DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Deutscher «Gotthard-Raser» ist noch nicht aus dem Schneider



Der Fall des in der Schweiz verurteilten deutschen «Gotthard-Rasers» geht in die nächste Runde. Das Landgericht Stuttgart war zwar zum Schluss gekommen, dass der Mann nicht in Deutschland ins Gefängnis muss. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft aber Rechtsmittel ein.

Dies sagte ein Gerichtssprecher in Stuttgart (Baden-Württemberg). Damit geht der Fall ans Oberlandesgericht Stuttgart. Zuvor hatten regionale Zeitungen darüber berichtet.

Das Landgericht hatte eine Haft für den Mann in Deutschland nach eigenen Angaben abgelehnt, weil ein Tempoverstoss hierzulande keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit ist, für die man nicht ins Gefängnis muss. Die Anklagebehörde will nach Angaben des Landgerichts aber die Rechtslage geklärt wissen. Damit ist wieder offen, ob die in der Schweiz ausgesprochene Freiheitsstrafe doch in Deutschland vollstreckt wird.

10 Mal im Gotthard-Tunnel überholt

Tessiner Richter hatten den Mann aus Ditzingen bei Stuttgart 2017 in Abwesenheit zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt – davon 18 auf Bewährung. Das Justizdepartement hatte ein «Ersuchen um Vollstreckung der Freiheitsstrafe» nach Baden-Württemberg übermittelt.

Der Mann war 2014 im Tessin mit Tempo 200 über die Autobahn A2 gebrettert. Im Gotthard-Tunnel überholte er zehn Mal und setzte damit laut Anklage das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel. Erst vor dem Ceneri-Tunnel konnte der Raser von der Polizei gestoppt werden. Sein Sportwagen wurde konfisziert. (whr/sda/dpa)

Mit diesen 12 Autofahrern willst du keine Spritztour machen

Video: watson/Knackeboul, Gina Schuler

Das könnte dich auch interessieren:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nach Facebook-Hetze gegen Merkel: 40-jähriger Corona-Schwurbler verurteilt

Der gelernte Gärtner war Mitglied einer geschlossenen, etwa 5000 Mitglieder umfassenden Facebook-Gruppe, in der auch zu Gewalt gegen «Asylanten und Migranten» aufgerufen wurde.

Ein Berliner Facebook-Nutzer ist nach Hetze gegen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der 40-Jährige habe sich der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie der Volksverhetzung schuldig gemacht, begründete das Amtsgericht Berlin-Tiergarten am Donnerstag. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden und erklärt, er habe sich «übelst über die Corona-Massnahmen …

Artikel lesen
Link zum Artikel