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Swiss befürchtet längere Wartezeiten an Flughäfen – wegen EU-Grenzsystem

ARCHIV - ZU DEN HALBJAHRESZAHLEN DER SWISS, AM DIENSTAG, 31. JULI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- Passengers queue in the check-in hall 1 at Zurich Airport, pictured ...
Ab diesem Herbst müssen Reisende an Schweizer Flughäfen möglicherweise noch mehr Zeit einplanen.Bild: KEYSTONE

Droht im Herbst Chaos an Schweizer Flughäfen? Swiss befürchtet längere Wartezeiten

24.08.2026, 10:5124.08.2026, 10:51

Die Swiss befürchtet wegen des neuen EU-Grenzsystems im Herbst deutlich längere Wartezeiten für Passagiere. Das berichtet die NZZ. Die EU führte das Entry-Exit-System (EES) seit Oktober 2025 schrittweise an den Schengengrenzen ein, seit April ist es vollständig in Betrieb.

Die zuständige EU-Kommission hat den Schengen-Staaten eine Übergangsphase gewährt, um das neue System einzuführen. Bei grossem Andrang dürfen die Grenzschützer die biometrische Registrierung vorübergehend aussetzen – noch. Denn im September läuft die rechtliche Ausnahme aus.

Joachim Herrmann stellt Entry/Exit System am Flughafen N�rnberg vor, N�rnberg, 13.03.2026 Die Aufnahme zeigt einen Aufsteller mit dem Schriftzug Entry Exit System und EU-Sternenkreis. Rechts ist ein T ...
Das neue Entry-Exit-System sorgt für längere Wartezeiten.Bild: www.imago-images.de

Schon jetzt längere Wartezeiten

Dabei kommt es schon jetzt zu längeren Kontrollen an den Schweizer Flughäfen. Am Flughafen Zürich dauerten die Kontrollen laut einem Flughafensprecher bereits länger als im Vorjahr, berichtet die NZZ. Und am Euro-Airport Basel seien bei Einreisen aus dem Nicht-Schengen-Raum Wartezeiten von bis zu 90 Minuten verzeichnet worden.

Doch auch EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie Schweizer Reisende würden die Auswirkungen spüren. Zwar sind sie nicht registrierungspflichtig, doch durch längere Abfertigungszeiten für Drittstaatenangehörige könne es zu Rückstaus vor den Grenzkontrollen kommen. Davon können laut der NZZ auch Reisende betroffen sein, die selbst nicht dem EES unterliegen.

Aufgrund der längeren Grenzkontrollen kommt es laut einem Swiss-Sprecher zudem zu Flugverspätungen, heisst es in der NZZ weiter. Vereinzelt müssten Passagierinnen und Passagiere zurückgelassen werden. Die Swiss habe deshalb die Mindestumsteigezeit für Transferreisende von 40 auf 50 Minuten erhöht.

Im Herbst droht Chaos

Das eigentliche Chaos könnte im Herbst drohen, befürchtet die Swiss. «Mit Blick auf die Herbstferien gehen wir davon aus, dass die Auswirkungen auf unsere Passagiere und damit auch auf uns deutlich spürbarer werden», sagt ein Sprecher der Swiss gegenüber der NZZ.

Die Airline sieht in den personellen Ressourcen an den Grenzkontrollen noch einen anderen kritischen Faktor, sagt der Sprecher gemäss der Zeitung. Am Swiss-Drehkreuz in Zürich liegt die Verantwortung für den Grenzschutz bei der Kantonspolizei Zürich. Ob diese ab September mehr Personal einsetzen muss, ist unklar. Gegenüber der NZZ äusserte sie sich nicht. (hkl)

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