mal mit mir arbeiten, notabik. Mal schauen ob du als fette Milchkuh hinterherkommst. Ich find meinen "sehr bescheidenen Wohlstand" mehr als gerechtfertigt. Eben genau nicht alle haben Anteil am Schweizer Reichtum. Die "arbeitende" Schicht jedenfalls nicht. Die Sesselfurzer ja.
    • ursus3000 16.09.2020 23:58
      Highlight Highlight Und jetzt willst Du dich beklagen ?
  • Masus 16.09.2020 15:12
    Highlight Highlight Über 100 Franken pro Test? Das ist wesentlich mehr als ich erwartet hätte. Das ist ja ein grossartiger Business Case.

    Mit einer Verringerung der Tests könnte man also nicht nur die Fallzahlen senken, sondern gleichzeitig auch massiv sparen. Zwei Fliegen mit einer Klappe 🤷🏼‍♀️
    • Nate Smith 16.09.2020 16:28
      Highlight Highlight Wobei man sagen muss dass sich die effektiven Kosten wirklich auf ca. 40 Fr belaufen. Dazu kommen dann noch margen. Bei einem High Volume Szenario wie es momentan mit Corona läuft müsste sich der Preis eigentlich den effektiven Kosten annähern.
    • Katzenseekatze 16.09.2020 18:20
      Highlight Highlight Gute Idee 💡. Die Idee ist jedoch möglichst viele zu testen ....
    • Finöggeli 16.09.2020 19:28
      Highlight Highlight Ich durfte letztens mal jemandem im Krankenhaus zuschauen wie ein Test im Labor ausgewertet wird. Das sind sehr viele Arbeitsschritte und sehr viel Handarbeit, dauert ca 6 Stunden. Nicht einfach die Probe in die Maschine und that's it. Wenn die positiv/negativ-Proben (welche zur Qualitätskontrolle jedes mal mitgetestet werden) falsch sind, macht man alles nochmals.

      Findige private Labors verzichten teilweise auf diese Qualitätskontrolle um mehr Kapazität zu haben. Kann dann halt einfach mal ein ganzer Batch komplett ein falsches Resultat haben, dafür stimmt die Kohle...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel* 16.09.2020 15:11
    Highlight Highlight Reicht das Geld? Echt jetzt? Habt ihr schon mal das Rüstungsbudget angeschaut? Gesundheitssystem gehört sowieso verstaatlicht. Da verdienen sich einige dumm und dämlich.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 16.09.2020 16:04
      Highlight Highlight Die Pharmaindustrie wird die Preise nicht senken, weil das Gesundheitssystem verstaatlicht ist. Eher werden bestimmte Leistungen aus dem Katalog gestrichen, um so Kosten einzusparen.
      Der Vergleich mit der SUVA hinkt. Bei der SUVA geht es um Unfälle, nicht um Krankheiten, die viel häufiger und oft weniger klar einzugrenzen sind. Alleine die Zahl chronischer Schmerzpatienten wird nicht weniger. Am Ende wird es mit der Einheitskasse in etwa doch gleich teuer, will man keine Leistungen streichen. Ganz zu schweigen von der Trägheit, die ein einziger grosser Gesundheitsbetrieb mit sich bringt.
    • Garp 16.09.2020 19:37
      Highlight Highlight Eigentlich schon, nur würde das bürgerliche Parlament uns dann ein Geundheitssystem ähnlich schlecht wie in England aufbrummen, weil sie ständig sparen würden, um in der Wirtschaft weniger Steuern zu zahlen zu müssen 🤷🏻‍♀️
  • SUP_2 16.09.2020 14:59
    Highlight Highlight Der Bund kann ja offenbar locker 6‘000‘000‘000 Franken für unnötige Kampfflugzeuge ausgeben. Dann hat’s ja genug Geld für die Bekämpfung der Pandemie mit einer hohen Test-Kapazität und voller Zahlung aller Tests, nicht nur bei kranken Patienten! Er kann sich den Preis drücken und er kann die Evaluation des Schnelltests vorantreiben, damit es billiger und schneller wird... aber sich hier lauert wohl eine Lobby die an den Tests verdienen möchte...
    • Der P 16.09.2020 17:30
      Highlight Highlight Mit mehr Tests bekämpft man bestimmt keine Pandemie😂
      Mir ist gerade eine leichtes, hohes Juchzen entwichen beim lesen deines Kommies...
    • Finöggeli 16.09.2020 19:29
      Highlight Highlight Sind die 6'000'000'000 eigentlich nur für Bürozeiten oder kommt da noch was extra?
    • Der P 17.09.2020 11:56
      Highlight Highlight @Finöggeli

      Das mit den Bürozeiten bei der Luftwaffe ist schon seit Jahren nicht mehr so...
  • lilie 16.09.2020 14:43
    Highlight Highlight Danke, @Petar, für den sorgfältig recherchierten Artikel. 👍

    MMn liegt das Problem beim CT: Würden nicht nur Kontakte 2 Tage zurück in Quarantäne gesetzt, sondern 5 Tage zurück, gingen uns weniger Fälle durch die Lappen.

    Dadurch könnte die Verbreitung eingedämmt und die Anzahl Tests und damit Kosten gesenkt werden.

    Warum der Bund weiterhin an den erwiesenermassen falschen 2 Tagen festhält, ist mir ein Rätsel.
    • Autokorrektur 16.09.2020 14:53
      Highlight Highlight Ich denke beim CT gibt's noch ganz andere Schwächen. Beispielsweise die Reise in den öV. Oder wenn du dich mit Personen unterhalten hast, von denen du nur den Vornamen kennst. All sowas. (Ja, ich bin komisch, aber ich stelle mich nicht immer mit dem vollen Namen vor, wenn ich anderen Hündelern begegne.)
    • lilie 16.09.2020 15:16
      Highlight Highlight @Autokorrektur: Lade die Covid-19-App runter, diese ist genau für solche Situationen da.

      Ansonsten gilt im ÖV genau deshalb Maskenpflicht. Die Ansteckungsgefahr beim Hundespaziergang ist hingegen praktisch ausgeschlossen, insbesondere, da man schon vor Covid-19 mit fremden Hundebesitzern selten näher als 2 m stand. Zumindest bei uns ist das nicht üblich, da ja auch der Hund auf Annäherung reagieren könnte.
    • echter Züricher 16.09.2020 16:21
      Highlight Highlight Würden nicht nur Kontakte 2 Tage zurück in Quarantäne gesetzt, sondern 25 Tage zurück, gingen uns noch weniger Fälle durch die Lappen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Nate Smith 16.09.2020 14:34
    Highlight Highlight Man könnte hier schon leicht Kosten sparen. Die Labortarife waren schon vor Corona zu hoch und entsprechen hier nicht den effektiven Kosten. Man könnte für den Fall Corona die Tarife massiv senken. Dann dürfte man sich aber halt nicht wie heute die Tarife von Lobbyisten diktieren lassen.

    Solange die Positivitätssrate tief ist, könnte man auch die Samples zusammenbatchen und nur bei positivem Batch die einzelnen Proben testen.
    • blueberry muffin 16.09.2020 17:29
      Highlight Highlight Ja, darum ist eine staatliche Kasse besser, die hat schlicht und einfach mehr Verhandlungsmacht.
  • Chili5000 16.09.2020 14:28
    Highlight Highlight Der Bund zahlts? Wir zahlen das mit unseren Steuern?!
  • Ganymed69 16.09.2020 14:26
    Highlight Highlight In Deutschland machte man sich deswegen Gedanken darüber, ob der PCR-Test nicht durch den Antigentest ersetzt werden soll. Dies nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus Kapazitätsgründen, denn gerade im Winter braucht man in den Laboratorien auch Kapazitäten für die Influenza-Tests.
    Der PCR-Test hat den Nachteil, dass er auch Personen mit sehr geringen Mengen an Coronaviren als positiv erkennt. In Deutschland sprach man von 70 - 80 % positiv getestete, welche aber selber das Virus aufgrund von zu geringen Mengen nicht verbreiten können.
    Wird dies in der Schweiz nicht dikutiert?
  • Jonas der doofe 16.09.2020 14:06
    Highlight Highlight Man wird den Eindruck nicht los, es herrscht gewurstel und irgendwie findet da eine Bereicherung statt. Auch logisch, wenn die Krankenkasse weiss, dass der Bund schon bezahlt, ist plötzlich viel teurer als im Ausland....
  • I_am_Bruno 16.09.2020 14:04
    Highlight Highlight Hier offenbart sich ein Problem in der Schweizer Gesundheits-Versorgung. Das System ist auf Eigenverantwortung ausgelegt und wer beschränktes Budget hat wählt einen Selbstbehalt von 2500 Fr. und geht dafür kaum je zum Arzt.
    Im Pandemie-Fall ist es jedoch im Interesse des Bundes, dass sich möglichst viele Leute testen lassen.
    Beispiel: ich habe mich im Juni testen lassen auf Hinweis der BAG App. Muss aber den Test aus eigener Tasche bezahlen (Selbstbehalt: 2500).
    Hätte ich nun Symptome, dann müsste ich zum Arzt um abzuklären, ob ich den Test brauche. Ein Kostenrisiko - daher mach ich's nicht.
    • SeboZh 16.09.2020 14:16
      Highlight Highlight Ich war im März beim Arzt und musste dann den Test machen lassen... Bezahlt habe ich diesen auch selber (damals noch gute 300.-) daher gehe ich nun auch wieder erst zum Arzt wenn es wirklich was schlimmes sein sollte. Keine Lust noch mehr Kosten zu haben
    • bebby 16.09.2020 14:19
      Highlight Highlight Das Risiko ist auch bei Symptomen, dass die Aerzte weitere Abklärungen machen. Das kostet dann sehr schnell eine 4stellige Summe, insbesondere an einem Unispital.
    • Lupo Lupus 16.09.2020 14:19
      Highlight Highlight Wenn der Arzt Dich anmeldet, weil Du Symptome hast, werden die Kosten vom Bund übernommen, machst Du einfach so den Test, dann bezahlst Du in selber. Die paar Franken wirst Du Dir leisten können.

      Für mich stellt sich eher die Frage, wozu soll ich mich testen lassen, wenn ich keinerlei Symptome habe?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Randy Orton 16.09.2020 13:59
    Highlight Highlight Wieso bezahlt der Bund? Das ist doch etwas, was die Krankenkassen stemmen müssten. Es gibt knapp 100 Krankenkassen in der Schweiz, das sind 2-3 Millionen pro Kasse, das verschmerzen die - haben sie ja jahrelang alle Gewinne geschrieben. Wofür haben wir ein System mit Versicherungen, wenn dann eh der Bund einspringt?
    • Nate Smith 16.09.2020 16:36
      Highlight Highlight Tun sie ja. Der Bund übernimmt nur die Befreiung von der Franchise was in einem Epidemieszenario such sehr zu begrüssen ist. Es liegt im Interesse der Allgemeinheit und selten des einzelnen (meisten jungen mit schwachen Symptomen) sich testen zu lassen.
      Das ganze war schon in den STD Epidemien komplett dämlich. 300 Fr für einen Test obwohl es so dringend wäre, sich regelmässig testen zu lassen. Da betraf es nur eine kleine Minderheit und trotzdem war man zu geizig 🙄
  • Neruda 16.09.2020 13:56
    Highlight Highlight Solange er 350 Mio vorrätig hat für reiche Familien kann er sicher noch bezahlen.

Kommentar

Liebe Velofahrer, ihr seid leider die schlimmsten Verkehrsteilnehmer

Das Coronavirus hat dazu geführt, dass in der ganzen Schweiz mehr Leute mit dem Velo unterwegs sind. Das Geschäft boomt, auch mit den E-Bikes. Zusätzlich stimmt die Stadt Zürich am 27. September darüber ab, ob man sich verpflichten will, 50 Kilometer Veloschnellrouten einzurichten.

Das Velo – und besonders die Velofahrer – stehen damit wieder einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein guter Zeitpunkt, euch die Leviten zu lesen. Oder sollte ich sagen: uns? Denn bevor ihr mich in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel