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«90 bis 100 Prozent zerstört»: Zürcher Landwirt verliert Ernte an Hagel

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«90 bis 100 Prozent zerstört»: Zürcher Landwirt verliert ganze Ernte wegen Hagels

28.08.2026, 22:0128.08.2026, 22:07

Am Freitag ist ein gewaltiges Hagelgewitter über die Schweiz gezogen. Vielerorts bekamen Menschen die Folgen der fallenden Körner zu spüren – eingeschlagene Fenster, zerbeulte Autos, kaputte Sonnenstoren. Für die meisten hat der Hagel nervige, aber nicht schwere Schäden verursacht. Anders verhält es sich für Landwirt Samuel Müller aus Steinmaur ZH.

Über den Instagram-Kanal seines Hofes berichtet Müller vom immensen Schaden, den das Unwetter auf seinem Land angerichtet hat: Der Sturm habe rund 80 Prozent seiner Ackerflächen erwischt, und davon seien «90 bis 100 Prozent kaputt», erklärt der Leiter des Bio-Familienbetriebs in einem emotionalen Video. Es sei nicht nur ein Schlag ins Gesicht, sondern existenziell.

Die ganze Zucchetti-Kultur «sieht aus, als wäre einer mit dem Maschinengewehr drüber.» Das Fazit: 100 Prozent zerstört. Das Lauchfeld in Hochfelden ist dermassen verwüstet, dass Müller selbst einen Moment überlegen muss, was da einst gewachsen ist. Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Rüebli, Rosso – alles kaputt. Auf einen einzelnen Butternuss-Kürbis kommen acht Einschläge.

«So etwas haben wir in der gesamten Geschichte des Betriebs noch nie erlebt.»

Auch die erntereifen roten Zwiebeln sind durch den Hagel komplett zerstört worden: «Die Kultur ist nicht mehr brauchbar. Die wird im Lager sofort zusammenfaulen.» Der einst meterhohe Federkohl liegt gebeutelt und gefaltet auf dem Feld; von den erst kurz zuvor noch gross sichtbaren Blättern sind nur noch Häcksel übrig.

Besonders bitter: Wegen des Hitzesommers hatte die Familie Müller dieses Jahr bereits rund 150'000 Franken für Wasser ausgegeben. In diesen Tagen hatte die Ernte begonnen, und in wenigen Wochen wäre sie beendet gewesen. Dazu kommt, dass nur noch rund zehn Prozent der Ackerflächen gegen Hagelschäden versichert seien, so Müller.

Dass zumindest Teile des Gemüses noch einmal treiben, sei unwahrscheinlich, erklärt der Landwirt. Weil der Grossteil der Kulturen kurz vor der Ernte stand, sei es nur schwer vorstellbar, «dass es da noch einmal etwas gibt.»

(cpf)

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73 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Schlawiner
28.08.2026 22:23registriert Januar 2018
Übel! Und bevor hier jetzt die Schadenfreude Überhand gewinnt: nicht jeder Bauer wählt SVP! Viel Kraft dem Betrieb ✊
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Allkreis
28.08.2026 22:09registriert Januar 2020
Schon bitter, wenn nur 10% versichert ist. Fragt sich nur, warum?
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Firefly
28.08.2026 22:10registriert April 2016
«So etwas haben wir in der gesamten Geschichte des Betriebs noch nie erlebt.»

"Ist doch schön wenn es etwas wärmer wird. Ich mags warm."
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