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Gesundheitsminister an der Bundesrats-PK vom Mittwoch: «Es gibt keine Abkürzung in der Pandemie.»
Gesundheitsminister an der Bundesrats-PK vom Mittwoch: «Es gibt keine Abkürzung in der Pandemie.» Bild: keystone

Corona-PK des Bundesrates verpasst? Hier sind die 5 wichtigsten Punkte

Gesundheitsminister Alain Berset gab sich an der Pressekonferenz vom Mittwoch vorsichtig optimistisch. Das waren die 5 wichtigsten Punkte.
19.01.2022, 15:5819.01.2022, 16:03

Schweiz könnte vor Corona-Wendepunkt stehen

Gesundheitsminister Alain Berset schaut trotz Rekord-Fallzahlen zuversichtlicher als auch schon in die Zukunft. «Wir stellen fest, dass sich die Corona-Lage positiv entwickelt», sagte er an der Pressekonferenz am Mittwoch. Der Bundesrat werde über Lockerungen entscheiden, «sobald es die Situation erlaubt».

Berset stimmt insbesondere die zurückgehende Belegung der Intensivpflegeplätze positiv, wie er am Mittwoch vor den Medien in Bern sagte. Weil sich die Situation sehr schnell entwickle, müsse man aber flexibel bleiben und die Massnahmen schnell an die aktuelle Lage anpassen. «Es bleibt viel Unsicherheit und Instabilität.»

Noch sei es zu früh, auf Massnahmen wie Homeoffice-Pflicht oder Kontaktquarantäne zu verzichten, sagte Berset. «Das Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz ist zu hoch.» Berset glaubt aber, dass die Schweiz vor einem Wendepunkt zur endemischen Lage stehen könnte.

«Den Weg zu Ende gehen»

Obwohl Alain Berset die Pandemie-Situation am Mittwoch zurückhaltend zuversichtlich kommentierte, warnte der Gesundheitsminister davor, zu schnell vorpreschen zu wollen. «Es gibt keine Abkürzung in der Pandemie.»

«Wir müssen den Weg zu Ende gehen bis zu einer endemischen Situation», sagte Berset vor den Medien. Dieser Weg heisse, sich impfen und boostern zu lassen. Es werde noch viele Ansteckungen geben. «Wir sind in der fünften Welle. Wir wissen noch nicht, wie sie sich entwickeln wird», sagte der Gesundheitsminister. «Möglicherweise – vielleicht – haben wir den Zenit dieser Welle überschritten. Wir wissen es aber nicht.»

Nachdem es in den vergangenen Tagen besser ausgesehen habe, habe es am Mittwoch wieder einen hohen Anstieg an Neuinfektionen gegeben. Das sei aber nicht so wichtig. Was dem Bundesrat wichtig sei, sei der Schutz der Spitäler und deren Kapazitäten.

Zahlen so hoch wie noch nie

Noch nie seit Beginn der Pandemie sind dem Bundesamt für Gesundheit innerhalb von 24 Stunden so viele neue bestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet worden wie am Mittwoch: Die 38'015 Neuinfektionen liegen 15,6 Prozent über dem Tageswert vor einer Woche. Das BAG registrierte ferner 25 neue Todesfälle und 154 Spitaleinweisungen.

«Am Tag mit der höchsten Zahl an Neuansteckungen seit zwei Jahren müssen wir bescheiden sein und uns Zeit für Lockerungen geben», erklärte Bundesrat Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Auf die Frage, warum es trotz hoher Neuansteckungen dennoch keine strengeren Massnahmen gebe, erklärte der Gesundheitsminister, dass der Bundesrat spätestens seit August die Spitalkapazitäten als Massstab nehme und nicht die Zahl der Ansteckungen.

Trotz der am Mittwoch fast 40'000 gemeldeten Neuansteckungen, habe sich die Situation in den Intensivstationen eher verbessert. Trotz der aktuell grossen Omikron-Welle spüre man bisher keine zu negative Entwicklung in den Spitälern.

Bundesrat will am 2. Februar Auslegeordnung machen

Es sei schwierig vorauszusagen, was in den kommenden Wochen und Monaten passieren werde, sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Man werde die Lage immer wieder überdenken und wolle flexibel bleiben, um die Massnahmen allenfalls früher zu lockern. «Wir passen uns an die Situation an.»

Dazu will der Bundesrat bereits am 2. Februar eine Auslegeordnung machen und schauen, ob Lockerungen möglich sind.

Omikron-Welle nicht auf die leichte Schulter nehmen

Gesundheitsminister Alain Berset hat an die Bevölkerung appelliert, die Omikron-Welle nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. «Die Corona-Pandemie ist nicht fertig.» Wenn der Bundesrat dieser Ansicht wäre, würde er die Massnahmen nicht verlängern.

Man wisse, dass es eine hohe Dunkelziffer an Infektionen gebe, sagt Berset. Die Impfung schütze gut, aber die Spitäler blieben unter Druck. Aufgrund der beschriebenen Situation sei der Bundesrat der Überzeugung, dass die ergriffenen Massnahmen «effizient sind». Die Homeoffice-Pflicht und die Quarantäne-Regeln würden deshalb bis Ende Februar fortgesetzt, die anderen Regeln bis Ende März.

(sar/sda)

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79 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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fisk
19.01.2022 16:24registriert Oktober 2018
Ich folge den Anweisungen des BR und des BAG seit dem Beginn der Pandemie, schliesslich wurden mE die Massnahmen meistens vernünftig argumentiert und dienten stets dazu, die Spitäler zu entlasten. Ich sehe daher keinen Grund, jetzt plötzlich am BR und BAG zu zweifeln und freue mich, dass wir es uns voraussichtlich leisten können, die (bereits eher kleinen) Massnahmen bald noch mehr zu lockern :)
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Hans12
19.01.2022 16:28registriert September 2019
Ich hatte an Weihnachten Omikron. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so krank gewesen zu sein. Mit Atemnot und Herzrasen. Viel hat nicht gefehlt, und ich wäre ins Spital geganen. Gut möglich, dass es ohne die Impfung soweit gekommen ist. Ich werde es nie erfahren, aber ich hab wirklich keine Lust den Sch... nochmals durchzumachen. Ich bin 39, top fit und wüsste auch sonst nicht von Risikofaktoren.
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19.01.2022 16:22registriert Juli 2014
Die Journaille hat (im Gegensatz zum Bundesrat) offenbar seit zwei Jahren nicht viel gelernt. «Auf die Frage, warum es trotz hoher Neuansteckungen dennoch keine strengeren Massnahmen gebe, (...)»: 1. sollten wir langsam wirklich schlicht von positiv Getesteten reden und 2. ist diese Zahl zum guten Glück und aus m.E. sehr einfach nachvollziehbaren Gründen nicht alleinbestimmend für Massnahmen.
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