Schweiz
Gesellschaft & Politik

Jugendherbergen-Chefin Janine Bunte fordert Diskussion zu Übertourismus

Janine Bunte
Janine Bunte (Archivild).keystone

Jugendherbergen-Chefin kritisiert Gemeinden im Umgang mit Overtourism

11.07.2026, 07:2111.07.2026, 07:21

Die Chefin der Schweizer Jugendherbergen, Janine Bunte, hat Gemeinden im Umgang mit Overtourism kritisiert. «Sie leben zwar vom Tourismus, jammern aber über die vielen Gäste», sagte Bunte zu «Blick». Sie rief dazu auf, die Probleme beim Namen zu nennen.

Viele Gemeinden hätten es verpasst, eine Tourismusstrategie zu definieren, sagte Bunte in dem am Samstag veröffentlichten Interview. Für eine Umverteilung der Gäste brauche es die Gemeinden, die Tourismusorganisationen und die Anbieter.

«Man müsste auch mal den Mut haben, Stopp zu sagen», sagte die Chefin der Schweizer Jugendherbergen. Sie ist zudem Präsidentin der Parahotellerie Schweiz. Die Diskussion werde momentan oftmals vermieden. Ohne das Problem zu benennen, lasse sich aber keine Lösung finden, sagte sie.

Für Betroffene von überrannten Orten zeigte Bunte Verständnis: «Das ist nicht zum Aushalten.» Für sie ist es ein gesellschaftliches Phänomen, dass man weniger Rücksicht aufeinander nehme. Mit der Nationalität habe das nichts zu tun, so Bunte. Die Jugendherbergen suchten das Gespräch mit den Gästen. «Aber wir sind eine Unterkunft, keine Erziehungsanstalt», sagte sie. (sda)

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Rethinking
11.07.2026 07:44registriert Oktober 2018
Streicht endlich den tieferen MwSt. Satz für Hotels!
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Rivka
11.07.2026 08:13registriert April 2021
Das Problem nicht beim Namen nennen, scheint in der heutigen Zeit in Mode zu sein. Stattdessen zieht man es vor sich um die Probleme zu drehen und Symptombekämpfung zu betreiben. Was dazu führt, dass das Leben unerträglicher wird und es dann irgendwann knallt. 🤷🏻‍♀️
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