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Wahlen: FDP engagiert David Schärer für nationalen Wahlkampf 2027

FDP engagiert bekannten Werbefachmann für nationalen Wahlkampf 2027

Er war erfolgreich mit seinen Kampagnen gegen die SRG-Halbierung und gegen die Vorlage zur 10-Millionen-Schweiz. Jetzt arbeitet der Basler an einem Wahlkampf-Konzept für die FDP.
28.06.2026, 04:3728.06.2026, 04:37
Francesco Benini
Francesco Benini

Die FDP blickte am Samstag in Solothurn bereits auf die Wahlen vom Oktober 2027. Der Wahlkampfleiter der Partei, Ständerat Damian Müller, wartete vor den Delegierten mit einer Überraschung auf: Die FDP hat als Berater den bekannten Werber David Schärer verpflichtet.

Die FDP verpflichtet den renommierten Werber David Schärer.
Die FDP verpflichtet den renommierten Werber David Schärer.Bild: Kenneth Nars

Schärer und seine Mitarbeiterin Laura Zimmermann hatten kürzlich ein Mandat des Komitees gegen die Initiative zur 10-Millionen-Schweiz. Schärer und Zimmermann konzipierten auch die Kampagne gegen die SRG-Gebührensenkung; die Vorlage wurde im März klar abgelehnt.

David Schärer beriet die Operation Libero, als Laura Zimmermann zusammen mit Flavia Kleiner die Organisation leitete. Das Team war erfolgreich in allen Abstimmungskämpfen, das es führte.

Der Wecker bleibt dem Freisinn erhalten

Schärer sagte in seiner Ansprache vor den Delegierten: Die Aussichten für die FDP seien nicht schlecht. In schwierigen Zeiten setze man auf Kräfte, die sich bewährt hätten. «Ohne FDP ginge es dem Land schlechter» – diese Botschaft wolle man in den Fokus rücken.

Sodann zeigte der Werbefachmann Plakate und Kurzfilme, die für den Wahlkampf 2027 vorgesehen sind. Im Vordergrund stehen Menschen, die sich einsetzen. Die FDP ist die Partei für «alle, die den Wecker stellen.» Das Motiv des Weckers bleibt dem Freisinn also erhalten.

Ständerat Damian Müller leitet den nationalen FDP-Wahlkampf.
Ständerat Damian Müller leitet den nationalen FDP-Wahlkampf.Bild: Keystone

«Der Sozialstaat lebt von den Frühaufstehern», «Partei der Velowegfinanzierer» – das sind mögliche Leitsprüche auf Plakaten. Die FDP stellt sich als Partei der Aktiven dar, die den Wohlstand in der Schweiz sichern.

Diesen Gedanken griff Co-Präsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher in ihrer Ansprache auf. Sie warf den anderen Parteien vor, den Wohlstand des Landes zu verhindern oder zu zerstören.

Die Linke habe eine hohe Erbschaftssteuer gewollt und die Abschaffung des Eigenmietwertes bekämpft. Die Mitte halte trotz ihrer Niederlage bei der Individualbesteuerung an der Initiative zur Ehepaarbesteuerung fest. Das könne absurderweise dazu führen, dass beim Bund und den Kantonen unterschiedliche Steuersysteme gelten.

Vincenz-Stauffacher nahm die SVP nicht aus von ihrer Kritik: Die Volkspartei habe sich gegen das Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten gestellt. Dabei betone die SVP ständig, dass die Schweiz keine bilateralen Verträge mit der EU brauche und stattdessen mehr Verträge mit Drittstaaten abschliessen solle.

FDP-Resultate in kantonalen Wahlen mehrheitlich ernüchternd

Co-Präsident Benjamin Mühlemann betonte derweil, dass die FDP konkrete Vorschläge eingebracht habe für eine bessere Ausschöpfung des Fachkräftepotenzials im Inland – und damit auch gegen eine allzu hohe Zuwanderung in die Schweiz. Mühlemann räumte ein, dass die Wahlresultate der Partei in den Kantonen nicht befriedigend seien. Es brauche eine Trendumkehr für die nationalen Wahlen vom Oktober 2027.

Bei drückender Hitze in der Solothurner Rythalle empfahlen die FDP-Delegierten schliesslich Christoph Blochers Neutralitätsinitiative zur Ablehnung. Das Resultat fiel fast einstimmig aus – ausgezählt wurden die Stimmen aber nicht. Es war wahrscheinlich zu warm. (schweizheute.ch)

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Die FDP will die Schweizer Neutralität nicht neu definieren
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