43 Personen sind im Jahr 2025 in der Schweiz ertrunken
In der Schweiz ertrinken im Zehnjahresschnitt rund 50 Personen pro Jahr – Suizide nicht eingerechnet. Zum ersten Mal seit 2021 liegt die Zahl der tödlichen Ertrinkungsfälle im vergangenen Jahr unter diesem Durchschnitt, wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) mitteilt.
Auffällig hoch ist die Anzahl Männer, die den Wassermassen zum Opfer fallen. Wie bereits im Vorjahr machen Männer 80 Prozent der tödlichen Unfälle aus. 9 Frauen und 34 Männer, darunter zwei Knaben im Alter zwischen 2 und 14 Jahren, sind im letzten Jahr ertrunken.
Offene Gewässer fordern die meisten Opfer
Die allermeisten tödlichen Unfälle ereigneten sich im offenen Gewässer. Bezogen auf die gesamten 43 Fälle ertranken über die Hälfte, sprich 23 Menschen, in Seen. Weitere 15 Personen ertranken im Fliessgewässer. Darin eingeschlossen sind auch zwei Tauchunfälle, welche sich zum einen im Thunersee und zum anderen während eines Polizeieinsatzes in der Limmat ereignet haben.
Dazu kommt der Todesfall eines 76-jährigen Mannes, der in einem Freibad regungslos im Wasser aufgefunden wurde. Es war der einzige Todesfall in einem Schwimmbad in der Schweiz im vergangenen Jahr. Dazu kommt ein zweijähriger Knabe, der in einem aufgestellten Pool im heimischen Garten ertrank.
Vermehrt ältere Ertrinkungsopfer
Gerade in den letzten Jahren wurden auch vermehrt tödliche Ertrinkungsunfälle bei älteren Erwachsenen registriert. Insgesamt ertranken 17 Personen über 65 Jahren (40 % aller 43 Fälle). Diese Unfälle betrafen 3 Frauen und 14 Männer.
Auch der langjährige Trend bezüglich der Opferzahlen bei jungen Erwachsenen wird trotz reduzierter Unfallzahl bestätigt. Insgesamt 10 Personen zwischen 17 und 32 Jahren verloren 2025 ihr Leben im Wasser.
Trotz rückläufiger Zahlen keine Entwarung
Obwohl seit den Rekordzahlen im Jahr 2022 mit 66 Toten in der Schweiz die Anzahl in den vergangenen Jahren zwar stetig zurückging, kann gemäss der SLRG noch keine Entwarnung gegeben werden. Externe Faktoren spielen nach der Lebensrettungs-Gesellschaft eine wichtige Rolle. Vielerorts fiel im Juli 2025 deutlich mehr Regen als üblich. Möglicherweise hat dies dazu beigetragen, dass sich weniger Menschen am, im und auf dem Wasser aufhielten, was die Unfallzahlen beeinflusst.
Als weiterer Grund, dass letztes Jahr weniger Menschen in der Schweiz tödlich ertrunken sind, nennt das SLRG auch den Erfolg der Massnahmen zur Prävention von Ertrinkungsunfällen. (can)
