Schweiz
Sommer

43 Personen sind im Jahr 2025 in der Schweiz ertrunken

Menschen geniessen die Sonne und schwimmen in der Aare, an einem heissen tag, am Samstag, 14. Juni 2025 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Menschen schwimmen in der Aare bei Bern im Juni 2025Bild: KEYSTONE

43 Personen sind im Jahr 2025 in der Schweiz ertrunken

In Schweizer Gewässern sind im Jahr 2025 insgesamt 43 Personen ertrunken. Vor allem Männer fallen Unfällen zum Opfer. Und es kamen auch vermehrt ältere Menschen im Wasser ums Leben.
27.05.2026, 16:1827.05.2026, 16:18

In der Schweiz ertrinken im Zehnjahresschnitt rund 50 Personen pro Jahr – Suizide nicht eingerechnet. Zum ersten Mal seit 2021 liegt die Zahl der tödlichen Ertrinkungsfälle im vergangenen Jahr unter diesem Durchschnitt, wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) mitteilt.

Auffällig hoch ist die Anzahl Männer, die den Wassermassen zum Opfer fallen. Wie bereits im Vorjahr machen Männer 80 Prozent der tödlichen Unfälle aus. 9 Frauen und 34 Männer, darunter zwei Knaben im Alter zwischen 2 und 14 Jahren, sind im letzten Jahr ertrunken.

Offene Gewässer fordern die meisten Opfer

Die allermeisten tödlichen Unfälle ereigneten sich im offenen Gewässer. Bezogen auf die gesamten 43 Fälle ertranken über die Hälfte, sprich 23 Menschen, in Seen. Weitere 15 Personen ertranken im Fliessgewässer. Darin eingeschlossen sind auch zwei Tauchunfälle, welche sich zum einen im Thunersee und zum anderen während eines Polizeieinsatzes in der Limmat ereignet haben.

Dazu kommt der Todesfall eines 76-jährigen Mannes, der in einem Freibad regungslos im Wasser aufgefunden wurde. Es war der einzige Todesfall in einem Schwimmbad in der Schweiz im vergangenen Jahr. Dazu kommt ein zweijähriger Knabe, der in einem aufgestellten Pool im heimischen Garten ertrank.

Vermehrt ältere Ertrinkungsopfer

Gerade in den letzten Jahren wurden auch vermehrt tödliche Ertrinkungsunfälle bei älteren Erwachsenen registriert. Insgesamt ertranken 17 Personen über 65 Jahren (40 % aller 43 Fälle). Diese Unfälle betrafen 3 Frauen und 14 Männer.

Auch der langjährige Trend bezüglich der Opferzahlen bei jungen Erwachsenen wird trotz reduzierter Unfallzahl bestätigt. Insgesamt 10 Personen zwischen 17 und 32 Jahren verloren 2025 ihr Leben im Wasser.

Trotz rückläufiger Zahlen keine Entwarung

Obwohl seit den Rekordzahlen im Jahr 2022 mit 66 Toten in der Schweiz die Anzahl in den vergangenen Jahren zwar stetig zurückging, kann gemäss der SLRG noch keine Entwarnung gegeben werden. Externe Faktoren spielen nach der Lebensrettungs-Gesellschaft eine wichtige Rolle. Vielerorts fiel im Juli 2025 deutlich mehr Regen als üblich. Möglicherweise hat dies dazu beigetragen, dass sich weniger Menschen am, im und auf dem Wasser aufhielten, was die Unfallzahlen beeinflusst.

Als weiterer Grund, dass letztes Jahr weniger Menschen in der Schweiz tödlich ertrunken sind, nennt das SLRG auch den Erfolg der Massnahmen zur Prävention von Ertrinkungsunfällen. (can)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wenn du denkst, deine Badi ist jetzt schon zu voll, …
1 / 48
Wenn du denkst, deine Badi ist jetzt schon zu voll, …
Wenn du diese Fotos gesehen hast, freust du dich sogar darüber, wenn dein Nachbar nur seinen Fuss auf dein Badetuch legt! Als Bonus ist auf jedem Wimmelbild eine gelbe Quietschente versteckt. Findest du sie? Im Bild: Haeundae Beach in Busan, Südkorea. (EPA/YNA)
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Ihr seid Psychos» – Sabeth musste Eisbaden gehen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
1
Software-Update missglückt: In Zürich dürfen heute weniger Flugzeuge landen
Erneutes technisches Problem bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide: Am Mittwoch ist die Kapazität am grössten Landesflughafen um zehn Prozent reduziert. Aktuell dürfen nur 35 Maschinen pro Stunde landen.
Ein Problem mit «einer für den Anflug benötigten Applikation» habe dazu geführt, dass die Schweizer Flugsicherung die Kapazität am Flughafen Zürich bis auf Weiteres um 10 Prozent auf 35 Anflüge pro Stunde reduziere. Dies geht aus einer am Mittwoch verschickten Medienmitteilung hervor.
Zur Story