Schweiz
Häusliche Gewalt

Bundesgericht bestätigt Schuldspruch wegen Mordes an Ehefrau

IMAGE DISTRIBUTED FOR BUNDESGERICHT FOR EDITORIAL USE ONLY - Bundesgericht Lausanne // Weiterer Text ueber ots und http://presseportal.ch/de/pm/100057910/100931019 (obs/Bundesgericht/swissstaffing - V ...
Das Bundesgericht bestätigte das Urteil des Berner Obergerichts, das für den Täter eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren vorsieht.Bild: keystone
Häusliche Gewalt

Bundesgericht bestätigt Schuldspruch wegen Mordes an Ehefrau

14.07.2026, 12:0014.07.2026, 12:31

Das Bundesgericht hat die Verurteilung eines Mannes wegen Mordes an seiner Ehefrau bestätigt. Es bleibt bei der vom Berner Obergericht ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 20 Jahren.

Der angehende Rettungssanitäter verabreichte seiner Frau im Dezember 2022 ohne ihr Wissen ein Schlafmittel und erdrosselte sie mit Kabelbindern. Zu diesem Schluss gelangten die beiden Berner Vorinstanzen aufgrund von Indizien. Das Bundesgericht stützt diese Sicht in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil.

Es hat alle Rügen des Verurteilten abgewiesen. Er kritisierte unter anderem, dass Beweise zugelassen worden seien, die auf seiner ersten Einvernahme beruhten. Die Befragung wurde vom Berner Obergericht als unverwertbar eingestuft.

Hinweis eines Arbeitskollegen

Die zahlreichen Indizien und Beweismittel, die zur Verurteilung führten, hätten jedoch auch ohne die unverwertbare Erstbefragung erlangt werden können, bestätigt das Bundesgericht. So wies ein Arbeitskollege des in Kehrsatz BE wohnhaften Mannes die Polizei auf dessen seltsames Verhalten am Tattag hin.

Zudem zeigte sich, dass der Beschwerdeführer im Internet zu Schlafmitteln und zum Erwürgen eines Menschen recherchiert hatte. Dass er dies aus beruflichem Interesse getan habe, nahm ihm die Justiz nicht ab.

Der Verurteilte führte vor der Ermordung seiner Frau seit zwei Jahren eine aussereheliche Beziehung. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, dass er als Angehöriger einer Freikirche nicht das Gesicht habe verlieren wollen und beide Frauen angelogen und hingehalten habe. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So viele Femizide gibt es in der Schweiz
1 / 4
So viele Femizide gibt es in der Schweiz

Die Schlagzeilen von getöteten oder schwer verletzten Frauen überhäufen sich in den vergangenen Monaten. Der Messerangriff in Brittnau (AG) Anfang Juli, die Bluttat in Egerkingen (SO) Mitte Juni oder die Tötung in Martigny (VS) sind nur einige Beispiele.Die Menge an versuchten und vollendeten Tötungen von Frauen in der Schweiz nimmt zu, sei es noch zu früh, um daraus eine generelle Richtung abzuleiten, sagt Nora Markwalder, Strafrechtsprofessorin an der Universität St. Gallen gegenüber der NZZ.

... Mehr lesen
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Teilnehmer Feministischer Streik Zürich
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Zwei Bergsteiger stürzen am Matterhorn in den Tod
Am Matterhorn bei Zermatt VS sind am Sonntag zwei Alpinisten tödlich verunglückt. Die Seilschaft stürzte während des Abstiegs über den Hörnligrat aus am Montag noch unbekannten Gründen in die Tiefe.
Zur Story