Schweiz
Grüne

Klimaabgabe auf Flugtickets soll vors Volk

ARCHIV - ZUM TAGESGESCHAEFT DER WINTERSESSION, AM MONTAG, 3. DEZEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Flugzeug der Schweizer Fluggesellschaft Swiss startet auf einer  ...
Die Grünen wollen die Klimaabgabe auf Flugtickets per Initiative realisieren. Bild: KEYSTONE

Das Volk soll über Klimaabgabe auf Flugtickets entscheiden

04.01.2019, 06:1204.01.2019, 06:12

Grünen-Chefin Regula Rytz will einem Interview zufolge einer Umweltabgabe auf Flugtickets mit einer Volksinitiative zum Durchbruch verhelfen. «Wenn der Ständerat die Ticketabgabe nicht ins CO2-Gesetz aufnimmt, werden wir sie auf dem Verfassungsweg einführen müssen.»

Ihre Partei prüfe derzeit die Vorbereitung einer Volksinitiative für die Einführung einer Flugticketabgabe, sagte die 56-jährige Parteipräsidentin und Berner Nationalrätin einem Interview mit dem «Blick» vom Freitag.

Eine CO2-Gebühr auf Flugtickets sei eine konkrete Massnahme gegen das Fliegen als eine der grössten Klimasünden, erklärte Rytz. Eine solche Abgabe sei in europäischen Ländern bereits Realität. Umfragen zeigten, dass die Bevölkerung eine Abgabe richtig finde.

Im Nationalrat gescheitert

Der Nationalrat hatte bei den Beratungen zum gescheiterten CO2-Gesetz Mitte Dezember eine solche Abgabe mit 93 zu 88 Stimmen bei 8 Enthaltungen abgelehnt. Die Gegner befanden etwa, das Fliegen dürfe nicht zu einem Privileg für Reiche werden. Zur Diskussion standen Abgaben zwischen 12 und 30 Franken für Flüge in EU-Länder sowie zwischen 30 und 50 Franken für Flüge in andere Länder.

Ein Tag vor Rytz hatte bereits SVP-Präsident Albert Rösti zum Auftakt des Wahljahres eine mögliche Volksinitiative angekündigt. Seine Partei will demnach die AHV «retten» und aus den bestehenden Bundesmitteln mehr Geld für die AHV abzweigen.

Nationalrat Regula Rytz, GP-BE, demonstriert waehrend eines Klima-Marsches, am Samstag, 8. Dezember 2018 in Bern. Die Demonstranten rufen die Schweizer Politik zu mehr Engagement im Kampf gegen den Kl ...
Eine CO2-Gebühr auf Flugtickets sei eine konkrete Massnahme gegen das Fliegen als eine der grössten Klimasünden, erklärte Grünen-Chefin Regula Rytz. Bild: KEYSTONE

Volksinitiativen sind vor und in Wahljahren bei den Parteien auch beliebte Wahlkampfinstrumente. 2018 wurden acht Volksbegehren lanciert. In den Jahren unmittelbar vor den Wahljahren 2015 und 2011 waren 12 beziehungsweise 15 Initiativen an den Start gegangen. Im Wahljahr 2011 sogar die Rekordmenge von 23. Im Bundesrat und im Parlament sind derzeit noch elf Volksbegehren hängig. (sda)

Steuerfrei über den Wolken

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Urner Ständerat Josef Dittli tritt 2027 nicht mehr an
Der Urner Ständerat Josef Dittli wird 2027 nicht mehr für den Ständerat kandidieren. Es sei der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Interessen Uris künftig von einer jüngeren Kraft in der kleinen Kammer vertreten zu lassen, teilte der Freisinnige am Samstag auf X mit.
Zur Story