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Taubentötung Zürich: Stadtrat muss Taubenschläge ausbauen

Koeln Tauben in einer Grossstadt Copyright: xHorn/xEibner-Pressefotox EP_BHN

Cologne Pigeons in a Big city Copyright xHorn Pressefotox EP_BHN
Der Gemeinderat in Zürich will, dass die Stadt die Taubenschläge ausbaut.Bild: imago stock&people

Zürich soll mit dem Taubentöten aufhören und dafür Schläge ausbauen

10.09.2026, 00:50

Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwoch den Stadtrat Zürich beauftragt, eine kreditschaffende Weisung für den Ausbau betreuter Taubenschläge vorzulegen.

Der Gemeinderat überwies eine entsprechende Motion der Grünen. Auslöser war ein Video über eine Taubentötung am Bahnhof Stadelhofen im Mai, das für grosse Empörung gesorgt hatte. Bisher tötete die Stadt jährlich bis zu 1727 Tauben, und auch das Fütterungsverbot brachte keinen Erfolg beim Versuch, die Zahl der Tauben einzudämmen.

Die Motionärinnen Selina Walgis und Sibylle Kauer (beide Grüne) fordern nun das Konzept zur tierfreundlichen Regulierung. Durch gezielte Eientnahmen, bei denen auch Freiwillige helfen sollen, wird eine Reduktion der Population angestrebt.

Bahnhof Taube
In der Stadt Zürich gibt es zu viele Tauben.

Die Kosten für dieses sogenannte Augsburger Modell muss der Stadtrat in seiner Vorlage ausarbeiten.

Problem längerfristig lösen

Die Ratslinke erachtete das Augsburger Modell als sinnvoll. «Wir müssen jetzt Geld in die Hand nehmen, um das Problem längerfristig zu lösen», sagte Moritz Bögli von der AL. Das bisherige Vorgehen sei nicht länger tragbar. «Der Vorstoss schlägt einen Weg vor, wie die Stadt Zürich zu einer gesunden Population kommt», sagte Mathias Egloff (SP). Es sei Zeit, mit den Taubenschlägen einen Schritt vorwärts zu machen, sagte Sibylle Kauer von den Grünen zum Thema.

Es gäbe sicher auch eine günstigere Lösung, monierte hingegen die GLP. Ausserdem handele die Stadt bereits und die bestehenden drei Taubenstände seien ausreichend, warf Thomas Bühler von Die Mitte ein. Die FDP befürchtete zu hohe Kosten. Zudem sei das Problem damit nicht gelöst, dass die Tauben trotz Fütterungsverbot weiterhin von Menschen aus der Bevölkerung gefüttert würden.

Mit einer knappen Mehrheit von 61 zu 53 Stimmen, wurde das Geschäft schliesslich an den Stadtrat überwiesen. Stadträtin Simone Brander (SP) sagte: «Wir stehen in den Startlöchern und sind bereit, die Motion umzusetzten.» (sda)

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83 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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monk
10.09.2026 02:28registriert Mai 2020
Die Tauben-Überpopulation in der Stadt ist offensichtlich. Mitveranrwortlich diejenigen die die Tiere täglich mit kiloweise Futter füttern!
Der Taubendreck überall, s. Stadelhofen, Bellevue, Enge, Oerlikon, etc. ist ekelhaft und unhygienisch.
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Leider Geil
10.09.2026 05:56registriert Mai 2017
«Wir müssen jetzt Geld in die Hand nehmen, um das Problem längerfristig zu lösen»

Man könnte ja die Taubenfütterer mal richtig zur Kasse bitten und damit diese Schläge finanzieren.
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Franz Ferdinand
10.09.2026 06:04registriert November 2020
Mal aktionsweise die Leute büssen fürs Tierfüttern? Wenn's ums Portemonnaie geht, werden die Leute schon eher damit aufhören (aber eben, es müssen mal massenhaft Bussen her).
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