Schweiz
Detailhandel

Orell Füssli legt im Buchhandel weiter zu

Orell Füssli legt im Buchhandel weiter zu

24.07.2026, 07:4324.07.2026, 07:43

Orell Füssli ist im ersten Halbjahr 2026 im Buchhandel weiter gewachsen. Während der grösste Schweizer Buchhändler sein Filialnetz ausbaut und sowohl auf stationäre Läden als auch auf den Onlinehandel setzt, ist mit Ex Libris ein langjähriger Konkurrent aus den Innenstädten verschwunden.

Blick auf den Hauptsitz der Orell Fuessli Holding AG, aufgenommen am Mittwoch, 12. August 2015, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Orel Füssli legt weiter zu.Bild: KEYSTONE

Der Umsatz im Buchhandel stieg in den ersten sechs Monaten um 2,3 Prozent auf 55,4 Millionen Franken, wie Orell Füssli am Freitag mitteilte. Damit blieb der Geschäftsbereich der wichtigste Umsatzträger des Zürcher Traditionsunternehmens.

Der Buchhandel steuerte knapp die Hälfte zum Gruppenumsatz von 121,4 Millionen Franken bei. Die übrigen Erlöse stammen aus dem Sicherheitsdruck – wo auch die Schweizer Banknoten gedruckt werden -, dem Industriesegment Zeiser und weiteren Geschäftsfeldern wie dem Geschäft mit digitalen Identitäten.

Ex Libris aus dem stationären Handel verschwunden

Der Schweizer Buchhandel befindet sich derzeit im Umbruch. Während die Migros sämtliche Ex-Libris-Filialen geschlossen hat, investiert Orell Füssli weiter in den stationären Handel.

Das Onlinegeschäft von Ex Libris soll bis Mitte 2027 vollständig in die Schwesterplattform Galaxus integriert werden. Damit verschwindet eine Marke, die den Schweizer Buchhandel während Jahrzehnten geprägt hat.

Orell Füssli verfolgt dagegen eine andere Strategie und setzt weiterhin auf die Kombination von Buchhandlungen und Onlinehandel. Im ersten Halbjahr eröffnete das Unternehmen drei neue Verkaufsstellen – im Basler St. Jakob-Park, an der Raststätte Würenlos sowie in Langnau im Emmental.

Zudem übernahm Orell Füssli Thalia die Papeteriekette A. Köhler AG mit 13 Standorten in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Schwyz. Die Filialen sollen unter der Marke Köhler weitergeführt und zugleich als zusätzliche Abholstandorte für Onlinebestellungen dienen.

Ausbau des Geschäfts mit Bildungsmedien

Neben dem klassischen Buchhandel baut Orell Füssli auch zunehmend das Geschäft mit Bildungsmedien aus. So wurden die Verlage Hep (Lehrmittel und Fachliteratur), SKV (Lehrmittel für die kaufmännische Aus- und Weiterbildung), Orell Füssli Juristische Medien sowie Orell Füssli Kinderbücher unter einem Dach zusammengeführt. Damit stärkt Orell Füssli seine Präsenz im Bildungsmarkt, der zunehmend auch von digitalen Lernangeboten geprägt ist. (dab/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Neue Daten zur Sexualität von Schweizerinnen räumen mit Irrglauben auf
Und was, wenn die sexuelle Erfüllung von Frauen nicht mit 25 oder 30 Jahren ihren Höhepunkt erreicht, sondern deutlich später? Neue Schweizer Daten deuten darauf hin: Mit zunehmendem Alter wünschen sich manche Frauen nicht unbedingt mehr, wissen aber besser, was sie wollen – und sprechen eher darüber.
Es gibt eine weit verbreitete Vorstellung über die weibliche Sexualität: Je jünger eine Frau ist, desto eher befindet sie sich auf dem Höhepunkt ihres Sexuallebens. Als hätte das Verlangen eine Art Ablaufdatum – mit einem Höhepunkt irgendwo zwischen 20 und 30 Jahren und einem anschliessenden langsamen Rückgang hin zu weniger sexueller Lust.
Zur Story