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Gentech-Initiative fehlen 5000 Unterschriften – Verein erstattet Anzeige

KEYPIX - Personen mit einer uebergrossen Tomate bei der Einreichung der Eidgenoessischen Volksinitiative fuer gentechnikfreie Lebensmittel (Lebensmittelschutz-Initiative), am Freitag, 27. Februar 2026 ...
Initianten bei der Einreichung der Eidgenössischen Volksinitiative für gentechnikfreie Lebensmittel.Bild: keystone

Plötzlich fehlen 5000 Unterschriften – Initiative scheitert an Nachzählung

04.06.2026, 08:2404.06.2026, 08:24

Der Verein der Lebensmittelschutz-Initiative wird wegen abhandengekommener Unterschriften Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. Mindestens 5000 Unterschriften fehlten in einer amtlichen Zählung, wie der Verein schrieb.

Wo sich die Unterschriften im Moment befinden, sei offen, schrieb der Verein für gentechnikfreie Lebensmittel am Donnerstag in einer Mitteilung. Da sie für das Zustandekommen der Initiative entscheidend seien, verlange man eine lückenlose Untersuchung.

Die Gemeinden haben laut dem Verein mindestens 5000 Unterschriften beglaubigt und für gültig erklärt, die in einer Nachzählung durch die Bundeskanzlei fehlten. Diese Zahl schliesst sich den Initianten nach eigenen Angaben aufgrund einer Umfrage bei 240 Gemeinden. Sie rechnen laut Mitteilung damit, dass die Anzahl fehlender Unterschriften noch höher sein dürfte. Was hinter der Differenz stecke, sei ebenso unklar, wie der Verbleib der Unterschriften.

Der Verein geht davon aus, dass bei einer Mitzählung dieser abhandengekommenen Unterschriften das Soll von 100'000 Unterschriften «mit grosser Wahrscheinlichkeit» überschritten worden wäre – und es zu einer Volksabstimmung käme.

Knappes Resultat der ersten Kontrolle

Wegen des knappen Ergebnisses der erste Zählung wurde Ende März eine Nachzählung der Unterschriften für die Initiative «Für gentechnikfreie Lebensmittel (Lebensmittelschutz-Initiative)» angeordnet. Eine departementsübergreifende Zusatzzählung ist laut Bundeskanzlei nötig, wenn die Bundeskanzlei zwischen 95'000 und 101'000 gültige Unterschriften ermittelt.

Die erste Zählung der Bundeskanzlei und eine zweite Kontrolle gemäss dem Mehraugen-Prinzip ergaben rund 98'200 Unterschriften, wie die Bundeskanzlei damals mitteilte. 96'400 dieser Unterschriften dürften demnach gültig sein. Dem widersprach im März das Initiativkomitee. Es reichte nach eigenen Angaben 104'015 beglaubigte Unterschriften im Bundeshaus ein. (nil/sda)

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Schieferabbau beim Niesen
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Die beliebtesten Kommentare
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der_senf_istda
04.06.2026 09:00registriert Juni 2017
Die Anforderung von 100'000 Unterschriften wurde zu einer Zeit festgelegt, als die Schweiz weniger Einwohner hatte und es viel schwieriger war, sich zu organisieren. Wer es heute nicht hinkriegt, 100'000 zusammen zu kriegen, vertritt kein Volksbegehren. Es ist viel zu einfach geworden, eine Volksinitiative zu lancieren, die Anforderungen sollten höher sein.
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Sebastianus
04.06.2026 08:58registriert Dezember 2023
Wenn wegen fehlender Unterschriften die Abstimmung nicht zu Stande kommt hat der Steuerzahler gespart. Das ist so auch richtig.
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001506.b818b2f8@apple
04.06.2026 09:02registriert Juli 2021
Blöd, aber auch gut. Die Abstimmung braucht es eh nicht. Es gibt fast kein Lebensmittel, das nicht gentechnisch verändert ist. Gewollt oder so gezüchtet. Wäre sowieso absurd, denn sonst dürfte man im Winter keine Tomaten aus Spanien (wo sie nicht herkommen) mehr kaufen in letzter Konsequenz.
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