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Wegen Trockenheit: In der Schweiz wurden 7000 Rinder mehr geschlachtet

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Wegen Trockenheit: In der Schweiz wurden 7000 Rinder mehr geschlachtet als sonst

05.08.2026, 13:4605.08.2026, 13:46

Wegen der anhaltenden Trockenheit und der schwierigen Lage auf dem Milchmarkt sind in der Schweiz im Juni und Juli rund 15 Prozent mehr Rinder geschlachtet worden als im Vorjahreszeitraum. Bei Kühen betrug der Anstieg fast ein Drittel.

Die verfügbaren Zahlen bestätigten seit Anfang Juni eine Zunahme der Rinderschlachtungen, die sich vor allem auf Kühe konzentriere, teilte die Branchenorganisation Proviande der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mit. Dabei handle es sich insbesondere um ausgemusterte Tiere aus Milchviehbetrieben.

Rund 7000 Kühe mehr

Hauptgründe seien die Trockenheit mit ihren Folgen für die Futterversorgung sowie die derzeit schwierige Situation auf dem Milchmarkt. Weitere saisonale oder betriebliche Faktoren könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Ihr jeweiliger Einfluss lasse sich jedoch nicht seriös beziffern. Zudem seien die Zahlen für 2026 noch provisorisch.

Im Juni und Juli wurden laut Proviande rund 7000 Kühe mehr geschlachtet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht einem Anstieg von knapp einem Drittel. Bei den Rindern nahm die Zahl der Schlachtungen um rund 13 Prozent zu.

Insgesamt wurden in den beiden Monaten knapp 70'000 Rinder (ohne Kälber) geschlachtet, gegenüber rund 60'700 im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Zunahme von 15,3 Prozent.

Preise dürften für Konsumenten gleich bleiben

Wie viele Tiere wegen der Trockenheit oder der Lage auf dem Milchmarkt früher als geplant geschlachtet wurden, lasse sich nicht feststellen. Die Statistik erfasse weder den Grund für die Schlachtung noch Rasse oder Produktionsrichtung der Tiere.

Das grössere Angebot setze vor allem die Produzentenpreise für Kühe unter Druck. Dennoch lägen die an die Landwirte bezahlten Preise weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre, erklärte Proviande.

Für Konsumentinnen und Konsumenten dürften sich die höheren Schlachtzahlen vorerst nicht bemerkbar machen. Veränderungen bei den Produzentenpreisen würden sich nicht zwingend direkt oder sofort auf die Verkaufspreise im Detailhandel auswirken, hiess es weiter. (sda)

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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bokl
05.08.2026 14:04registriert Februar 2014
Krass, auch bei Rindern wird die "Übersterblichkeit" penibel festgehalten. Und wie beim Ölpreis können die Unternehmen die sinkenden Einkaufspreise leider, leider nicht an die Konsumenten weitergeben. Ist wie verhext.
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Osman
05.08.2026 15:48registriert Juli 2022
Um eine Relation zu setzen: In der Schweiz gibt es 1 500 000 Rinder.
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Ich-möchte-verstehen
05.08.2026 14:53registriert April 2022
Ich bin oft genug ein Kritiker der Landwirtschaftspolitik (Direktzahlungen, Wolfsschutz, Chemie-Einsatz, ...) - aber diese Dürre ist krass und ich drücke allen Landwirten für die Tiere und die Felder die Daumen, dass der Regen bald kommt.
3010
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