Hitzewelle im Juni: Markante Übersterblichkeit in der Schweiz
Die erste Hitzewelle des Jahres führte in der Schweiz zu vielen Todesopfern. Bei über 65-Jährigen wurde in der Woche vom 22. Juni bis zum 28. Juni eine markante Übersterblichkeit festgestellt. Das berichtet der Tages-Anzeiger.
16 Prozent mehr Rentnerinnen und Rentner starben während dieses Zeitraumes als aufgrund langjähriger Vergleichswerte zu erwarten gewesen wäre, wie Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. Erwartbar waren demnach 1104 Todesfälle von über 65-Jährigen, während insgesamt 1278 gemeldet wurden – 174 Personen mehr.
Diese Dimension ist vergleichbar mit einer Winterwoche mit mittlerer bis stärkerer Grippewelle. Im Sommer gab es zuletzt 2015 eine vergleichbare hitzebedingte Übersterblichkeit. In den vergangenen Jahren lag die Zahl hitzebedingter Todesfälle zwischen 100 und 500. Allein aufgrund der Hitzewelle im Juni 2026 kamen rund 200 Personen ums Leben – während bloss einer Woche. Und der Sommer ist noch nicht vorbei.
Auch in den Notaufnahmen der Spitäler war die Hitzewelle im Juni zu spüren. Nebst älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen wurden auch jüngere aktive Personen, welche an Hitzschlag und Schwindel aufgrund körperlicher Arbeit litten, eingeliefert. (nil)
