Freizeitunfälle nehmen in der Schweiz zu
Den 22 Schweizer Unfallversicherern sind im vergangenen Jahr rund 937'000 berufs- und Freizeitunfälle sowie Berufskrankheiten gemeldet worden. Der Anstieg von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr geht vor allem auf eine deutliche Zunahme von Freizeitunfällen zurück.
Mehr Sport- und Outdooraktivitäten
2025 wurden den 22 Versicherern 636'000 Freizeitunfälle gemeldet – drei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das teilte die Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung am Dienstag mit. Die Zahl der Berufsunfälle und -krankheiten blieb hingegen 2025 praktisch stabil.
Schon vor einem Jahr hatte die von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva geführte Sammelstelle von 1,7 Prozent mehr Nichtberufs- oder Freizeitunfällen im Vergleich zum Vorjahr berichtet.
Auch die Suva berichtete im April dieses Jahres von einer Zunahme der Freizeitunfälle. Sie ist eine der 22 Unfallversicherer. Die Sicherheit bei der Arbeit habe in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, sagte damals ein Statistiker der Suva in der Mitteilung zur Statistik 2025. Gleichzeitig investierten immer mehr Menschen ihre freie Zeit in Sport- und Outdoor-Aktivitäten.
Hälfte der Bevölkerung erfasst
Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden sind gemäss Unfallversicherungsgesetz obligatorisch gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Wer mindestens acht Stunden pro Woche arbeitet, ist auch gegen Freizeitunfälle versichert. Ebenfalls obligatorisch gegen Berufs- und Freizeitunfälle versichert sind stellensuchende Personen und Personen in IV-Massnahmen.
Laut der Mitteilung der Sammelstelle werden somit im Wesentlichen die ständig in der Schweiz wohnhaften Arbeitnehmenden und Lernenden im Alter von 15 bis 65 Jahren von der genannten Statistik erfasst. Diese Personen machten gut die Hälfte der Schweizer Wohnbevölkerung aus. (sda)
