Keine Entspannung der aktuellen Trockenheit – nächste Hitzewelle in Sicht
Trotz Gewitter am Alpenkamm bleibt die Schweiz im Bann der markanten Trockenheit. Zudem ist ab Mitte der kommenden Woche eine erneute Hitzewelle zu erwarten, wie aus den Angaben der Bundesämter für Umwelt sowie für Meteorolgie und Klimatologie hervorgeht.
Seit dem 23. Juli spricht man von den «Hundstagen». Mit diesem Begriff, der sich vom Sternbild «Grosser Hund» ableitet, wird traditionell die heisseste Phase des Sommers bezeichnet. Sie dauert bis am 23. August, wie in einem Blogbeitrag von Meteoschweiz zu lesen ist.
Die Hundstage werden in der kommenden Woche den damit verbundenen Erwartungen gerecht. Während die Temperaturen am Wochenende der Juli-Norm entsprachen, zeichnet sich ab Mitte nächster Woche, ausgelöst von einem zunehmenden Hochdruckeinfluss und subtropisch heisser Luft, erneut eine ausserordentliche Hitzewelle ab.
Erwartet werden gemäss Prognosen von Meteoschweiz ab Mittwoch Höchsttemperaturen von bis zu 37 Grad in der West- und Deutschschweiz.
Trockenheit hält an
Gemäss Angaben des Bundesamts für Umwelt (Bafu) wird sich trotz einiger erwarteter Gewitter die ausgedehnte Trockenheit kaum entspannen. Weiterhin gebe es keine Anzeichen für eine länger anhaltende, flächige Niederschlagsperiode.
Besonders akut präsentiert sich die Lage vom Jura bis in die Region Basel und weiter hinein ins Mittelland. Im 30-Tages-Zeitraum präsentierten sich dort Abweichungen von bis zu 70 Prozent vom Normwert. Auch für die zweite Augusthälfte wird nicht mit ergiebigen Niederschlägen gerechnet.
Wegen der Trockenheit sind die Wasserstände der Schweizer Seen und Fliessgewässer nach Angaben des Bafu weiter gesunken. Betroffen seien insbesondere der Boden-, der Walen-, der Vierwaldstätter- und der Zürichsee sowie der Lago Maggiore. Bei letzterem sei der Pegel seit Mitte Juni über einen Meter gesunken. (hkl/sda)
