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Sommer

Hitzewelle: 15 Menschen sind im letzten Monat in der Schweiz ertrunken

People enjoy the sun on the Aare River between Thun and Bern, Switzerland, during the sunny and warm weather, Sunday, June 30, 2019. The forecast predicts hot weather in Switzerland with maximum tempe ...
Auch ein heisser Sommer: Menschen schwimmen in der Aare im Sommer 2019.Bild: KEYSTONE

Hitzewelle: 15 Menschen sind im letzten Monat in der Schweiz ertrunken

In nur einem Monat sind in der Schweiz mindestens 15 Menschen ertrunken – zuletzt zwei Personen in der Aare. Laut der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft liegen die Fallzahlen derzeit über dem Vorjahreswert.
22.07.2026, 10:1022.07.2026, 10:10

Die Zahl der Todesfälle lag bis zum 21. Juli über den Werten der Jahre 2024 und 2025, jedoch noch unter jenen von 2022 und 2023, wie ein Sprecher der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) auf Anfrage mitteilte. Über die Jahre betrachtet seien die Fallzahlen damit eher hoch, aber längst nicht so hoch wie noch vor 50 Jahren.

Zwischen 1931 und 1974 war die Zahl der Badetoten in der Schweiz sehr hoch. Seither sank sie kontinuierlich. In den vergangenen Jahren bewegten sich die Fallzahlen um den Durchschnitt von rund 50 Todesfällen pro Jahr. Angesichts des Bevölkerungswachstums sei die Ertrinkungsrate pro 100'000 Einwohner aussagekräftiger, so die SLRG. 2025 lag sie bei rund 0,5.

Bei schönem Wetter ist ein Schwumm im kühlen Nass besonders verlockend. Damit nimmt laut SLRG auch die Risikoexposition am, im und auf dem Wasser zu. «Die grossen Temperaturunterschiede zwischen Wasser (z. B. 18 °C) und Luft (30 °C) sind für den Körper eine enorme Stresssituation.» schreibt die SLRG in einer Mitteilung. Weiter schreibt sie, dass der Sprung ins kalte Wasser dazu führt, dass die Adern sich schlagartig verengen und der Blutdruck stark ansteigt. Was zu Krämpfen und Muskelschmerzen führen kann. Im schlimmsten Fall gar zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall.

Durchschnittlich ertrinken pro Jahr rund fünfzig Personen. Unter den Todesopfern befinden sich besonders häufig junge Erwachsene zwischen 17 und 32 Jahren sowie Menschen ab 65 Jahren. Männer verunfallen deutlich öfter tödlich als Frauen. Mögliche Gründe dafür seien eine höhere Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung. (sda/can)

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