Schweiz
Energie

Schweizer Stauseen im Vergleich zu letzten 20 Jahren 12 Prozent leerer

Die Felsenlandschaft um Ufer des Goescheralp Stausee im Goescherneralptal im Kanton Uri, am Samstag, 11. Juni 2026. Der Urner Regierungsrat wurde aufgefordert, die Verhandlungen mit der KW Goeschenen  ...
Auch der Göscheneralpsee im Kanton Uri hat mit niedrigen Beständen zu kämpfen. (Bild vom 11. Juni 2026)Bild: keystone

Füllstände der Schweizer Stauseen weiter tiefer als im Durchschnitt

03.09.2026, 19:0303.09.2026, 19:03

Die Schweizer Stauseen sind gemäss neuesten Zahlen des Bundesamts für Energie derzeit zu 71,8 Prozent gefüllt. Damit liegen die Pegel um 12,0 Prozentpunkte tiefer als durchschnittlich zum selben Zeitpunkt in den letzten 20 Jahren.

Dies geht aus den neuesten Zahlen des Bundesamts für Energie (BFE) vom Donnerstag hervor. Je mehr Wasser in den Schweizer Stauseen gespeichert ist, desto mehr Strom kann produziert werden. Der Füllungsgrad ist entsprechend ein wichtiger Indikator für die Wasserkraftreserven. In der Schweiz gibt es über 50 Stauwerke.

Die Seen im Kanton Wallis tragen 45 Prozent zur gesamten Speicherkapazität bei. Der Anteil der Stauseen in Graubünden beträgt 22 Prozent, jener des Tessins 14 Prozent. Sind alle Speicherseen in der Schweiz restlos gefüllt, können damit insgesamt rund 8900 Gigawattstunden Strom produziert werden.

Die für die Schweizer Energieversorgung ebenfalls wichtigen Gasspeicher in Deutschland sind momentan zu 53,3 Prozent gefüllt. Dies geht aus den täglich aktualisierten Daten des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe hervor. Der Füllstand bewegt sich damit unter dem langjährigen Durchschnitt. Die letzten zehn Jahre betrug dieser zum selben Zeitpunkt 84,0 Prozent.

Die Schweiz hat keine kommerziell betriebenen Gasspeicher. Sie ist daher von den Reserven anderer Länder abhängig. (sda/awp)

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