Trockenheit nimmt weiter zu: Was das für das Grillieren und den 1. August bedeutet
Für das Wochenende sind endlich Niederschläge in der Schweiz angesagt. Doch: «Auch wenn jeder Tropfen gelegen kommt, die Trockenheit lindern werden auch diese Niederschläge kaum», sagte Michael Eichmann von Meteonews gegenüber watson.
Denn Trockenheit, wie wir sie aktuell erleben, kann dazu führen, dass Böden wasserabweisend werden und sich nur schwer wieder befeuchten lassen. Letztendlich können mehrere Wochen vergehen, bis der Boden wieder vollständig durchfeuchtet ist.
Die Trockenheit wird uns auch nach dem teilweise regnerischen Wochenende weiter begleiten, sie dürfte sich nächste Woche sogar noch verschärfen, denn: «Es sieht wohl so aus, als würden wir erneut auf eine stabile Hochdruckphase mit zunehmend hohen Temperaturen zusteuern», sagt der Meteorologe.
Hier gelten aktuell Feuerverbote
Die Waldbrandgefahr bleibt deshalb in der ganzen Schweiz bestehen. Abgesehen von kleinen Gebieten im Engadin und im Tessin, wo aktuell nur «mässige Waldbrandgefahr» herrscht, ist sie im Rest der Schweiz mindestens «erheblich» oder «gross», wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie mitteilt. In Teilen der Zentralschweiz und im Wallis gilt gar die höchste Gefahrenstufe.
Die Kantone reagieren mit Feuerverboten auf die Gefahr. Solche gelten aktuell in allen 26 Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein. Diese gehen aber je nach Gemeinde unterschiedlich weit. In der Stadt Winterthur sind beispielsweise sämtliche Feuer auf Stadtgebiet verboten. Auch die Stadt Zürich und zahlreiche weitere Gemeinden des Kantons haben bereits ein absolutes Feuerverbot erlassen. Gleiches gilt unter anderem auch in den Kantonen Glarus, Uri und St.Gallen.
Der Kanton Bern zieht beim Feuerverbot eine Grenze zwischen den Gebieten des Mittellands, des Seelands, des Emmentals, des Berner Juras sowie dem Berner Oberland. Im nördlichen Kantonsteil gilt ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe, während der Kanton es im Berner Oberland vorläufig bei der «Mahnung zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe» beliess.
Wenn du also genau wissen willst, welche Verbote in deiner Gemeinde gelten, konsultierst du am besten zuerst die Website deines Kantons und dann die Website deiner Gemeinde.
Was das für die Feuerwerke am 1. August bedeutet
Meteonews geht in seiner Prognose davon aus, dass viele Kantone und Gemeinden auf den Bundesfeiertag am 1. August an ihren Feuerverboten festhalten werden. Das werde in vielen Kantonen ein Feuerwerksverbot nach sich ziehen, prognostizierte der Wetterdienst.
In Appenzell Ausserrhoden gilt seit Mittwochmittag ein absolutes Verbot für Feuerwerke jeglicher Art. Raketen, Vulkane oder auch kleine Böller dürfen wegen der anhaltenden Trockenheit nicht gezündet werden. Das Verbot gilt bis auf Widerruf. Bereits seit einigen Tagen in Kraft ist ein solches beispielsweise in den Kantonen St.Gallen, Thurgau oder Glarus.
Auch auf Gemeindeebene gelten Feuerwerksverbote: Die Stadt Chur hat bereits in der letzten Woche ein Feuerwerksverbot auf Stadtgebiet für den 1. August ausgesprochen. Die Gemeinde Riehen BS hat wegen anhaltender Trockenheit bereits am Dienstag eine Alternative zum traditionellen Feuerwerk zum 1. August beschlossen. Statt eines Höhenfeuerwerks wird es ein bodennahes, kaltsprühendes geben, wie es in einer Mitteilung heisst.
Weiterhin erlaubt sind in St.Gallen und im Thurgau bereits bewilligte Grossfeuerwerke, etwa an Bundesfeiern. (leo mit Material der sda)
